Jahresbericht der Volksanwaltschaft alarmiert Drucken E-Mail


Eklatante Missstände in heimischen Senioren- und Pflegeheimen

 

„Der kürzlich erschienene Jahresbericht der österreichischen Volksanwaltschaft zeichnet ein alarmierendes Bild über die Zustände in heimischen Senioren- und Pflegeheimen.  Wir Freiheitliche fordern seit Jahren eine Aufstockung des Pflegepersonals, eine Attraktivierung dieses Berufsbildes sowie die Einführung des Lehrberufs Pflege.  Die überwiegende Zahl der zutage geförderten Missstände ist die Folge von heilloser Überlastung – sowohl physischer als auch psychischer Natur – der Pflegekräfte aufgrund permanenter Unterbesetzung“, zeigten sich heute der freiheitliche Pflegesprecher und Dritte Nationalratspräsident Ing. Norbert Hofer und FPÖ-Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer erschüttert angesichts der aufgezeigten Situation.

 

So förderten laut Bericht 83(!) Prozent der Kontrollen Defizite zutage, darunter auch massive Menschenrechtsverletzungen und strukturelle Gewalt.  Aber auch die Vernachlässigung der Patienten wegen des Mangels an gut qualifiziertem Personal und aufgrund von fehlendem Teamgeist sei an der Tagesordnung.  Im Bericht wird etwa ein Beispiel aus einem Heim in Tirol angeführt, in dem die Menschen in Harn und Kot gelegen sein sollen - wegen Streitigkeiten zwischen Pflegekräften:  Der Tagdienst habe sie vor dem Zubettgehen nicht mehr gereinigt, der Nachtdienst sich nicht zuständig gefühlt.  Oftmals wurde, so der Bericht, auch das Abendessen bereits um 16:00 Uhr verabreicht, damit sich die zu Betreuenden anschließend zur Bettruhe begeben können - ob sie dies nun wollten oder nicht – damit möglichst bald ‚Ruhe einkehrt‘.  Aber auch über Freiheitsbeschränkungen durch Psychopharmaka, um die Bewohner ruhig zu stellen, wird berichtet.  Besonders tragisch sei auch der Fall eines niederösterreichischen Heimes, dem sogar das Nationale Qualitätszertifikat verliehen wurde und in dem laut Bericht vier Mitarbeiter in Verdacht stehen, schwer demente Pfleglinge über Monate hinweg grausam gequält zu haben.

 

„Wenn nun alle diese Missstände durch Kontrollen aufgedeckt wurden, müsse doch davon ausgegangen werden, dass bereits zahlreiche Beschwerden und auch Anzeigen auflägen.  Was in weiterer Folge die Frage aufwerfe, warum in einem so sensiblen Bereich, wohlgemerkt in Verantwortung eines SPÖ-Sozialministers, nichts dagegen unternommen wurde“, so Neubauer.

 

„Es ist ein Gebot der Stunde, dass sofort Maßnahmen eingeleitet werden, endlich für ausreichend entsprechend qualifiziertes Personal in den Senioren- und Pflegeheimen zu sorgen. Dies darf aus unserer moralischen und ethischen Verantwortung den Pflegebedürftigen gegenüber auch keine Kostenfrage sein.  Des weiteren müssen systematisch unangekündigte Kontrollen durchgeführt werden und haben bei gröberen Beanstandungen unverzüglich entsprechende Konsequenzen bis hin zur Entlassung der Verantwortlichen zu erfolgen“, forderte Neubauer.

 

„Die Bundesregierung hätte der prekären Situation im Pflegebereich in Österreich längst durch das Aufgreifen von zumindest einem der zahlreichen freiheitlichen Vorschläge – wie der Forderung nach Einführung eines bundesweit einheitlichen Personalschlüssels -entgegenwirken und Maßnahmen zur Absicherung des österreichischen Pflegesystems setzen können“, kritisierte der freiheitliche Pflegesprecher und Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer, „geschehen ist aber nichts“.

 

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2017-05-04


 

Kommentare 

 
kermit51 - 2017-05-05 07:31
Was diese Regierung uns zeigt heißt nichts anderes als: Scheiß' auf die Alten - die Glücksritter sind wichtiger - Punkt!
Mehr gibt es dazu wirklich nicht zu sagen!
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