Tiere sind keine Ware Drucken E-Mail


Mahnende Worte zum Welttierschutztag von Josef Riemer

 

Allein die Unterscheidung in Nutz- und Haustiere pervertiert jedes noch so gute Tierschutzgesetz. Haustiere erfahren eine andere Wertschätzung als jene Geschöpfe, die als Teil der Massenverwertungsmaschinerie in Schlachthöfen ihr genau berechnetes Ablaufdatum tragen. Alle Tiere haben unabhängig ihrer Bestimmung, respektvoll und artgerecht als Lebewesen und nicht als Ware behandelt zu werden.

 

Ein Tierschutzgesetz ist nur dann erfolgreich, wenn es von allen Gesellschaftsschichten und Interessensgruppen verinnerlicht wird und es keinen Kompromiss zu den materiellen Wünschen unterschiedlicher Lobbys darstellt. Das Schweigen der Konsumenten legalisiert diese Praxis leider.  Selbst ein aktuelles Thema wie das rituelle Schächten darf kein Tabuthema darstellen und muss, ohne religiöse Gefühle verletzen zu wollen, einer Lösung zugeführt werden, die einer aufgeklärten Menschheit im 21.- Jahrhundert entspricht.

 

Tausende Tierfabriken, Tierhandlungen und Herstellerfirmen verdanken ihren Profit den Tieren. Wer verdrängt nicht all zu leicht vor einer Fleischvitrine das einstige Lebewesen unter der Verpackung.  Durch eine die Billigfleischindustrie ist dem Konsumenten jeglicher Bezug zum Lebensmittel abhandengekommen und führt dazu, dass Tonnen an Fleisch aus Haushalten in Mülltonnen landen - ein Armutszeichen der Überflussgesellschaft.

 

Generell ist das Strafmaß zu gering, um bei einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz eine Verhaltensänderung in den Köpfen mancher Tierhalter und Sadisten zu bewirken.  Das betrifft vor allem die Höhe der Strafen bei Tierquälerei und dem illegalen Tierhandel. Ein Trauerspiel an sich stellen Tiertransporte dar. Hier ist auch die EU gefordert, denn 360 Millionen Tiere werden EU-weit transportiert, davon 52 Millionen über Ländergrenzen hinweg.

 

Aber schlussendlich gehört auch das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer, den Mitarbeitern in Tierheimen und der Tierärzte hervorgehoben, die sich alle einer gerechteren Tierwelt verschrieben haben - ihnen gilt Dank und Anerkennung.

 

*****

2018-10-03


 

Kommentare 

 
Wachsmann - 2018-10-04 13:01
Zwecks Tierschutz sind ja mit der türkisblauen Regierung gerade die Richtigen am Ruder.
Zitat:
Im Programm der Kurz-Regierung steht im Kapitel über die Reform des Strafrechts, dass das heimliche Filmen in Tierfabriken mit Gefängnis geahndet und das so erhaltene Filmmaterial zerstört, anstatt zur Information der Öffentlichkeit oder zur Verfolgung von Tierquälerei verwendet werden soll.

vgt.at/.../news20181004mn.php
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KarlW - 2018-10-04 16:46
Nicht alles in einem Papier stehende wird auch umgesetzt. Also Wachsi, sinnerfassend lesen und dann plappern.
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Quasar - 2018-10-08 15:44
Du verlangst - viel zu viel.
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Quasar - 2018-10-08 15:50
Mahnende Worte...

Daran wurde ich erinnert, als ich letztens in einem Café-WC einen Aufkleber vom VGT sah. Pelze zerschneiden und verbrennen, hieß es da. Gemeint, jene Pelze, die getragen werden.

Und zweitens: Wo bleibt der Aufschrei dieser angeblichen Tierschützer, wenn es um das islamische Ausbluten von Tieren geht? Der Koran schreibt das nicht vor, aber zigtausende Tiere werden jährlich in dieser Art zu Tode gequält.
(Achtung, Sarah - Islam bashing!)

Und drittens: Wieso dürfen sogenannte Tiervereine noch immer Tiere verkaufen? Oft sind es kranke Tiere, die aus dem Ausland eingeschleppt werden, um hier teuer verscherbelt zu werden. Kein Wort gegen Tierverkauf? Dann weg mit VGT, Entenfellner, Tierquartier und selbigem.
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