Ein weiterer Missbrauch staatlicher Unterstützung
Der bekannt gewordene Weiterverkauf von 150-Euro-Schulstart-Gutscheinen für Mindestsicherungsbezieher zeigt eine weitere grundsätzliche Schieflage bei staatlichen Unterstützungen. Während zweckgebundene Gutscheine im Internet gegen Bargeld angeboten werden, müssen viele österreichische Familien die laut Arbeiterkammer stark gestiegenen Kosten für Hefte, Stifte, Schultaschen und Sportsachen selbst tragen. Schulartikel sind gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 6,5 Prozent teurer geworden, bei einzelnen identischen Markenprodukten gibt es gar Preisunterschiede von bis zu 101 Prozent.
Gerade vor dem Schulbeginn wissen viele Eltern nicht mehr, wie sie all diese zusätzlichen Ausgaben stemmen sollen. Wer mehrere Kinder hat, steht schnell vor Kosten von mehreren hundert Euro. Gleichzeitig ist jetzt zu sehen, dass staatlich finanzierte Schulstart-Gutscheine im Internet verscherbelt werden. Das kann wohl niemand als gerecht empfinden.
Der Wiener FPÖ-Klubobmann und Bildungssprecher Krauss fordert für Wien einen Schulstartbonus von 300 Euro für jedes schulpflichtige Kind mit österreichischer Staatsbürgerschaft. Damit sollen gezielt jene Familien entlastet werden, die Verantwortung für den Bildungserfolg ihrer Kinder übernehmen
„Missbrauch bei Sozialleistungen muss konsequent unterbunden werden. Gleichzeitig müssen wir endlich jene Familien in den Mittelpunkt stellen, die unser System mit ihrer Arbeit und ihren Steuern tragen. Sie brauchen keine warmen Worte, sondern eine konkrete Entlastung. Deshalb fordern wir 300 Euro Schulstartbonus für jedes österreichische Schulkind in Wien“, so Krauss in einem Statement.
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