Versicherung will sich scheinbar nur die Rosinen rauspicken

Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen

Dass sich die Beliebtheit von Versicherungen bei der Bevölkerung in sehr überschaubaren Grenzen hält, dürfte kein Geheimnis sein. Diverse Versicherungen sorgen aber auch dafür, dass dieser Status Quo auch so erhalten bleibt. Der von uns hier aufgezeigte Fall dokumentiert dies auch „wunderschön“.

Beim versicherten Objekt handelt es sich um ein dreistöckiges Wohnhaus in Wien. Die jährliche Prämie (Vollversicherung: Sturm, Feuer, Kanal, Wasser, Blitz etc.) für das Haus (inkl. abgeschlossener Wohnungsversicherungen des Hauses) beträgt jährlich zirka 8.000,- Euro.

Nun gab im Jahr 2024 heftige Stürme in Wien. Dabei kam auch das besagte Haus zu Schaden. Genau gesagt, wurden etliche Dachziegeln beschädigt. Die Schadenssumme (Dachdeckerrechnung) betrug zirka 2.500,- Euro. Also die Sparte Elementar (Sturm) war im Minus, während die anderen Sparten im Plus waren. Neben sei erwähnt, dass der Hausbesitzer seinen kompletten Fuhrpark und auch ein weiteres Haus bei der Uniqa versichert hat.

Dass der Hausbesitzer am Sturmschaden völlig schuldlos war, sollte ja nicht extra erwähnt werden müssen. Wenn der Versicherungsnehmer allgemein ein Minus-Kunde wäre, so wäre es verständlich, dass sich die Uniqa von diesem trennt. Aber so ist es ja nicht, wie es das Versicherungsschreiben beweist. Scheinbar will man sich nur die Rosinen rauspicken.

Die Uniqa kündigt nur die Sparte Elementar (Sturmversicherung) und zwar mit 22.07.2025. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Nur eine Sturmversicherung bei einer  anderen Versicherung abzuschliessen ist nicht möglich. Wenn, wollen diese Herrschaften (verständlicherweise) das ganze Paket. Von dem will sich die Uniqa aber augenscheinlich nicht trennen.

Sollte sich kein Kompromiss bzgl. der Kündigung finden, will der Hausbesitzer prüfen lassen, ob er in diesem Fall nicht den gesamten Versicherungsvertrag für das Wohnhaus kündigen kann.

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