Salzburgs Juden und ihre Sicherheit: „Erst nach einem Anschlag wäre die Gefahr endlich konkret!“

Ein steirischer Sicherheitsmann, der für den Schutz einer Synagoge eingesetzt werden soll, bekommt von Behörden und Gerichten keinen Waffenpass

Wie im Zuge der antisemitischen Vorfälle in der steirischen Ramsau erst jetzt bekannt geworden ist, hat das Landesverwaltungsgericht Salzburg mit Erkenntnis vom 19. Mai 2026 die Beschwerde eines Mitarbeiters eines Sicherheitsunternehmens gegen die Verweigerung eines Waffenpasses abgewiesen. Der Mitarbeiter hätte im Rahmen des Sicherheitsdienstes bei der Synagoge Salzburg eingesetzt werden sollen.

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für die Bundesländer Salzburg, Steiermark und Kärnten, Elie Rosen, kritisiert die grundsätzliche Sicherheitslogik des Erkenntnisses auf das Heftigste. Die persönliche Erfahrung, Ausbildung oder Eignung dieses Antragstellers hingegen wolle man nicht beurteilen.

Wie Rosen betont, stuft das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung in der im Rahmen des Verfahrens abgegebenen Stellungnahme die Gefahr durch islamistischen Extremismus und Terrorismus derzeit weiterhin als hoch – Warnstufe 4 von 5 – ein. Die Polizei bestreife die Synagoge Salzburg und überwache sie bei Gebeten und Veranstaltungen. Dennoch qualifiziert der entscheidende Richter Christian Brandstätter potenzielle Übergriffe und Anschläge als „bloße Vermutungen“, Ereignisse im Ausland als nicht ausreichend und einen zusätzlichen bewaffneten Sicherheitsdienst mit großer Selbstsicherheit schlechthin als nicht erforderlich. Dass der Antragsteller die genannten Hochrisikoaufgaben mangels Waffenpasses noch gar nicht ausführt, wird zugleich als Argument gegen seinen Bedarf verwendet.

„In verständliches Deutsch übersetzt lautet die Salzburger Sicherheitsdoktrin: Es ist noch nichts passiert, also besteht keine konkrete Gefahr. Weil keine konkrete Gefahr besteht, braucht es keine zusätzliche Prävention. Nach einem Anschlag wäre die Gefährdung vermutlich endlich konkret genug – nur wäre es dann für Prävention zu spät. Die Schutzmaßnahmen vieler jüdischer Einrichtungen und Gemeinden quer durch Europa sind demnach bloß dazu da, Geld zu verbraten“, erklärt KR MMag. Elie Rosen, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für die Bundesländer Salzburg, Steiermark und Kärnten.

Auch die polizeiliche Bewachung führe diese Logik ad absurdum. „Die Polizei schützt die Synagoge in Salzburg bei Veranstaltungen selbst. Wozu eigentlich, wenn die Gefährdung nur spekulativ sein soll? Einerseits erkennt der Staat die besondere Schutzbedürftigkeit durch seine Präsenz an, andererseits soll ein ergänzender professioneller Sicherheitsdienst entbehrlich sein“, so Rosen. Mehr Überheblichkeit gehe gar nicht mehr.

Dabei, so Rosen, hätten sich Angriffe keineswegs nur im Ausland ereignet. Im August 2020 sei etwa die zur Kultusgemeinde gehörende Grazer Synagoge wiederholt schwer beschädigt worden. Seither sei es wiederholt zu Vorkommnissen gekommen. Hinzu kommen die Anschläge auf jüdische Einrichtungen und jüdisches Leben von Toulouse über Brüssel und Paris bis Halle. All das soll offenbar nicht genügen: Salzburg müsste erst seinen eigenen Anschlag abwarten.

„In Salzburg meint man, wie so oft, der Realität entfliehen zu können, indem man ihr einfach nicht ins Auge sieht. Das Erkenntnis behandelt Sicherheitsmitarbeiter faktisch wie einen beliebigen bewaffneten Privaten – und nicht als Teil eines abgestimmten Schutzkonzepts“, erklärt Rosen.

Polizei und Sicherheitsdienst erfüllen, das verkenne das Erkenntnis zudem, unterschiedliche Aufgaben. Die Polizei übernehme den hoheitlichen Objektschutz. Ein ständig anwesender Sicherheitsdienst hingegen diene dem Personenschutz und führe etwa Sicherheitskontrollen durch, die von der Exekutive gar nicht wahrgenommen würden. Beide ersetzten einander nicht, sondern ergänzen einander. In Wien oder Graz habe man das schon erkannt.

Von dieser Realität gehe auch der Bundesgesetzgeber aus, so Rosen: Die Materialien zum Österreichisch-Jüdischen Kulturerbegesetz würden zum Schutz jüdischer Einrichtungen ausdrücklich auch Bewachungsdienste benennen. Auch die IKG Wien setze bei Synagogen, Schulen und anderen Einrichtungen eigenes Sicherheitspersonal neben der Polizei ein – und hier nicht nur bei Einrichtungen, bei denen es schon zu Vorfällen gekommen sei.

„Jüdische Gemeinden dürfen nicht erst eigene Anschläge und Opfer vorweisen müssen, damit ihr Sicherheitsbedarf ernst genommen wird. Wer eine Gefahr erst anerkennt, nachdem sie sich verwirklicht hat, betreibt keine Prävention, sondern nachträgliche Aktenbearbeitung“, so Rosen abschließend.

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Biologisches Wunder in Ceuta

Es verließen mehr Menschen Ceuta als ankamen

60.000 Marokkaner, zu 99% im kampffähigen Alter, fielen während den letzten zwei Tagen in der spanischen Exklave Ceuta ein und begingen zum nicht unerheblichen Teil kriminelle Taten wie Einbrüche, Raub udgl. mehr. Dass dieser Überfall eine Spontan-Aktion gewesen ist, glaubt wohl niemand. Diese Aktion muss bereits von langer Hand vorbereitet gewesen sein, denn 60.000 Personen an einer Grenze zu übersehen, ist wohl nicht möglich. Aber Spaniens unfähiger sozialistischer Regierungschef Sanchez, samt der spanischen Armee und Spionageabwehr, dürften nichts davon gemerkt haben wollen. Nun stelle man sich vor, diese Männer wären mit Kriegsgerät bewaffnet gewesen.

Erst nachdem die Lage in Ceuta komplett eskalierte und es bei Plünderungen zu zahlreichen Körperverletzungen und Sachbeschädigungen gekommen war, schritt das spanische Militär zaghaft ein. Sieht man sich, die im Netz im Umlauf befindlichen Videos an, könnte man direkt zum Schluss kommen, das Zögern sein von höherer Stelle befohlen worden.

Um den aufgebrachten und besorgten Spaniern und anderen EU-Bürgern virtuelle Baldriantropfen zu verabreichen, gab es in zahlreichen (in- und ausländischen) Medien plötzlich Meldungen, wie jene im nachfolgenden Screenshot. Diese fallen für uns (unsere subjektive Meinung) unter „Geschichten aus dem Paulanergarten“.

Aber dem noch nicht genug. In Ceuta muss es zu einem biologischen Wunder gekommen sein. Denn darf man der Kronen Zeitung Glauben schenken, verließen inzwischen mehr Menschen Ceuta als ankamen. Nachdem damit wohl nicht die Einheimischen gemeint sein können, denn die kamen ja nicht an sondern lebten bereits auf Ceuta, müssten sich die Invasoren innerhalb von 24 Stunden vermehrt haben. Zudem steht dies zumindest zahlenmäßig im Widerspruch mit der Meldung: „48.000 von 60.000  wieder zurück“, welche im selben Krone-Artikel zu lesen ist.

Der Überfall auf Ceuta hat eines bewiesen, nämlich dass die EU nicht fähig bzw. nicht Willens ist, ihre Außengrenzen zu verteidigen geschweige denn diese zu überwachen. Jedenfalls ist damit einmal mehr unter Beweis gestellt, dass die Auflösung des immer wieder durch Korruption auffälligen Konglomerats – namens EU – längst überfällig ist.

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Ein vermeintliches Abschiebemärchen

"Tolle Asylbilanz": Man schiebt 100 Ungarn ab und nimmt 99 Afghanen auf

Innenminister Karner und die ÖVP verbreiten immer wieder das vermeintliche Märchen, wonach es mehr Abschiebungen als Asylanträge geben würde.

Doch die entscheidende Frage lautet: Wer wird tatsächlich abgeschoben? Ein großer Teil der Abschiebungen betrifft nicht jene Personen, die aus den Hauptherkunftsländern der aktuellen Asylmigration stammen, sondern erfolgt vielfach innerhalb der Europäischen Union oder in sichere Drittstaaten wie Albanien, Montenegro und andere Länder.

Genau diese entscheidende Differenzierung verschweigen Innenminister Karner und die ÖVP. Denn im vergangenen Jahr war die Behauptung, es gebe mehr Abschiebungen als Asylanträge, jedenfalls nicht zutreffend. Auch heuer bleiben die aktuellen Zahlen trotz offizieller Anfragen intransparent.

Wer beim Innenministerium nachfragt, erhält lediglich die Auskunft, dass aufgrund einer technischen Umstellung eine Übermittlung der Daten in der bisherigen Form nicht möglich sei.

Einfach gesagt: Der Innenminister schiebt 100 ungarische Staatsbürger nach Ungarn ab, nimmt 99 Afghanen auf und jubelt über eine „tolle Asylbilanz“.

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