Träume sind Bier-Schäume


Hochkonjunktur trotz Wirtschaftskrise

Eine Aussendung der  „Stieglbrauerei zu Salzburg“  auf  APA-OTS,  ist uns schon gestern
aufgefallen. Sehr schön dachten wir bei uns,  dass ein österreichisches Unternehmen trotz
noch immer anhaltender Wirtschaftskrise derart punkten kann.


Fotocredit: Wild&Team

Run auf Stiegl-Weisse

Für Leser(innen)  die sich die  Presseaussendung der Firma  „Stieglbrauerei zu Salzburg“
nicht durchlesen wollen,  präsentieren wir hier die Kurzform in einigen Sätzen im Original-
text.

Die Stieglbrauerei kommt derzeit mit der Produktion für das neue Weißbier  „Stiegl-Weisse“,
das seit Ende März auf dem Markt ist, nicht mehr nach. Mit dem neuen, heiß begehrten Wei-
zensaft ist  Österreichs größter  Privatbrauerei ein absoluter Coup gelungen. Denn die Bier-

liebhaber griffen offensichtlich noch öfter zur neuen Bierspezialität, die zu 100 Prozent aus
österreichischen Zutaten gebraut wird, als geplant.

„Die starke  Nachfrage hat alle unsere Erwartungen  bei weitem übertroffen. Momentan lie-
fern wir wirklich alles aus,  was wir haben;  und das ist nicht genug“,  freut sich Stiegl-Brau-

meister Christian Pöpperl.

Ausverkauft und trotzdem sündteure Werbung

Wenn  wir  die Aussendung  der  „Stieglbrauerei zu Salzburg“  richtig verstanden  haben,
fahren diese  auf  voller  Kapazität  und  sind trotzdem  nicht in der Lage für Nachschub zu
sorgen. Grund dafür ist, dass die Nachfrage nach dem Gerstensaft grösser ist als die Bier-
brauerei derzeit überhaupt erzeugen, geschweige denn ausliefern kann.

Da waren wir aber höchst erstaunt,  als wir in der heutigen  Ausgabe der  Kronen-Zeitung
nachfolgend entgeltliche  Einschaltung der  „Stieglbrauerei zu Salzburg“  sichteten.  Noch
dazu war dieses Inserat auf der nicht gerade billigen Seite 3, der auflagenstärksten Tages-

zeitung Österreichs geschalten.


Quelle: Krone Printausgabe (23.04.11)

Also irgendwie  passt das  nicht zusammen.  Eine Firma  bewirbt ein  Produkt welches laut
eigener  Aussage  völlig vergriffen  ist und  man bei  dessen Erzeugung  nicht  nachkommt.
Entweder hat die „Stieglbrauerei zu Salzburg“  einen  Werbemanager dem der Überblick

fehlt  oder  es wurde  in der  Presseaussendung ein  wenig geflunkert.  Möglicherweise ist
diese Werbekampagne unter das Motto „Träume sind Bier-Schäume“ gefallen.

Geschlechtsneutrale Bierwerbung

Da loben  wir uns  doch die Werbestrategie  des Konkurrenzunternehmens Hirter.  Diese
tönen zwar  nicht dass sie ausverkauft sind,  präsentieren aber dafür sehr schöne Werbe-
plakate.  Da Bier in  erster Linie ein  Männergetränk ist, haben die Werbestrategen dieser
Brauerei dafür gesorgt, dass für jeden Kerl die richtige visuelle Inspiration für den Bierge-
nuss vorhanden ist.

Foto: (c) erstaunlich.at                                                    Foto: (c) erstaunlich.at
              

Inspiration für den Heteromann                         Inspiration für Schwule

Na dann Prost!

*****

2011-04-23
 

Sexismus gegen Schwule?


Hirter Bier

Erinnern Sie sich noch an das  Werbeplakat  der Hirter Brauerei?   Ende Juli plakatierte der
Bierbrauer ein Sujet, auf dem drei äußerst attraktive Damen abgebildet waren. Wir haben
diesbezüglich den Beitrag „Sexistische Werbung?“ verfasst.

Futterneid und Konkurrenzdenken

Der Anblick der drei  wirklich sehr hübschen Damen dürfte bei einigen  Emanzen, Futterneid
und Konkurrenzdenken ausgelöst haben. Das beweist auch nachfolgendes Mail, welches wir
damals vom SPÖ-Bundesfrauensekretariat, auf Anfrage erhielten.
Zitat aus dem Mail:  Die Werbung suggeriert:  „Wer das entsprechende Bier konsumiert,
bekommt die dazupassende Frau.“ SPÖ-Frauenstadträtin Sandra Frauenberger ortete in
diesem Sujet puren Sexismus.
Da waren wir aber höchst erstaunt, als ein ERSTAUNLICH-Mitarbeiter gestern folgendes
Werbe-Sujet der Hirter Brauerei entdeckte und seitens der  kämpferischen SPÖ-Frauen-
stadträtin, bis dato nicht das geringste Wort über Sexismus verlautbart wurde.

Gilt Sexismus nur bei Frauen?

Dass  hier Sandra Frauenberger  keinen Ton  von  sich gibt  könnte möglicherweise auch
daran  liegen,  dass Bier nicht  unbedingt ein Frauengetränk  ist.  Folgt  man dem Zitat  aus
dem Mail des SPÖ-Bundesfrauensekretariats: Die Werbung suggeriert:  Wer das entsprech-
ende Bier konsumiert, bekommt die dazupassende Frau“,  ist unweigerlich  der Schluss  zu
ziehen, dass man zum entsprechenden Bier, den passenden Mann dazu bekommt.
Nachdem aber Hetero-Männer höchstwahrscheinlich auf diesen Umstand keinen Wert legen,
liegt es sehr nahe, dass dieses Werbesujet offenbar auf schwule Männer abgestimmt wurde
und dadurch eine sexuelle Diskriminierung im Bereich des Möglichen liegt.

Neues Betätigungsfeld für Gebi Mair

Damit wäre ein neues Betätigungsfeld für den Tiroler Landtagsabgeordneten (Grüne) Gebi
Mair gefunden. Nachdem er sich mit Drogen offenbar doch nicht so gut auskennt, könnte
er hier  gegen das  sexistische  Hirter-Plakat vorgehen und einen ausführlichen Beitrag auf
seinem Blog schreiben.
Wir rufen natürlich auch denn von uns wirklich geschätzten  Oliver Ritter auf, gegen dieses
Sujet der Firma Hirter, dass offensichtlich auf schwule Männer abgestimmt wurde und diese
dadurch dem Sexismus ausgesetzt sind, einen dementsprechenden Beitrag auf seiner Web-
seite zu bringen.
*****
2010-10-08
 

Inhalts-Ende

Es existieren keine weiteren Seiten