Antikorruptions-Preis


Verleihung des INTEGRITY AWARDS 2011

Ort: Conference Center Laxenburg, Schloßplatz 1, 2361, Laxenburg

Datum: 24.11.2011
Zeit: 18:00:00

 

Die internationale Antikorruptions-Organisation Transparency International wird am

24. November 2011 den Gewinner des diesjährigen Integrity Awards bekanntgeben.

 

Seit ihrer Einführung im Jahr 2000 würdigen die Integrity Awards herausragendes

Engagement im Kampf gegen Korruption. Zu den bisherigen Gewinnern zählen Hin-

weisgeber, die Skandale in Politik und/oder Wirtschaft aufdecken, Aktivisten und

außergewöhnliche Menschen aus aller Welt.

 

Gastgeber der Verleihung des Integrity Awards 2011 ist die Internationale Antikorrup-

tions-Akademie  (IACA) in Laxenburg,  die Verleihung wird im Rahmen der 11. Euro-

pean  Partners Against Corruption  (EPAC/EACN)  Annual Professional  Conference

stattfinden.

 

Da staunen wir aber, wandeln in der Alpenrepublik doch lauter lebendige Unschulds-

vermutungen herum.   Jedoch sind wir  fest davon überzeugt,  dass dieser Preis in
Österreich mit absoluter Sicherheit seine Berechtigung hat.

 

*****

2011-11-23
 

Die Korruptions-Akademie


Alles was Rang und Namen hatte

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Innenministerin Dr. Maria Fekter, Außenminister Dr. Mich-
ael Spindelegger und  Justizministerin  Mag. Claudia Bandion-Ortner,  luden gestern anläss-
lich der Eröffnung der internationalen  Anti-Korruptions-Akademie  in Laxenburg,  zu einer
Pressekonferenz ein.

Alle waren entzückt

Groß  war die  Freude der  Politiker.  LH Dr. Erwin Pröll meinte sogar,  dass diese  Akademie
ein Imagegewinn für das Bundesland Niederösterreich sei.  Der Niederösterreichische Land-
eshauptmann  meinte weiters, dass durch  diese  Akademie ein  wirtschaftlicher  und arbeits-
marktpolitischer Impuls ausgehe. Welchen Imagegewinn von einer derartigen Institution aus-
geht, ist wahrscheinlich nur Pröll bekannt.

Law and Order in Österreich

Außenminister Spindelegger und  Innenministerin Fekter äusserten sich ebenfalls ganz ent-
zückt über die Anti-Korruptions-Akademie. Justizministerin Bandion-Ortner meinte gar, dass
Österreich bereits viel im Kampf gegen die Korruption unternommen habe.

Diese Unternehmungen müssen aber im Geheimen stattgefunden haben, denn an die Öffent-

lichkeit ist nichts durchgedrungen. Okay, wir wollen nicht bestreiten dass es vereinzelte Verur-
teilungen unter dem Motto „Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen“ gege-
ben hat.

Kein Vertrauen in die eigenen Beamten?

Wir hätten die Freude dieser Herrschaften verstanden, wenn ein Aus- und Fortbildungszent-
rum für Mediziner(innen) eröffnet worden wäre.  Aber dass die Eröffnung einer   Anti-Korrup-
tions-Akademie derartiges Entzücken auslösen kann,  löst bei uns Erstaunen aus.  Das Ver-
halten der hochrangigen Herrschaften läßt auch darauf schließen,  wie wenig Vertrauen sie
in ihre Untergebenen haben müssen.

Denn zur Korruption gehören bekanntlicherweise immer Zwei.  Denjenigen der sich durch Be-
stechung einen Vorteil verschaffen will und den wichtigeren Part, nämlich den des Amtsträgers,

der diesen Vorteil auch tatsächlich verschaffen kann.

Jeder ist korrumpierbar

Ein alter Spruch in Österreich besagt : „Der Balkan beginnt am Ballhausplatz“.  Und damit
sind wir auch bei des Pudels Kern. Keine Akademie dieser Welt kann Korruption verhindern,
denn jeder Mensch ist käuflich. Es kommt nur auf die Höhe des Betrages an.

*****

2010-09-03
 

Inhalts-Ende

Es existieren keine weiteren Seiten