Wird der Bundespräsident Holocaust-Leugnern die Hand geben?


Iran-Reise von Heinz Fischer „bewusstes Wegschauen,

Gedankenlosigkeit oder Opportunismus“?

In Teheran nahm vor wenigen Tagen der angeblich „moderate“  Präsident Hassan Rohani
unter  „Tod Israel“-Sprechchören  am  so  genannten  Al-Quds-Tag  in Teheran teil.  In der
Vergangenheit  bezeichnete  Rohani Israel als „alte Wunde am Körper des Islam“ und als
„eiternden  Tumor“.   Die  iranischen  Revolutionsgarden erklärten die „Zerstörung Israels“
im Vorfeld des diesjährigen Quds-Tages erneut zur „obersten Priorität.“
Erst  vor  2 Wochen  meinte der im Westen als  „gemäßigt“ bezeichnete Ex-Präsident und
heutige  Vorsitzende des Schlichtungsrates,  Ali Akbar Hashemi Rafsandjani, Israel werde
„bald  ausgelöscht  werden“.   Und  der Kommandeur der Basidschi-Milizen der iranischen
Revolutionsgarden  verkündete  selbst  während  der  Atomverhandlungen,  das Ziel einer
Zerstörung  Israels  sei „nicht verhandelbar“.  Schließlich wurde von führenden Repräsen-
tanten   des  Regimes  klar gestellt:  Der Atom-Deal würde nichts an der Politik des Iran in
der Region oder der Unterstützung der Terror-Organisation Hisbollah ändern.
Vor  diesem  Hintergrund  übt  der  Club der Freunde Israels scharfe Kritik an der für Sep-
tember geplanten Iran-Reise des österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer und
erinnert  den   Bundespräsidenten  an  seine  eigenen – anlässlich eines Staatsaktes zum
Ende des Zweiten Weltkrieges am 27. April 2015 gesprochenen – Worte.
Auf das NS-Regime bezogen meinte Heinz Fischer damals: „Dazu kommt, dass bewusstes
Wegschauen,   Gedankenlosigkeit  oder   Opportunismus  es  dem   herrschenden  Regime
erleichtert  haben,  seine Ziele zu verfolgen und zu erreichen.  Das Wissen um diese Wahr-
heit ist es, das uns zu dem Grundsatz ‚Wehret den Anfängen‘ verpflichtet.“
Wenn  der  Bundespräsident diese,  seine eigenen  Worte  als  Verpflichtung ernst nimmt,
müsste er seine Iran-Reise umgehend absagen. Daniel Kapp, Sprecher der CdFI: „Es ist
absolut  unverständlich,  wieso  der  Bundespräsident so eilfertig darum bemüht ist, dem
Terror-Regime  im  Iran  als  erstes  westliches Staatsoberhaupt seit 2005 seine Aufwart-
ung zu machen.   Führende Repräsentanten  dieses  Staates  leugnen nach wie vor den
Holocaust  und  rufen  zur  Vernichtung  Israels  auf.   Wie  bringt  Heinz Fischer das mit
seinen  Worten  zum  Kriegsende in Einklang?   Wird er am Ende doch auch Holocaust-
Leugnern lächelnd die Hand geben?“ (Quelle: APA/OTS)
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2015-07-20