2015/2016 droht Beitragserhöhung in der Krankenversicherung


Statt die Chance für echte Reformen zu nützen,

weiterhin in die völlig falsche Richtung

„Dass die Kassen nicht saniert sind, sondern nur durch ‚frisches Geld‘, also die Zuschüsse
des Bundes, kurzfristig (schein)positiv bilanziert haben, kritisieren wir seit Jahren.   Es ist
bereits fünf nach zwölf für nachhaltige Reformen:  Die Kassen müssen zusammengelegt,
der  Missbrauch..etwa  der  e-card – . abgestellt  werden“,    fordert  NAbg.  Dr. Dagmar
Belakowitsch-Jenewein,  FPÖ-Gesundheitssprecherin und Vorsitzende des parlamentar-
ischen  Gesundheitsausschusses,  in  Zusammenhang  mit den Aussagen von Hauptver-
bandschef McDonald, wonach die Krankenkassen 2015 und 2016 rote Zahlen schreiben
werden.
Die  finanzielle  Situation  der  Krankenkassen  sei  das Erbe Schellings -der frühere Haupt-
verbandschef  und  jetzige  Finanzminister habe genauso wie sämtliche SPÖ-Gesundheits-
minister  „die Ohren angelegt“,  wenn es um  Strukturreformen gegangen sei.  Stattdessen
habe  man  sich  mit  Zuschüssen  aus diversen Töpfen „drübergeschwindelt“.   Die Wiener
Gebietskrankenkasse  beispielsweise  habe  in  den  letzten Jahren niemals aufgrund des
gewöhnlichen   Geschäftsbetriebes  einen   Überschuss  erzielt,  dieser  sei  im  Gegenteil
konstant  negativ  gewesen.   „Lediglich Erträge aus dem Ausgleichsfonds,  dem Kassen-
strukurfonds  sowie  aus  der   Überdeckung  der   Mittel  nach  dem  Gesundheits-.. und
Sozialhilfen-Beihilfegesetz (GSBG) haben dazu geführt, dass ‚kranke Kassen‘ wie WGKK,
TGKK, STGKK oder NÖGKK kurzfristig (Schein-)Überschüsse produziert haben“,  erklärt
Belakowitsch-Jenewein.
Statt  die  Chance  für echte Reformen zu nützen, erteile der neue Hauptverbandschef
McDonald  der  Zusammenlegung  von  Sozialversicherungsträgern  gleich einmal eine
Absage.   „Er hält die Diskussion darüber für  ‚zweitrangig‘ und singt stattdessen weiter
das Propagandalied der heilsbringenden Gesundheitsreform.
Das zeigt: McDonald tapst weiter auf ausgetretenen Pfaden in die völlig falsche Richt-
ung.   Enden  wird das Ganze in einer saftigen Beitragserhöhung für die Versicherten.
McDonald  ist  der  lebende Beweis dafür,  dass auch Schluss damit sein muss, Partei-
günstlinge und Politpensionäre mit hochdotierten Positionen im Bereich der Kranken-
kassen zu versorgen statt Experten einzusetzen“, so Belakowitsch-Jenewein.
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2015-01-04