Briefe statt Konsequenzen


Rot-grüner Machterhalt scheint prioritär

Wenn  man aus dem grünen Landtagsklub sinngemäß vernimmt,  dass das Gesprächs-
klima  zwischen  SPÖ  und Grünen etwas abgekühlt sei und Vizebürgermeisterin Maria
Vassilakou nun einen Brief an  Bürgermeister Michael Häupl verfassen möchte,  um die
Koalitionsarbeit in jedem  Fall fortzusetzen,  ist das nicht mehr als ein weiteres Armuts-
zeugnis  für  die  Wiener  Stadtregierung,  so  der  freiheitliche  Klubobmann im Wiener
Rathaus,  Mag. Johann Gudenus:  „Die  genehmigten  13 Millionen Euro  für die Mobili-
tätsagentur  der Grünen scheinen schlussendlich Trostpflaster genug gewesen zu sein.“
Rot  und Grün haben sich nicht an die Regierungsvereinbarung gehalten,  ein neues,
faires  Wahlrecht  in Wien auf den Weg zu bringen.   Mit dem Abgang von Akkilic zur
SPÖ wurde zudem deutlich, wie das demokratische Grundverständnis der Genossen
ist.   Auch  die  Grünen haben sich diesbezüglich nicht mit Ruhm bekleckert,  indem
sie  jahrelang  vor  dem Koalitionspartner in die Knie gegangen sind und sich an der
langen  Leine  haben  halten  lassen.   „Das  Thema  Wahlrecht scheint für SPÖ und
Grüne endgültig abgeschlossen zu sein. Machterhalt geglückt, Demokratie düpiert“,
schließt Gudenus.
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2015-04-08