Stronach weiterhin auf Einkaufstour
„Ich habe sehr viel Erfahrung gesammelt. Ich habe glücklicherweise sehr viel Geld, weil es braucht sehr viel Geld. Ich muss mir die Medien kaufen, um dass ich zur Bevölkerung komme“, so der Austrokanadier Frank Stronach in einem kurzen Interview, welches der italienische Fernsehsender RaiTre am vergangenen Sonntag ausstrahlte. Dieses „kaufen der Medien“ ist seit einigen Tagen in verschiedenen österreichischen Tages- zeitungen zu bemerken, denn das „Team Stronach“ schaltet täglich Inserate, wie zum Beispiel in der heutigen Kronen Zeitung.
Screen: Kronen Zeitung (Printausgabe Seite 3 – vom 05.12.2012)
Das „Team Stronach“ will also Österreich dienen und kündigt an, nur mit ihnen unsere bäuer-
liche Struktur erhalten zu können. Neben dem abgegebenen klaren Bekenntnis zur bäuer-
lichen Landwirtschaft in Österreich und der Ankündigung diese fördern zu wollen, ist auch
folgendem Versprechen Aufmerksamkeit zu schenken: „Vor allem möchte ich bäuerliche
Familienbetriebe fördern.“
Wie kann man am besten die Bauern unseres Landes fördern? Dazu meinen wir, dass dies
dadurch möglich ist, wenn man ihnen ihre Waren zu fairen Preisen abkauft. Auch der Export
von bäuerlichen Erzeugnissen wäre eine hervorragende Möglichkeit, die bäuerlichen Betriebe
zu fördern.
Das scheint Herr Stronach jedoch anders zu sehen. Dies schließen wir aus einem kleinen
Beitrag in der selben Zeitung auf Seite 6.
Screen: Kronen Zeitung (Printausgabe vom 05.12.2012)
Stronach dient sich selbst
Stronach plant also in Florida und Kanada eine Steakhaus-Kette, mit erhofften 100 Filialen zu eröffnen. Da hätte er doch gleich eine hervorragende Gelegenheit Österreich zu dienen und gleichzeitig unsere bäuerlichen Betriebe zu fördern. Er müsste nur seine Steakhaus-Filialen mit dem qualitativ hochwertigem Rindfleisch aus der Alpenrepublik beliefern. Allerdings steht im offenbar nicht der Sinn danach, denn das Fleisch wird aus seiner eigenen (280 km2 – riesigen) Rinderfarm in Florida angeliefert werden. Also wird es zumindest in diesem Fall kein „Dienen“ eines Frank Stronach geben.Pardon, wir korrigieren – der Austrokanadier dient sich im Steakhaus-Geschäft selbst. Und abschließend einen kleinen Rat an ihn. Er möge doch den Hausverstand wieder an die Lebensmittelkette BILLA zurückgeben, denn dort wirkt dieser glaubhafter. *****
2012-12-05