Gestrige Indentitärenkundgebung in Wien-Favoriten


Rund 200 „Indentitäre“ trafen auf rund

500 Gegendemonstranten am Columbusplatz

Anfangs ging es friedlich, wenn auch laut zu, nur einige offensichtlich deutsche Aktivisten
provozierten getrennt von der Polizei die „rechten Aktivisten“.   Diese zogen dann gegen
13:00 Uhr  geschützt  von  einem massiven Polizeiaufgebot inklusive WEGA – Einheiten
in Richtung Verteilerkreis Favoriten.
Man wollte die  200 Demoteilnehmer,  welche gegen  „Multikulti“  demonstrierten  an  den
500 Gegendemonstranten  vorbeischleusen,  doch  das  gelang  nur bedingt und so kam
es  zu  einigen  Blockaden,  sodass  beim  Reumannplatz schon wieder Schluss mit dem
„Zug der Identitären“ war.
Fotos: E. Weber
Nachdem  die  Gegendemonstranten  bengalische  Fackeln warfen,  welche jedoch am
Dach der U- Bahnstation landeten, brach dort wenig später ein Kleinbrand aus. Dämm-
material  erhitzte  sich und brachte die Gummi-/Kunststoff in der Blechverkleidung zum
schmelzen  sowie  dann  auch  zum  brennen.   Damit war der geplante Durchzug „der
Identitären“  nicht mehr sicher möglich,  da auch heißes,  brennendes Material von der
Decke tropfte.
Fotos: E. Weber
Es  wurde  daher  die  Beendigung  der  Demo  beschlossen  und  die  Kundgebungs-
teilnehmer zogen unter Polizeischutz in die U-Bahnstation zur Abreise.   Trotz Sperre
der  Station  folgten  jedoch einige linke Aktivisten den Rechten und so kam es wenig
später  am  Praterstern  zu  einem  Zusammentreffen  einiger Aktivisten.   Ein heftiger
Streit  entbrannte und die Polizei verlegte im Eiltempo Einheiten aus Favoriten in die
Leopoldstadt.
Auch zwischen Reumannplatz und Keplerplatz kam es zu kleinen Rangeleien zwischen
Sympathisanten  beider Seiten,  sodass  auch  dort  die  Polizei mit Hilfe der WEGA tren-
nend  eingriff.    Zur  selben  Zeit  trennte  auch  am   Praterstern  die   Polizei  die  Streit-
parteien  und  nahm dabei mindestens eine Person fest.   Auch bei den Kundgebungen
und  Blockaden  in   Favoriten  gab  es  mindestens  zwei  Festnahmen  auf  Grund  des
Widerstandes gegen die Staatsgewalt.
Fazit des Ganzen:
Mehrere  Festnahmen,  6 leicht  verletzte  und  durch  die Hitze geschaffte Polizisten,
die in ihren Schutzanzügen schwitzten.  Trotzdem verlief die diesjährigen Kundgeb-
ungen friedlicher als im Vorjahr in der City.
Erich Weber
2015-06-07