Lächerliche Selbstinszenierung bei den Salzburger Festspielen


Ensemble hat möglicherweise aus der Geschichte nichts gelernt

Als  peinliche  und  lächerliche Selbstinszenierung wertete FPÖ-Generalsekretär Herbert
Kickl  heute das Verhalten jener Musiker,  die angeblich aus Protest gegen die Anwesen-
heit von  H.C. Strache und anderen FPÖ-Politikern bei der Aufführung des  „Jedermann“
vergangenen Dienstag in Salzburg die  „Internationale“  intoniert haben.
„Der ach so mutige „Protest  sei allerdings offenbar danebengegangen, da niemand die
´Internationale´  als  solche erkannt habe.   Ob das möglicherweise an der mangelnden
Qualität der Musiker gelegen habe, sei dahingestellt“, meinte Kickl.
Jedenfalls zeugt es grundsätzlich von einer sehr problematischen Geisteshaltung, wenn
man Personen, deren Überzeugungen man ja nicht teilen muss, die Teilnahme an einer
kulturellen   Veranstaltung  verweigern   oder  sie  ihnen  zumindest   vergällen  will.  Das
Ensemble,  das  sich  jetzt  gegenseitig  vor lauter Begeisterung selbstbeweihräuchernd
auf die Schultern klopft,  hat möglicherweise aus der Geschichte nichts gelernt.
Abgesehen davon sind zwei Zeilen aus der dritten Strophe der „Internationale“ ohne-
hin  sehr  zutreffend  für  die  FPÖ:  „In  Stadt  und  Land,  ihr Arbeitsleute,  wir sind die
stärkste  der  Partei’n.“..An  diese Tatsache  lassen  wir  uns  immer wieder gerne er-
innern“,  so Kickl.
Der  FPÖ-Chef  selbst  nahm  die  Angelegenheit  mit  Humor,  ließ jedoch dabei eine
gewisse Tiefgründigkeit  nicht missen – und kommentierte auf seiner Facebook-Seite
wie folgt:
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2015-08-20