Fahrten-Vermittlungsdienst sammelt Daten seiner Nutzer


Durchlesen der Datenschutzerklärung von UBER zahlt sich aus

„Uber revolutioniert die Mobilität und birgt mehr Möglichkeiten für jeden. Uber verbindet
durch seine Apps Fahrer und Fahrgäste,  verbessert die Verkehrsinfrastruktur in Städten,
erweitert  das  Angebot  für  alle  und eröffnet Fahrern neue Geschäftsmodelle“,  so stellt
sich der Online-Vermittlungsdienst für Fahrdienstleistungen auf seiner Webseite vor.
UBER  geriet schon mehrmals wegen seiner Preispolitik in die Schlagzeilen.   So auch erst
heute,  wie einem KURIER-Artikel zu entnehmen ist.
Aber es sind nicht die Fahrpreise, über die sich UBER-Kunden Gedanken machen sollten. So
findet man auf Wikipedia beispielsweise nachfolgende Textpassage:
„Uber sammelt umfangreich Daten über seine Fahrer und Kunden. So wird zum Beispiel über
GPS  ausgewertet,  wie  bei  einer  Fahrt  die  exakte Route war,  wann sie gefahren wurde, wer
gefahren  ist,  wer  der  Passagier war,  wo das Auto mal  stoppte und selbst,  wo es langsamer
fuhr oder abgebogen ist.
Uber  hat Daten zu möglichen One-Night-Stands ausgewertet.   Dazu wurden Daten von Per-
sonen  herausgefiltert,  die  nachts  und am frühen Morgen zwei Fahrten buchten,  bei denen
der  Abfahrtsort  der  zweiten  in  einem  Radius von 160 Metern vom Absetzpunkt der ersten
Fahrt  lag.   Auf der Grundlage dieser  Daten wurden Karten von US-Städten erstellt, in denen
die  Bezirke mit vermeintlich besonders vielen One-Night-Stands hervorgehoben dargestellt
wurden.“
Da  staunten  wir  nicht  schlecht  und  wollten  wissen,  ob UBER  tatsächlich  Daten über seine
Nutzer  sammelt.   Also  besuchten  wir  die  Webseite  der  Firma und staunten wiederum nicht
schlecht, als wir uns deren „DATENSCHUTZERKLÄRUNG FÜR NUTZER“ durchgelesen haben.
Zu unserem Erstaunen, stimmen die Nutzer von UBER dieser Datenschutzerklärung zu. Denn
auf deren Webseite prangt unübersehbar folgende Textpassage:
Ob  sich  wirklich  der  Großteil   jener Personen,  welche die Dienste von UBER in Anspruch
nehmen, deren Datenschutzerklärung durchlesen?   Wenn nicht, dann sollten diese das tun,
denn es zahlt sich nämlich aus.
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2016-01-04