Warum werden eigentlich für alle Wahllokale neue Kabinen gekauft?
LINK zur gesamten Presseaussendung
Obige Presseaussendung veröffentlichte gestern der Möbelriese IKEA. Dass der multi-
nationale Konzern darüber glücklich ist, dass er einen Auftrag von 39.000 Wahlkabinen
an Land ziehen konnte, ist nachvollziehbar. Nachdem die Presseaussendung mit
31. März datiert ist, gehen wir davon aus, dass es sich um keinen Aprilscherz handelt.Wir wollten wissen, mit welchem Betrag sich so eine Kabine zu Buche schlägt. Bei IKEA war leider niemand erreichbar, der uns diese Auskunft erteilen konnte. Also haben wir recherchiert und sind auch fündig geworden.
Gehen wir davon aus, dass IKEA auf Grund der Größe des Auftrags für eine Wahlkabine
nur 150,- Euro in Rechnung stellt, macht dies die stolze Summe von 5.850.000,- Euro
aus. Und nun kommt die Gretchenfrage: Warum werden in Österreich für die Bundes-
präsidentenwahl alle Wahllokale mit neuen Wahlkabinen (für knapp 6 Mio. Euro) aus-
gestattet?
Wahlkabinen unterliegen praktisch keinem Verschleiß, da diese nur alle paar Jahre
aus den Lagern geholt, aufgestellt und anschließend wieder retourniert werden. Es
wird sicher vorkommen, dass ab und zu eine Kabine zu Bruch geht. Diese Anzahl wird
jedoch verschwindend gering sein. Im Prinzip müssten aber in Österreich ausreichend
intakte Wahlkabinen vorhanden sein. Warum wird also Steuergeld derart unnötig ver-
schleudert?
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2016-04-01
U P D A T E ..am 2016-04-01, um 20:05 Uhr
Mittlerweile ist davon auszugehen, dass sich IKEA einen Aprilscherz geleistet hat. Offenbar scheint man beim Möbelriesen nicht in Kenntnis zu sein, dass hierzulande Aprilscherze am 1. April getätigt werden. Die Presseaussendung von IKEA erschien jedoch bereits gestern um 14:00 Uhr und ist auch mit dem 31. März datiert. Sieht man sich allerdings so manche Handlungsweise unserer Regierung an (z.B. Grenzzaun), hätte diese Story auch der Wahrheit entsprechen können.
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