Die stummen Gespielinnen
Gehören Sie zu jener Gattung Männer die sich keine Frau anzusprechen trauen und daher
ihr Leben in Einsamkeit fristen? Oder haben Sie die ewigen Nörgeleien Ihrer Ehefrau satt?
Oder sind Sie eher der ökonomisch denkende Mann, der die Kosten für seine Geliebte so
gering wie möglich halten will? Sollten Sie sich mit den vorangegangenen Zeilen identifi-
zieren können, dann wollen wir Ihnen Anita und ihre Freundinnen vorstellen.
Quelle: dream-girl.at
Auf diese „Damen“ und Ihrem Schöpfer sind wir durch einen „Follower“ auf „Twitter“ auf-
merksam geworden. Die Firma „DREAMTECH“ ist österreichweit das einzige Unter-
nehmen, welches sich mit der Herstellung lebensecht gestalteter Silikonpuppen befasst.
Während einige ausländische Erzeuger ihre Puppen als Dekorationsobjekte deklarieren,
hält der Geschäftsführer der Firma „DREAMTECH“, Günter Dusek, mit dem wahren Ver-
wendungszweck nicht hinterm Berg. Er meint: „Unsere Silikon Liebespuppe ist eine
außergewöhnliche Sex-Puppe für Paare oder Singles, die den Pepp einer lebensnahen
Silikon Gespielin zu schätzen wissen…“
Vor- und Nachteile
Die Vorteile der Silikon-Lebensgefährtin liegen klar auf der Hand. Bei einer Trennung ist kein
finanzieller Ruin zu erwarten, wie dies bei Scheidungen durchaus der Fall sein kann. Es ist
mit einem Verlust von maximal 6.000 Euro – dem Kaufpreis der Puppe – zu rechnen. Aller-
dings könnten Anita und Co. weiterverkauft werden, was die Trennungskosten wiederum
senken würde.
Keine Streiterei um die Fernbedienung bei der abendlichen Auswahl des Fernsehprogrammes.
Auch stellt Anita nicht etwa die Frage: „Wo kommst du jetzt daher“, falls das Heimkommen
später ausfallen sollte. Teure Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke von Prada oder Gucci
müssen ebenfalls nicht gekauft werden.
Leider ist Anita mit ihren 41 Kilo Silikon-Lebendgewicht nicht sehr reisefähig. Jeder Hotel-
portier würde vermutlich Verdacht schöpfen, wenn man mit ihr im Schlepptau bei der
Rezeption ein Doppelzimmer buchen wollte.
Beim Sex verhält sich Anita wie viele Ehefrauen und starrt stumm und bewegungslos die
Zimmerdecke an. Allerdings erspart sich der erschöpfte Lover nach dem Geschlechtsakt die
rhetorische Frage: „Liebling war ich gut?“ Aber Anita hat auch Nachteile. Sie kocht, putzt,
wäscht und bügelt nicht.
Kein Rassismus und keine sexuelle Diskriminierung
Um sich den Vorwurf des Rassismus zu ersparen, erzeugt „DREAMTECH“ im europäischen
Standard (helle Hautfarbe), in Latino-Braun und African-Black. Einzig die Asiatinnen sind
nicht im Sortiment vertreten. Aber die in Österreich aufhältigen Asiatinnen haben ohne-
hin Besseres zu tun, als ständig wegen angeblicher Rassendiskriminierung zu reklamieren.
Um dem Vorwurf der sexuellen Diskriminierung von feministischen K(r)ampfemanzen und
Schwulen zu entgehen, entschloss man sich bei der Firma „DREAMTECH“ ab Herbst dieses
Jahres, die männliche Sexpuppe „Adonis“ auf den Markt zu bringen. Der Silikon-Gefährte
ist auf eine Art „Dauerviagra“ gepolt und wird nur mit erigiertem Penis erhältlich sein.
Und bevor wir es noch vergessen: Sollte man eines Tages Anita oder Adonis überdrüssig
sein, so muss man diese nicht entsorgen, sondern kann sie als Heizdecke behalten. Denn
die Silikon-Sexpartner(innen) sind allesamt beheizbar.
Einen Wermutstropfen gibt es bei der Puppenbestellung jedoch. Es können nur die im
Programm vorgefertigte Gespielinnen bestellt werden. Die Anfertigung eines Wunsch-
partners aus Silikon ist nicht möglich. Daher wird beispielsweise aus dem zweifelhaften Ver-
gnügen „in bed with Merkel“ leider nichts werden.
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2012-03-18
Gott als Stalker?
Zum Valentinstag plant die Erzdiözese in Wien, 100.000 (!) „Liebesbriefe von Gott“ zu
verteilen. 100.000 Briefe von jemanden, die niemand bestellt hat. Das wirft natürlich die
juristische Frage auf, ob dies bereits unter „Beharrlicher Verfolgung“ fällt.
„Lass uns wieder einmal miteinander reden!“, heißt es im „Liebesbrief von Gott“,
natürlich ohne Rücksicht darauf ob der Briefempfänger überhaupt an einem Gespräch inter-
essiert ist. Offen ist auch das Thema des Gespräches, aber vermutlich wird es sich ums Geld
handeln, wie uns folgendes Beispiel beweist.
Der Ablass
Diesem Liebesbrief ist zu entnehmen, dass der Empfänger massive Schulden beim Klerus hat.
Weil sich aber auch die Kirche nach der Decke strecken muss, macht sie dem Schuldner ein
erstaunliches Angebot.
Wenn dieser eine Einzugsermächtigung für sein Konto, für mindestens zwei Jahre unter-
schreibt, sind ihm alle bisherigen Schulden zu 100 Prozent erlassen. Na wenn das nicht
christliche Nächstenliebe in Reinkultur ist?
Schuldenerlass gegen Einzugsberechtigung
Allerdings hat der geschäftstüchtige Pfarrer etwas vergessen. Wenn der Kontostand des
gläubigen Schuldners Null aufweist, dann nützt auch die Einzugsberechtigung nichts.
Von soviel Geschäftssinn könnte sich auch der Finanzminister etwas abschauen und Steuer-
schuldnern, gegen eine Einzugberechtigung die anstehenden Steuerschulden erlassen.
Keine Blumen zum Valenstintag
Einen Liebesdienst oder Akt der Nächstenliebe, hat auch die Pharmafirma „Pfizer“ im Sinn.
Auch wenn dieser einer etwas anderen Art angehört, soll am Valentinstag niemand zu kurz
kommen.
Liebesdienst Vorspiel
Unter dem Motto „Jedem Österreicher ab 18 sein Vorspiel“ verschenkt der Pharmariese
„Eintausend“ Brettspiele an seine jetzigen oder zukünftigen Kunden. Das erotische Brett-
spiel mit dem Namen „Vorspiel“ kann ab 14.2. kostenlos auf www.stehtzummann.at be-
stellt werden.
Nach Schweinegrippe kommt Impotenz
Laut Pfizer sind in Österreich rund eine Million Männer zumindest zeitweise von Erektions-
problemen betroffen und leiden im Durchschnitt drei Jahre lang, bevor sie sich entschließen
darüber zu reden oder gar einen Arzt aufzusuchen.
Dieses erotische Brettspiel soll dazu anregen, sich dem Tabuthema „Erektionsstörung“
früher zu öffnen und darüber zu reden. Daraus schließen wir, dass der Pharmariese darauf
abzielt seine blauen Pillen häufiger schneller unter die Leute zu bringen.
Der Plan ist gut durchdacht
Dieser Plan könnte durchwegs aufgehen, denn was ist peinlicher als der Gedanke beim
Liebesakt zu versagen. Glücklicherweise ist bei Pfizer niemand auf die Idee gekommen,
eine Schweinegrippespiel unter das Volk zu verteilen, um so denn Umsatz des Serums zu
steigern.
Dieses ging ja bekanntlich in großen Mengen an die Hersteller zurück, weil die Bevölkerung
so schlau war zu erkennen, dass es der Pharmaindustrie ausschliesslich darum ging, sich mit
einer normalen Grippeerkrankung eine goldene Nase zu verdienen.
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2010-02-10
Wir gehen fremd
Normalerweise liegt unser Betätigungsfeld nur innerhalb von Österreich, obwohl das
Ausland viel mehr an Material hergeben würde. Entweder ist in unserer Heimat nicht
soviel los, oder es wird von den dafür zuständigen Stellen mehr unter den Teppich
gekehrt.
Heute sind wir unserem Grundsatz untreu geworden, denn in einer renommierten Tages-
zeitung haben wir einen wirklich erstaunlichen Beitrag entdeckt.
Amerika, das Land der ungeahnten Möglichkeiten
In San Francisco trafen sich mehrere hundert Sportler zum jährlichen „Masturbathon“.
Wenn Sie nicht wissen was das ist, dann sind Sie nicht allein, denn wir wussten es auch
nicht.
Bei diesem Wettbewerb geht es um zwei mehr oder weniger sportliche Disziplinen und
zwar um Onanie und Masturbation.
Letztere wurde wohl wegen der Geschlechtsneutralität eingeführt. Der Erlös dieser Ver-
anstaltung fließt wohltätigen Zwecken zu.
„Es ist wie ein Marathon, nur mit dem Unterschied, dass einem am Ende nicht die Füße
wehtun“, so ein Teilnehmer.
Good Business
Der Sexartikelhändler „Good Vibrations“, der in San Francisco beheimatet ist, ist einer
der Mitbegründer des „Masturbathon“, der immerhin schon seit dem Jahre 2000 über
die Bühne geht.
Da wird der Umsatz an Gleitgel ganz schön in die Höhe geschossen sein und „Good
Vibrations“ wird es gefreut haben.
Japan in Top Position
Die mehreren hundert US-Bürger hatten allerdings auch mit internationaler Konkurrenz
zu kämpfen, den auch der Weltmeister, Masanobu Sato war aus dem fernen Japan ange-
reist um seinen Titel zu verteidigen.
Sato ist Manager eines japanischen Sexspielzeug-Herstellers und hat in dieser Stellung
sicherlich Gelegenheit ordentlich zu trainieren. Mit einer Onanier-Zeitdauer von neun
(9 !) Stunden und 33 Minuten, verteidigte er seinen WM-Gürtel souverän.
Für uns ergibt sich hier die Frage eines möglichen Dopings. Es könnte doch leicht
möglich sein, dass der Japaner einige kleine blaue Pillen eingeworfen hat.
Ob ein Dopingtest stattgefunden hat, entzieht sich unserer Kenntnis.
Wer bei den Damen Weltmeisterin wurde geht aus dem Artikel leider nicht hervor.
Allerdings finden wir dies ohnehin ungerecht, weil der Körperteil welcher für diese
„Sportart“ in Anspruch genommen wird, bei Frauen nicht der Schwerkraft unterliegt.
Auch bei uns ?
Vielleicht sollte man diesen „Wettbewerb“ auch bei uns einführen und zwar in Sport-
arten wo wir eher zum Internationalen Schlusslicht gehören.
Wenn wir jetzt sarkastisch wären, würden wir sagen Fußball ist nicht unbedingt unsere
Stärke.
Stauni
2009-05-06
Pfizer klagte Mandl
Wie wir bereits im November des Vorjahres berichtet haben, klagte der Pharma-Riese
Pfizer den steirischen Kleinunternehmer R.Mandl, weil der sich erlaubt hatte seine
Kürbiskerne blau einzufärben und unter dem Namen „Styriagra“ zu vertreiben.
(Bericht: Styriagra vs. Viagra im Archiv 11/2008)
Wurde vom Pharmakonzern Pfizer verklagt
Richard Mandl
„Kürbiskern“- R. Mandl gewinnt die 1.Runde
Der steirische Hersteller von blau gefärbten Kürbiskernen mit dem Namen „Styriagra“
hat die erste Runde eines gerichtlichen Streits gegen den Pharmariesen Pfizer gewonnen.
Dieser hatte eine zu große Ähnlichkeit zu seiner Potenzpille Viagra gesehen.
Handelsgericht wies Unterlassungsklage ab
Dem Multinationalen Konzern, der unter anderem auch die Potenzpille Viagra herstellt,
war die optische und namensmäßige Ähnlichkeit mit der Potenzpille offenbar zu groß,
weshalb er gegen „Styriagra“-Erzeuger Richard Mandl rechtliche Schritte einleitete.
Der Vorwurf lautete, der R. Mandl wolle die Berühmtheit der Marke „Viagra“ für
eigene Zwecke ausnützen.
Laut Gericht keine Verwechslungsgefahr
Nach Angaben von Mandls Wiener Anwältin wies das Handelsgericht das Unterlassungs
-begehren mit der Begründung ab, daß aufgrund der unterschiedlichen Abnehmerkreise
eine Verwechslungsgefahr auszuschließen sei, zumal es sich bei Viagra um ein rezept-
pflichtiges Medikament, bei den dragierten Kürbiskernen aber um ein Lebens- bzw.
Genussmittel handle.
Kürbiskerne sehen doch anders aus
Die Original Potenzpille Viagra
Wie die Anwältin allerdings anmerkte, handelt es sich nur um eine vorläufige Entscheid-
ung, die sich auf das Begehren einer einstweiligen Verfügung zur Einstellung von Her-
stellung und Vertriebes der blauen Kürbiskerne bezog.
Das Hauptverfahren stehe noch aus.
„Styrigra“-Hersteller bestreitet absichtliche Ähnlichkeit
Hersteller Mandl hatte den Namen beim Patentamt schützen lassen und bestreitet eine
bewusst genutzte Ähnlichkeit zur Potenzpille: Der Name „Styriagra“ setze sich aus
„Styria“ und „Agra“ wie „Agrar“ zusammen, und Blau sei die einzige Farbe gewesen,
die er noch für keine seiner Kürbiskernkreationen verwendet habe.
Nächste Runde ist noch offen
Man darf gespannt sein wie die 2.Runde ausgeht. Hoffentlich findet sich wieder so
ein weises Gericht, daß den Multikonzern in seine Schranken weist und damit klar-
legt, daß man nicht jeden in Grund und Boden prozessieren kann, auch wenn man
über die notwendigen Geldmitteln verfügt.
Wir bleiben an der Sache dran und werden wieder berichten.
Stauni