Erstaunlicher Vergleich
„Silvester ohne Feuerwerk wäre wie Weihnachten ohne Christbaum.“ Diese erstaunliche
Meinung vertritt Jürgen Siegert, Fachhändler und stellvertretender Obmann des zuständigen
Bundesgremiums des Eisen- und Hartwarenhandels in der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ).
Diese Auffassung ist auch begründet, denn mit den Knallköpern werden zu Silvester immer-
hin rund 8,5 Millionen Euro Umsatz gemacht. Die Krachmacher mit einem Christbaum zu vergleichen ist aber in der Tat erstaunlich. Denn dieser steht meist im Wohnzimmer, wo einSilvesterkracher tunlichst nicht gezündet werden sollte.
Geld verbrennen
Warum Leute nichts besseres zu tun haben, als ihr Geld im wahrsten Sinne des Wortes„in der Luft verpuffen“ zu lassen, werden wohl nur jene wissen die sich diese Knall-
körper kaufen.
Bedenkt man das die Verwendung von Silvesterkracher in der Nähe von Krankenhäuser
und Altenheimen bzw. bei größeren Menschenansammlungen oder überhaupt im Ortsge- biet verboten ist, stellt sich ohnehin die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Erwerbessolcher Lärmmacher.
Herstellung in Kinderarbeit
Auf einen Aspekt den vermutlich die wenigsten Leute wissen, sind wir über die Organi-sation „Jugend Eine Welt“ aufmerksam geworden. Der größte Feuerwerksproduzent weltweit ist China, gefolgt von Indien und einigen Staaten in Mittel- und Südamerika wie
Peru, Guatemala und El Salvador.
Made in?
Kinder stellen in etlichen Fabriken, unter menschenverachtenden Bedingungen jene Feuer-werkkörper her, die dann bei uns in diversen Diskontläden erhältlich sind. Der Konsument
sollte vielleicht einmal einen Blick auf das Herkunftsland, seines erworbenen Krachers
riskieren.
Wofür ist das gut?
Abgesehen vom unnötigen Lärm und Gestank die diese Silvesterkracher verursachen und
die Tatsache dass eine nicht unbedeutende Menge davon in Kinderarbeit hergestellt wird,
stellt sich die berechtigte Frage wofür so ein Knallkörper überhaupt wirklich gut ist.
Wäre es nicht sinnvoller vom Kauf dieser Feuerwerkskörper abzusehen und mit dem erspar-
ten Geld zum Beispiel gut Essen zu gehen?*****
2009-12-28