Peinlicher und inkompetenter Auftritt des Gesundheitsministers
Der vorgestrige Auftritt des Gesundheitsministers zum Ärztemangel in Vorarlberg ist an
Peinlichkeit und Inkompetenz nicht zu überbieten gewesen. Mit Klassenkampf-Schlag-
worten wie Verteilungsprobleme und Verteilungsgerechtigkeit wird das Problem wohl
kaum bewältigbar sein.
Noch vor wenigen Wochen hat sich Stöger als Meister der neuen Erkenntnis betätigt und
eine Studie präsentiert, die den Ärztemangel in Österreich bestätigt hat. Lösungen blieb
Stöger damals schon schuldig. Vorgestern schließlich hat der Gesundheitsminister gar
einen Ärztemangel geleugnet und hat die erstaunten Zuseher mit billigsten Klassen-
kampftönen überrascht.
Seit vier Jahren negiert dieser Gesundheitsminister alle Warnungen und setzt die
Gesundheitsversorgung der österreichischen Bevölkerung fahrlässig aufs Spiel. Lösungs-
vorschläge beispielsweise der Vorarlberger Ärztekammer, die Tarife für Ärztemangel im
ländlichen Raum anders zu gestalten, schiebt er gleich mit dem Hinweis auf die Sozialver-
sicherungen beiseite.
Allerdings sollte vom amtierenden Bundesminister für Gesundheit aber schon auch ein
eigener Gestaltungswille und eine eigene Meinung erwartet werden können. Diese Fest-
stellung ist jedoch leider nur rhetorisch, denn Stöger wird vermutlich nur das vollziehen
was er von der Parteileitung angeordnet bekommt.
Einen gewissen Unterhaltungswert hat das Interview dennoch in den letzten Minuten be-
kommen, als Minister Stöger erklärte, er habe gemeinsam mit Minister Darabos einen
Richtungswechsel eingeleitet, die Österreicher(innen) würden nun mehr Sport betreiben.
Das wäre auch eine Gelegenheit für Stöger. Er sollte schleunigst beginnen die sportliche
Disziplin des Marathonlaufs zu trainieren und seinen Genossen an der Hand nehmen und
mit ihm möglichst weit weg laufen. Damit würde er auch vielen Österreicher(innen)
einen immensen Gefallen erweisen.
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2012-08-16