Die große Lüge von der Datensicherheit


Volksanwalt leitet Prüfverfahren zum BIFIE Datenleck ein

Volksanwalt  Dr. Peter  Fichtenbauer  leitet  ein amtswegiges Prüfverfahren zum BIFIE Daten-
leck ein.  Der Volksanwalt wird sich dabei an die Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek
wenden und  um  Information ersuchen, wie es zu diesem „Datenleck“ kommen konnte,  und
welche  Maßnahmen  in  ihrem  Ressort  zur Aufklärung und vor allem Vermeidung derartiger
Pannen in Zukunft ergriffen wurden bzw. werden.
„Schüler- und  Lehrerdaten  dürfen nicht durch ein IT-Scheunentor ausspioniert werden.  Es ist
daher Anlass gegeben,  alle Aspekte eines behördlichen Missstandes zu prüfen“,  so Dr. Peter
Fichtenbauer.
Fichtenbauer kritisiert insbesondere auch die Tatsache, dass das Datenleck schon im Dezember
bekannt  war  und  erst  durch  Medienberichte an die Öffentlichkeit gelangte.   Das Prüfverfahren
soll  daher  auch Aufschluss darüber geben,  seit wann die Verantwortlichen vom „Leck“ wussten,
und ob die Gegenmaßnahmen genügend rasch und effizient gesetzt wurden.
„Der  Vorfall muss als Mahnung für alle Verantwortlichen der Republik dienen, auf die Gewähr-
leistung der Computersicherheit intensiver als bisher zu wirken“, so Fichtenbauer ergänzend.
Den  Vorwurf  eines  Datenlecks  will  der  SPÖ-Bundesgeschäftsführer  Norbert  Darabos  nicht
gelten  lassen.   Er  meint,  dass  es sich um einen gezielten Angriff gegen das BIFIE gehandelt
hat.  Darabos beruft sich dabei auf erste Analysen der Kapsch Business Com.   Diese besagen
angeblich, dass ein Insider eine Schadsoftware eingespielt hätte.
Für uns ist das wenig glaubwürdig.  Wir werten dies lediglich als Suche nach einem anderen,
vor  allen  unbekannten Schuldigen.   Seine Unglaubwürdigkeit hat Darabos schon in seiner
Amtszeit als Verteidigungsminister mehrfach unter Beweis gestellt.
Aber  gehen  wir  einmal davon aus,  dass tatsächlich ein Hackerangriff stattgefunden hat, der
nicht  abgewehrt  werden konnte.   Wie um alles in der Welt rechtfertigt man dann seitens des
Gesundheitsministeriums  die  Zusage,  dass  Patientendaten in der ELGA sicher wären?  Die
Daten  die  sich  in  der  elektronischen Gesundheitsakte befinden sind zigfach sensibler und
vor allem wesentliche interessanter als jene, die beim BIFIE gespeichert sind.
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2014-02-28