Grünes Demokratieverständnis?!


Direkte Demokratie bei EU-Themen nicht erwünscht

Die  Bevölkerung  lässt  sich  von der EU nicht mehr alles gefallen.   Dies haben jetzt die
Holländer mit einer Volksabstimmung bewiesen und der EU einen Denkzettel verpasst.
In  den  Niederlanden  haben zwei Bürgerinitiativen ein Votum über das Assoziierungs-
abkommen  zwischen  der  EU  und  der  Ukraine  erzwungen  und welches gestern mit
einer  Mehrheit  gegen den Plan aus Brüssel überzeugen können.   61 Prozent der Teil-
nehmer an der Abstimmung sagten Nein zum EU-Ukraine Vertrag.
Diese  herbe  Niederlage,  für  die  immer  öfters fragwürdige der EU- Politik,  rief heute
die Grünen auf den Plan.   Die Fraktionschefin der Grünen im EU- Parlament, Rebecca
Harms,  will nationale Abstimmungen über EU- Themen verbieten.
Harms  vertrat  die  Ansicht,  dass  Volksabstimmungen,  die  so angelegt  sind wie jene in
den  Niederlanden,   die  EU  in  ihrem  Bestand gefährden  können.    Zudem  meinte  die
Grün-Politikern, dass sich europäische Themen für Volksabstimmungen in den einzelnen
Mitgliedsländern  nicht  eignen  und  sprach  sich  deutlich  gegen  die direkte Demokratie
bezüglich EU-Themen aus.
„Wir  sehen  das differenzierter“,  sagte dazu Österreichs Grünen- Chefin Eva Glawischnig
im  „Krone“- Gespräch.   Bei  gemischten Kompetenzen – etwa beim  Thema TTIP – sollte
sehr  wohl auch national abgestimmt werden. (Zitat/Quelle: Kronen Zeitung).   Diese Aus-
sage werten wir als:  „Wasch mir den Pelz,  aber mach mich nicht nass!“   Möglicherweise
wollte  Glawischnig der Fraktionschefin der Grünen im EU- Parlament,  nicht vollends den
Rücken decken.
Glawischnigs  zaghafte  Stellungnahme  könnte  wohl  daran  liegen,  dass  der  von  den
Grünen unterstützte Kandidat für die Bundespräsidentenwahl, Alexander Van der Bellen,
ein glühender  Verfechter der EU ist.   Er wünscht sich sogar,  dass aus der EU ein echter
Staat wird.
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2016-04-08