Kostenwahrheit über Sozialleistungen für Zuwanderer?


Hundstorfer-Entgleisung gegenüber Freiheitlichen

im  Nationalrat zeigt Nervosität des Sozialministers

 
Im  Zuge  der  heutigen  Plenarsitzung  lehnten  alle  andern  Fraktionen einen Antrag der
freiheitlichen  Abgeordneten  Hofer und  Belakowitsch-Jenewein  ab,  der  darauf abzielte,
die  Datenerfassung  durch  die österreichischen Sozialversicherungsträger transparenter
zu  gestalten.   Konkret forderten die beiden Abgeordneten,  Beiträge und Leistungen von
Staatsbürgern, EU-Bürgern und Drittstaatsangehörigen getrennt zu erfassen, um Erkennt-
nisse über die Kostenwahrheit der ungezügelten Zuwanderung zu erhalten.
 
Belakowitsch-Jenewein  konfrontierte  den  Sozialminister  mit  seiner  Rede  in der Parla-
mentssitzung vom 15.9.2009. Damals erklärte der Sozialminister wörtlich:
 
„Im  Jahr 2008  haben die Sozialversicherungsbeiträge aller ausländischen unselbständig
Beschäftigten  2,2 Milliarden  Eur  an Einnahmen gebracht,  die Ausgaben für die gleiche
Personengruppe  betrugen  1 Milliarde Euro.   Sie  können  das alles nachrechnen;  kein
Problem!
 
Für  alle  anderen  monetären Sozialleistungen haben ausländische Arbeitnehmer im Jahr
2008 rund 2 Milliarden Euro eingezahlt, die Leistungen,  die sie für diese Sozialleistungen
bezogen haben, haben 1,7 Milliarden ausgemacht.  – Nach Adam Riese: ein Zahlungsplus
von 1,5 Milliarden,  und diese 1,5 Milliarden landen in den diversen Sozialversicherungen.
Ginge es nach Ihren Plänen,  müssten die Österreicherinnen und Österreicher um 1,5 Mil-
liarden  mehr  einzahlen,  damit  das  gleiche  Leistungsniveau  aufrechterhalten werden
kann.“
 
Dies  steht  allerdings im krassen Widerspruch zu einer Anfragebeantwortung des Sozial-
ministers  vom  November  letzten  Jahres,  in  der Hofer und Belakowitsch-Jenewein die
genaue Datenlage erfragen wollten.  Damals antwortete Minister Hundsdorfer:
 
„Eine derartige Differenzierung kann infolge der bestehenden Datenlage nicht erfasstwer-
den  und  ist  dementsprechend  nach den gültigen Rechnungsvorschriften in den Erfolgs-
rechnungen der Sozialversicherungen nicht vorgesehen.“
 
Dieser  Widerspruch  veranlasste den Sozialminister nicht,  aufzuklären,  wie er zu seinen
Behauptungen im Jahr 2009 gekommen ist, wenn angeblich keine Zahlen erhoben werden,
auch verweigerte er den Antrag anzunehmen,  die einzige Reaktion war,  dass er der frei-
heitlichen Abgeordneten vorwarf,  sie würde an Paranoia leiden.
 
Diese emotionale Entgleisung,  die mit der Würde des Hauses schwer vereinbar ist,  kann
wohl  nur  dahingehend  gewertet  werden,  dass  Minister Hundsdorfer nicht die Wahrheit
sagen  und  weiterhin  mit  ideologischen  Scheuklappen dem ungezügelten Zuzug frönen
möchte.
 
Wir  werden  jedenfalls  auch  weiterhin nicht ruhen,  und wir werden auch in Zukunft ver-
suchen, genaue Zahlen zu bekommen, um Kostenwahrheit zu erhalten.  Die Menschen in
Österreich heben ein Recht darauf“,  versprechen die beiden FPÖ-Abgeordneten.
 
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2013-03-21