Kussverbot

 

Das waren noch Zeiten, als sich echte Kerle vor oder nach dem
Unterricht, vor der Schule die Zähne einschlugen. Auch war es
amüsant, zwei raufenden Mädchen zuzusehen, wie sie sich ge-
genseitig an den Haaren in den Dreck zogen. Der Arbeitsplatz
des Schularztes und des Schulwartes waren krisensicher.
Sie denken sich wohl jetzt, ob wir noch normal sind. Wir kön-
nen Sie beruhigen, die obigen Zeilen sind sarkastisch gemeint.
Anlass dazu war folgendendes Schreiben, daß uns erreicht hat.
 
 

Dieses Phamplet ist das Papier nicht wert, auf dem es steht.

 

Der letzte Satz in diesem Schreiben (… Verhalten zu ungewoll
-ten Entwicklungen führen.(Buben, die Küsse einfordern, etc.))
schlägt dem Fass den Boden aus. Es wird hier unterschwellig
unterstellt, daß sich diese später eventuell zu Vergewaltiger
entwickeln könnten.

 

Ist Columbine noch in Erinnerung ?

 
Wäre dem Schulleiter Siegfried Biermair ein Columbine viel-
leicht lieber ? In seinem seltsamen Brief, werden zwar Handys
oder sonstige elektronische Geräte eingezogen, weiters wird
das Küssen verboten, aber kein Wort davon, daß eventuell mit
-geführte Waffen oder waffenähnliche Gegenstände abzugeben
sind. Das wäre ein sinnvolles Verbot, über das sich auch nie-
mand aufregen würde.

 

Hoffentlich auch dem Herrn Biermair noch in Erinnerung

 

Küsst Sie niemand mehr, Herr Biermair ?

 
Wir können beim besten Willen nicht nachvollziehen, wo Sie
ein Problem bei einem Kuss sehen. Aber vielleicht werden Sie
nicht mehr geküsst, oder haben niemanden zum küssen ? Wenn
das vielleicht Ihr Problem ist, sollten Sie daß nicht an Ihren
Schutzbefohlenen auslassen.

Küsse statt Rauferei

 

Lasst euch nicht unterbuttern !

 
Liebe Mädels und Burschen von der Hauptschule Gunskirchen,
wenn es auf beiderseitiger Einverständnis beruht, begrüßt Euch
weiter mit einem Kuss. Niemand kann Euch das verbieten, denn
Gewalt gibt es ohnehin genug auf dieser Welt.
Hoffentlich kommt in Gunskirchen niemand auf die Idee, den
Ortsnamen auf GUN-KIRCHEN umzubennen.

Stauni