Schlag gegen die organisierte Suchtmittelkriminalität

Kiloweise Drogen, Bargeld und gefälschte Dokumente sichergestellt

Kokain und Marihuana im großen Stil – dazu Bargeld und gefälschte Ausweise. Der Wiener Polizei gelang ein beachtlicher Schlag gegen die mutmaßliche Drogenszene.

Es dürfte sich um ein Geschäft gehandelt haben, bei dem es nicht gerade um Kleinigkeiten ging: Bei einem gezielten Schwerpunkt gegen die organisierte Suchtmittelkriminalität gingen Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) in Wien auf die Jagd nach mutmaßlichen Drogenhändlern.

Mit Erfolg!

Gleich fünf Tatverdächtige konnten die Ermittler identifizieren, anhalten und vorläufig festnehmen. Doch damit war die Arbeit der Polizisten noch lange nicht beendet.

Die Spur führte zu zwei mutmaßlichen Bunkerwohnungen in Wien. Eine davon befand sich im 17. Bezirk, die andere im 19. Bezirk. Was die Beamten dort und bei den Durchsuchungen der Verdächtigen fanden, dürfte das Interesse der Ermittler weiter angefacht haben.

Rund 60 Kilogramm Marihuana und 3,6 Kilogramm Kokain wurden sichergestellt. Zusammen macht das satte 63,6 Kilogramm Suchtmittel. Dazu kamen 1.500 Euro Bargeld, fein säuberlich in einer für die Drogenszene typischen Stückelung, sowie zwei gefälschte Personalausweise.

Die Mischung aus beträchtlichen Drogenmengen, Bargeld und falschen Dokumenten wirft jedenfalls Fragen nach den mutmaßlichen Strukturen hinter dem Geschäft auf. Welche Rolle die einzelnen Verdächtigen gespielt haben sollen, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um fünf Männer im Alter zwischen 25 und 39 Jahren. Vier besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit, einer ist österreichischer Staatsbürger.

Nach den Bestimmungen des Suchtmittelgesetzes wurden alle fünf Verdächtigen angezeigt. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden sie anschließend in eine Justizanstalt gebracht. Für sämtliche Festgenommenen wurde die Beantragung der Untersuchungshaft in Aussicht gestellt.

Ein beachtlicher Fund für die Wiener Polizei. Ob damit ein größerer Drogenhandelsring empfindlich getroffen wurde oder die Ermittler erst an der Oberfläche eines weitreichenderen Geschäfts gekratzt haben, wird sich noch zeigen müssen.

Bis zur rechtskräftigen Verurteilung gilt für alle Beschuldigten die Unschuldsvermutung.

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