Wurde der SOS-Mitmensch-Sprecher in die Ermittlungen involviert?
„Kolportierte Vorwürfe gegen Flüchtlinge brechen großteils in sich zusammen. Ein Großteil der medial kolportierten Vorwürfe ist damit binnen kürzester Zeit wie ein Kartenhaus in sich zu- sammengebrochen.“ Das behauptet heute Alexander Pollak von „SOS-Mitmensch und schreibt von Rufvernichtung und einer Reihe von offenen Fragen. Weiters übt A. Pollak scharfe Kritik daran, dass Teile von Politik, Behörden und Medien mit falschen Vorwürfen, fehlenden Klarstellungen und vorschnellen Verurteilungen Stimmung gegen Asylsuchende und insbesondere die Flüchtlingsprotestbewegung rund um das Serviten- kloster machen würden. Hat man nun den SOS-Mitmensch-Sprecher in die Ermittlungen involviert und sind die Fest- genommenen (es gilt die Unschuldsvermutung) allesamt Unschuldslämmer? Um das zu klären wurde heute zwischen der Redaktion „ERSTAUNLICH“ und Herrn Pollak ein Telefon- gespräch geführt. Pollak wurde natürlich nicht in die Ermittlungen gegen die Schlepper miteinbezogen. Seine Weisheit und die daraus folgenden Behauptungen bezieht er aus einem Zitat der Sprecherin der Wiener Staatsanwaltschaft, Nina Bussek, in einem Kurier-Artikel vom 31.07.2013
Screen: kurier.at „Die sechs sind nicht die Köpfe der Gruppe. Sie haben keine Millionen kassiert, wie kolportiert wird.“ Aus diesem Satz zieht Pollak offenbar den Schluss, dass die Festgenommenen keine Schlepper sind. Leider überlas er die vorigen 5 Worte: „Es geht um wiederholte Schlepperei“. Also sind die Festgenommenen möglicherweise doch keine Unschuldslämmer, wie sich das Pollak wünscht. Vielleicht haben sie nur im Auftrag der ganz großen Bosse Schlepper-Inkasso betrieben und die Drecksarbeit gemacht? (Es gilt die Unschuldsvermutung). Auch wäre es nicht außergewöhnlich, wenn die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen ab- sichtlich Fehlinformationen verbreiten würde. Diese Umstände scheinen dem SOS-Mitmensch- Sprecher offenbar noch nicht in den Sinn gekommen zu sein. Aber wir verstehen die Motivation von Alexander Pollak. Er ist aus Selbsterhaltungstrieb dazu verleitet, sich stets schützend vor Flüchtlinge zu stellen. Denn gäbe es dieses Klientel nicht, dann gäbe es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch „SOS-Mitmensch“ nicht. Und damit würde Herr Pollak keinen gut dotierten Job in diesem Gutmenschen-Verein haben. ***** 2013-08-02