Brief eines Türken
Gastautoren-Beitrag
Zum Jahresausklang möchte ich den Leser(innen) dieses Online-Magazins noch
ein Gedicht präsentieren. Dieses soll dazu anregen darüber nachzudenken, wie
blöd eigentlich jeder ist, der in diesem Land arbeitet und brav seine Steuern bezahlt.
Brief eines Türken an seine Frau.
Sulaika, meine liebe Frau,
ich nix mehr arbeiten am Bau,
auch viel Kollega schon entlassen,
Polier sagt nix mehr Geld in Kassen,
doch du nix denken, das sein schlimm,
ich wissen wie zu Geld ich kimm,
der Allah hat mich nicht verdammt,
hat mich geschickt zu Arbeitsamt.
Die Arbeitsamt ist grosser Tempel,
zeig ich Papier her, machen Stempel.
Ungläubiger gibt viele Blauen,
ich Muselmann erst ganz blöd schauen.
Es scheint hier alles wie verhext,
ich brauch nur schlafen, Konto wächst.
Zahlt Arbeitsamt fuer fünfzehn Kinder,
noch vieles Geld bis nächsten Winter.
Ich bin nun schon 3 Jahre fort,
hast du gemacht noch Kinder dort?
Ist ganz egal, wer Vater is‘,
ein jedes Baby bringt mehr Kies.
Sooft du Rock hebst, froh und munter,
geht Lohn hinauf und Steuer runter.
Ich sein bald reich als wie ein Scheich,
Allah sei mit Österreich.
Heut Zahnarzt sagen, ganz gewiss,
bis morgen hab ich neu Gebiss,
vielleicht, wenn Allahs Wille,
ich nächste Woche neue Brille.
In Österreich leben macht viel Spass,
weil alles zahlt die Krankenkass!
Wenn Ostern Oma kommt, will sehn,
dass Oma kriegt auch scheene Zähn.
In Österreich, dem Paradies,
hat jeder eigenes Gebiss.
Hast du Sulaika, Zelt geflickt,
von vielen Geld was ich geschickt?
Halt Einsamkeit noch bissl aus,
dann bring ich Geld und baue Haus,
vermiete Zelt um Türkenpfunde,
an christliche Touristenhunde,
die sich im Wüstensande aalen
und sich erholn vom steuerzahlen.
Und nun ich machen Briefe Schluss
und sende dir ganz viele Gruss,
bleib du gesund und grüss die Lieben,
sag Papa hat lang Brief geschrieben,
aus wunderbarstem Land der Welt,
wo man für Faulheit kriegt noch Geld!
Wenn Vertrag ist aus, dann krieg ich Rent
und Steuerzahler brennt.
Noch einmal lass ich grüssen euch
und Allah sei mit Österreich!
Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht
Daniel Kreuzer
Arbeitslose Unternehmer ?
Krankes Österreich
In einem Beitrag vom April dieses Jahres, haben wir uns mit den Krankenkassen und deren
Krise befasst, die angeblich durch häufige Erkrankungen von Frau und Herrn Österreicher
hervorgerufen wurde.
Dabei kamen wir auch zur Feststellung, dass die Gruppe der selbständig Erwerbstätigen,
über eine erstaunlich robuste Gesundheit verfügen und die Dienste ihrer Krankenkassa kaum in Anspruch nahmen.Die Verführung zur „Arbeitslosen“
In Österreich gibt es rund 360.000 selbständige Unternehmer und Freiberufler. Bei den
Unternehmen handelt es sich vorwiegend um Klein- und Mittelbetriebe. Für diese gibt es
seit Jänner dieses Jahres ein besonderes „Zuckerl“, den es wurde ihnen eine freiwillige
Arbeitslosenversicherung angeboten.
Für eine monatliche Prämie von 70,- bis 211,- Euro, kann man im Bedarfsfall eine Arbeits
-losenunterstützung zwischen 573,- und 1.235,- Euro pro Monat erwarten. Ganze 678(!) Personen haben dieses Angebot bis Ende Juli 2009 in Anspruch genommen.Schon wieder mehr Arbeitslose
Seit geraumer Zeit wird wieder ein Anstieg der Arbeitlosenrate für die unselbständig
Tätigen für den kommenden Herbst diskutiert, obwohl Industrie, Handel und Dienst-
leister dringend Personal suchen.
Unterschied in Disziplin und Moral
So verschieden können die Sorgen von Berufsgruppen sein. Während selbständigeUnternehmer(innen) dringend Personal suchen, verabschieden sich so manche
Arbeitnehmer(innen) in die obligatorische „Arbeitslose“.
Bedenkt man, dass von 360.000 berechtigen Selbständigen, sich nur 678 Personen
arbeitlos versichern liessen, kann von einer hohen Arbeitsmoral und Disziplin der
AMS-Kurse
Vielleicht könnten man Arbeitsmoral und Disziplin als Unterrichtsgegenstand in dieAlibikurse des AMS einführen. Sie werden zwar bei den Berufsarbeitslosen nicht
auf fruchtbaren Boden fallen, aber vielleicht ein klein wenig schlechtes Gewissen
erzeugen.
Stauni 2009-08-12