Wiener Stadtregierung stellt an sich selbst einen Tätigkeitsantrag
Nachdem die FPÖ gestern im Gemeinderat einen Beschlussantrag einbrachte, in dem SPÖ-
Umweltstadträtin Sima aufgefordert wurde, sie möge für eine ordnungsgemäße Bergung und
Entsorgung der Ölfässer in der Alten Donau sorgen, sah sich die bislang untätige Stadtregier-
ung gezwungen, ebenfalls einen solchen Antrag einzubringen.
Peinlich und bezeichnend für die rot-grünen Rathaus Verantwortlichen, dass Ölfässer plötzlich
zu „harmlosen Blechfässern“ werden und statt der zuständigen Stadtregierung die DHK
(Donauhochwasserschutz-Konkurrenz), deren Teil die Stadt Wien ist, in die Pflicht genommen
wird. Das ist ein klares Schuldeingeständnis, welches leider viel zu spät kommt.
Denn der wahre Skandal besteht darin, dass SPÖ-Umweltstadträtin seit Jahren von der Gefähr-
lichkeit der Ölfässer wissen musste und trotzdem untätig blieb. Sich dann per Antrag selbst
einen Arbeitsauftrag zu erteilen, ist an Erstaunlichkeit kaum zu überbieten. Verräterisch war
auch der Umstand, dass sich die grünen „Umweltaposteln“ nicht zu Wort gemeldet haben.
Der Großteil war bei der Verhandlung gar nicht anwesend.
Wenn die SPÖ gestern von einem Entsorgungsplan sprach, der seit Jahren bereits gezielt die
Alte Donau von Ölfässern befreien würde, so richtet sich auch diese Aussage von selbst.
Denn wenn an einem Tag 100 Fässer von Freiwilligen geborgen werden können, wie viele
Fässer müssen dann am Grund der Alten Donau liegen, wenn tatsächlich bereits seit Jahren
professionell an der Entsorgung gearbeitet wird.
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2013-05-23