6,6 Millionen geschmuggelte Zigaretten sichergestellt – sieben Festnahmen und ein Abgabenschaden von 1,5 Millionen Euro
Ein umfangreicher Zigarettenschmuggel ist der Zollfahndung in Niederösterreich ins Netz gegangen. Nach monatelangen Ermittlungen schlugen die Fahnder nun an zwei Orten gleichzeitig zu. Die Bilanz des Einsatzes: mehr als 6,6 Millionen sichergestellte Zigaretten und sieben festgenommene Tatverdächtige.
Ins Rollen gekommen war der Fall bereits im Februar 2026. Damals wurden im Zuge laufender Ermittlungen mehr als 400.000 geschmuggelte Zigaretten beschlagnahmt. Die Tabakwaren waren aus dem Balkanraum nach Österreich gebracht worden und offenbar für den Weiterverkauf bestimmt.
Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Wien setzten die Ermittler ihre Arbeit fort. Dabei gelang es, weitere Verdächtige auszuforschen und zwei voneinander unabhängige Lieferungen mit illegal eingeführten Zigaretten aufzuspüren.
Nun erfolgte schließlich der Zugriff. An zwei Einsatzorten in Niederösterreich wurden insgesamt sieben Männer auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Die sichergestellte Menge von über 6,6 Millionen Zigaretten verdeutlicht die Dimension des Schmuggelgeschäfts. Für zwei der Beschuldigten wurde in weiterer Folge Untersuchungshaft verhängt.
Doch damit waren die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. An fünf weiteren Standorten fanden Hausdurchsuchungen statt. Dabei kamen zusätzliche Tabakwaren und weiteres Beweismaterial zum Vorschein.
Der finanzielle Schaden für den Staat wird derzeit mit rund 1,5 Millionen Euro beziffert. Den Beschuldigten drohen im Falle einer rechtskräftigen Verurteilung Geldstrafen von bis zu 1,5 Millionen Euro sowie Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.
Die Ermittlungen laufen weiter. Ob hinter den aufgedeckten Lieferungen noch größere Strukturen des illegalen Tabakhandels stehen, wird sich zeigen.
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