Ministerposten ohne Qualifikation
Wie glaubwürdig sind Politiker wirklich und vor allem was sind ihre Aussagen eigentlich
wert? Das beste Beispiel für Unglaubwürdigkeit ist der (Selbst)Verteidigungsminister
Norbert Darabos. Das ist jener SPÖ-Politiker der ein Ministeramt bekleidet, für das er
absolut keine Qualifikation aufweisen kann. Herr Darabos war nämlich Zivildiener.
Am 2.Juli 2010, also vor etwa einem halben Jahr, gab Darabos auf „tt.com“ ein Inter-
view. Neben so manchen inhaltslosen Phrasen die der Verteidigungsminister von sich
gab, ließ er mit einer besonders Antwort aufhorchen.
Auf die Frage ob für ihn das Ende der Wehrpflicht ein Tabuthema bleibt, antwortete
er wörtlich: „Für mich ist die Wehrpflicht in Stein gemeißelt. Mit mir als Verteidigungs-
minister wird es kein Ende der Wehrpflicht geben.“
Wie ein Fähnchen im Wind
Ein Mann ein Wort sollte man meinen. Dies trifft auf diesen SPÖ-Politiker aber offensicht-
lich nicht zu und so wäre der Spruch in „Ein Darabos ein Wörterbuch“ abzuändern.
Denn sechs Monate später ist der Verteidigungsminister völlig konträrer Ansicht.
Im Rahmen der Präsentation seiner Wehrsystem-Modelle, sprach sich Norbert Darabos
heute für die Umstellung des Bundesheeres auf ein Freiwilligenheer aus. Er meinte, dass
das Bundesheer reformiert werden muss und reformiert werden wird. Auch vertrat er
die Ansicht, das ein Freiwilligenheer das Modell der Zukunft sei.
Wenn Darabos ein alter Ägypter gewesen wäre, würde keine einzige altägyptische Hiero-
glyphe überliefert. Denn was der SPÖ-Politiker in Stein gemeißelt hätte, das hätte jedes
kleine Sandstürmchen weggefegt.
Diskussionsthema Wehrpflicht
Über den Sinn oder Unsinn der allgemeinen Wehrpflicht lässt sich vermutlich endlos
diskutieren. Einerseits ist es nicht schlecht, wenn junge Männer Disziplin, Verantwort-
ungsbewusstsein und Gemeinschaftssinn erlernen. Dabei ist auch der Faktor der kör-
perlichen Ertüchtigung nicht zu vergessen.
Anderseits ist es pure Zeitverschwendung im Leben eines jungen Menschen, wenn er
nach sechswöchiger Grundausbildung keine sinnvolle Aufgabe mehr zugeteilt bekommt
und den Rest der Militärzeit totschlagen muss. Diese gängige Praxis ist durch nichts zu
rechtfertigen, auch nicht zur Existenzberechtigung etlicher Goldfasane.
Selbst unter Betrachtung der oben angeführten Argumente, ist der Quantensprung des
Verteidigungsministers mehr als erstaunlich. Nachdem er aber großspurig erklärt hat,
dass es mit ihm als Verteidigungsminister kein Ende der Wehrpflicht geben wird,
kommen wir zum Schluss, dass er von seinem Amt zurücktritt.
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2011-01-17
Krankes Österreich
In einem Beitrag vom April dieses Jahres, haben wir uns mit den Krankenkassen und deren
Krise befasst, die angeblich durch häufige Erkrankungen von Frau und Herrn Österreicher
hervorgerufen wurde.
http://www.erstaunlich.at/index.php?option=com_content&view=article&id=201;ist-oesterreich-so-krank-&catid=1;erstaunliches
Dabei kamen wir auch zur Feststellung, dass die Gruppe der selbständig Erwerbstätigen,
über eine erstaunlich robuste Gesundheit verfügen und die Dienste ihrer Krankenkassa
kaum in Anspruch nahmen.
Die Verführung zur „Arbeitslosen“
In Österreich gibt es rund 360.000 selbständige Unternehmer und Freiberufler. Bei den
Unternehmen handelt es sich vorwiegend um Klein- und Mittelbetriebe. Für diese gibt es
seit Jänner dieses Jahres ein besonderes „Zuckerl“, den es wurde ihnen eine freiwillige
Arbeitslosenversicherung angeboten.
Für eine monatliche Prämie von 70,- bis 211,- Euro, kann man im Bedarfsfall eine Arbeits
-losenunterstützung zwischen 573,- und 1.235,- Euro pro Monat erwarten. Ganze 678(!)
Personen haben dieses Angebot bis Ende Juli 2009 in Anspruch genommen.
Schon wieder mehr Arbeitslose
Seit geraumer Zeit wird wieder ein Anstieg der Arbeitlosenrate für die unselbständig
Tätigen für den kommenden Herbst diskutiert, obwohl Industrie, Handel und Dienst-
leister dringend Personal suchen.
Unterschied in Disziplin und Moral
So verschieden können die Sorgen von Berufsgruppen sein. Während selbständige
Unternehmer(innen) dringend Personal suchen, verabschieden sich so manche
Arbeitnehmer(innen) in die obligatorische „Arbeitslose“.
Bedenkt man, dass von 360.000 berechtigen Selbständigen, sich nur 678 Personen
arbeitlos versichern liessen, kann von einer hohen Arbeitsmoral und Disziplin der
Unternehmer(innen) ausgegangen werden.
AMS-Kurse
Vielleicht könnten man Arbeitsmoral und Disziplin als Unterrichtsgegenstand in die
Alibikurse des AMS einführen. Sie werden zwar bei den Berufsarbeitslosen nicht
auf fruchtbaren Boden fallen, aber vielleicht ein klein wenig schlechtes Gewissen
erzeugen.
Stauni
2009-08-12