Wenn der Millionär plötzlich zum Genossen wird

Eine satirische Betrachtung über die erstaunliche Wandlungsfähigkeit der SPÖ

Millionäre waren in der SPÖ unter Andreas Babler bislang eine Spezies, die man am liebsten gleich mit einer Sondersteuer versehen hätte. Wer viel besitzt, sollte gefälligst mehr abgeben – so lautete die sozialistische Botschaft. Der Klassenkampf schien klar verteilt: hier die Genossen, dort die bösen Reichen.

Doch plötzlich weht ein anderer Wind durch die roten Parteikorridore. Mit dem Auftauchen des Multimillionärs Zeiler scheint sich das sozialistische Weltbild geradezu über Nacht zu verändern. Was gestern noch als kapitalistische Todsünde galt, könnte heute schon als Qualifikation für den Parteivorsitz durchgehen.

Ein Millionär? Na und!

Wenn er der SPÖ vielleicht aus der politischen Sackgasse hilft, darf er offenbar auch ein paar Millionen auf dem Konto haben. Der Klassenfeind wird kurzerhand zum Hoffnungsträger umetikettiert. Aus dem bösen Kapitalisten wird ein potenzieller Retter der Arbeiterklasse. Man möchte beinahe applaudieren ob dieser ideologischen Beweglichkeit. Marx hätte vermutlich seine Freude daran – oder zumindest ordentlich Erklärungsbedarf.

Während Babler und seine marxistischen Weggefährten offenbar zunehmend aus der Mode kommen, wird im roten Lager schon einmal nach einem neuen politischen Maßanzug gesucht. Und siehe da: Er könnte ausgerechnet von einem Multimillionär stammen.

Ob Zeiler allerdings tatsächlich den Job des Parteivorsitzenden übernehmen will, ist ebenso offen wie die Frage, ob er ihn überhaupt übernehmen kann. Denn Andreas Babler denkt offenbar gar nicht daran, freiwillig das rote Zepter abzugeben.

Schließlich hat er sich politisch längst einzementiert. Und wer einmal fest im Beton sitzt, lässt sich bekanntlich nicht so leicht herauslösen – schon gar nicht von einem Millionär, der möglicherweise selbst Ambitionen auf den Chefsessel hegt.

Da könnte die bisherige Begeisterung für den wohlhabenden Genossen rasch abkühlen. Denn sollte Zeiler tatsächlich an Bablers Stuhl sägen, dürfte die alte sozialistische Erzählung vom bösen Millionär plötzlich wieder Hochkonjunktur haben.

Dann wäre Schluss mit der überraschenden Liebe zum Kapital. Dann würde aus dem Hoffnungsträger womöglich wieder ein Klassenfeind. Und die Forderung nach einer Millionärssteuer könnte schneller zurückkehren, als man im Wiener Rathaus „Solidarität“ sagen kann.

Bleibt nur die Frage: Ist ein Millionär in der SPÖ nun ein Problem oder eine Lösung? Die Antwort scheint ganz einfach: Solange er Babler hilft, ist er willkommen. Wenn er Babler gefährlich wird, gehört sein Vermögen vermutlich wieder besteuert.

So flexibel war der Klassenkampf selten

Und wer geglaubt hat, in der SPÖ gehe es immer nur um Ideologie, der muss jetzt erkennen: Manchmal geht es offenbar auch um die Sitzordnung im roten Machtgefüge.

*****

SPÖ des 21. Jahrhunderts ist Spekulanten- und Oligarchenpartei


Milliardärs-Kumpane und Silberstein-Spezi Gusenbauer weiter Aushängeschild für Renner-Institut

 

„Die Tatsache, dass Milliardärskumpane und Silberstein-Spezi Alfred Gusenbauer bis zum heutigen Tag Präsident des SPÖ-Renner-Institutes ist, erlaubt tiefe Einblicke in die sozialistische Seelenwelt des Jahres 2017. Während sauteure Beraterstäbe samt einer Inszenierungsmaschinerie der Bevölkerung vorgaukeln wollen, dass sich die SPÖ für Arbeiter und Pensionisten einsetzt, ziehen im Hintergrund die Repräsentanten des ehemaligen Klassenfeindes die Fäden. Mit Kern und seinen Freundes- und Beraterzirkeln tritt der moralische Niedergang der einstigen Arbeiterpartei offen zu Tage“ sagte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl in Richtung SPÖ.

 

Man könne sich nur wundern, dass man bis heute keinen lauten Aufschrei zum Beispiel des Gewerkschaftsflügels oder der sonst so lauten sozialistischen Jugend in der SPÖ vernommen habe, wenn Alfred Gusenbauer immer noch als Präsident des Renner-Instituts der höchste Repräsentant der Denkwerkstatt und Ausbildungseinrichtung der SPÖ sei. „Was wird hier gelehrt? ‚Börsenspekulationen für Anfänger und Fortgeschrittene‘? ‚Wie werde ich Konsulent von Regierungsmitgliedern fragwürdiger Regime‘? Oder gibt es auch einen Kurs mit dem Titel ‚Von der Arbeiterkammer ins internationale Big Business – Stationen einer sozialistischen Karriere‘?“, fragte sich Kickl.

 

„Der Ehrlichkeit halber muss ich sagen, dass diese Perversion historisch sozialistischer Werte durch Repräsentanten der SPÖ nicht ganz neu ist. Wie wäre es sonst möglich, dass ausgerechnet ein Luxuspensionist namens Karl Blecha als Kämpfer für die Mindestpensionisten angepriesen wird? Kern, der ja jetzt den Luxuspensionen auch den Kampf ansagen will, hat jedenfalls auch nach Silberstein innerparteilich alle Hände voll zu tun, wenn es nicht wieder nur bei Ankündigungen bleiben soll“, schloss Kickl. (Quelle: APA/OTS)

 

*****

2017-08-21


Vollbeschäftigung für Österreich


Schlaraffenland Österreich

Wir haben  bereits in etlichen  Beiträgen über  das Schlaraffenland  Österreich berichtet, in
dem es nicht notwendig ist zu arbeiten,  aber dennoch  ein recht angenehmes  Leben auf
Kosten der Allgemeinheit geführt werden kann.
In einer heutigen APA-OTS Aussendung werden wir in unseren realitätsnahen Ausführungen
bestätigt. Eines dieser Sorgenkinder welches unter permanenten Personalmangel leidet,  ob-
wohl es in dieser Branche jede Menge Arbeitslose gibt, ist die Hotellerie. Diese können gegen-
über dem Kunden, auf Grund fehlenden Personals,  nicht ihre gesamte Palette an Dienstleist-
ungen anbieten, was wiederum zu Umsatzeinbußen führt.

Vollbeschäftigung

Laut einer aktuellen ÖHV-Umfrage unter 1.200 Top-Hotels suchen 84 Prozent der Betriebe
Mitarbeiter,  in Salzburg und  Vorarlberg sogar über 90 Prozent.  „Wenn es nach der Hotel-
lerie ginge, hätte Österreich längst Vollbeschäftigung: 84 % der Betriebe suchen zusätzliche
Mitarbeiter“, so der einheitliche Tenor von Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten
der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).
Fotocredit: ÖHV

Gewerkschaft kontert

Eine derartige Aussage konnte der  vida-Vorsitzender Rudolf Kaske nicht auf sich sitzen las-
sen und konterte:  „Ständig nach neuen billigen Arbeitskräften zu schreien,  bringt den ös-
terreichischen  Tourismus nicht weiter.“  Da hat der Gewerkschaftsmann  etwas  gründlich
missverstanden,  denn die Hotellerie sucht keine  billigeren Mitarbeiter,  sondern wäre  froh
überhaupt genügend Personal zu bekommen.
Allerdings können  wir die Reaktion von  Kaske durchaus  verstehen,  denn wie soll jemand
der  in einem Glaspalast sitzt Kenntnis darüber haben,  wie es in der  Praxis  aussieht.  Dazu
käme noch, wie soll er auch über die Sorgen des Hotelgewerbes Bescheid wissen,  kennt er
doch Hotels vermutlich nur von seinen Urlauben.

Natürlich keine Dienstwägen und Sekretärinnen

Erstaunlich auch folgende  Aussage von Kaske:  „Nur lamentieren  führt sicherlich nicht zum
Ziel!  Vielleicht  sollte  man  besser darüber nachdenken,  wie man  die  Mitarbeiter(innen)  im
Tourismus motivieren kann. Wer nichts für die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten unter-
nimmt, darf sich nicht wundern, wenn er immer wieder ohne Personal dasteht.“
Da  verwechselt  der gute  Mann Äpfel mit Birnen. Hotelangestellte  sind keine  Gewerkschafts-
bonzen,  denen  Dienstwägen und  Sekretärinnen zur Seite  gestellt werden.  Während Kaske
diese Annehmlichkeiten,  die von Mitgliedsgelder und staatlichen Subventionen finanziert wer-
den genießt,  müssen Hotelunternehmer(innen)  um jeden einzelnen Euro kämpfen,  um ihre
Betriebe aufrecht zu erhalten, Personal zu bezahlen und selbst über die Runden zu kommen.

Die Lösung

Der vida-Vorsitzende lädt die ÖHV ein,  schon heute mit der  Gewerkschaft  darüber nachzu-
denken,  wie Mitarbeiter(innen) künftig an die Branche und an ihren Beruf gebunden werden
können.
Ob das so eine gute Idee ist sei  dahingestellt.  Betrachtet doch die Gewerkschaft nach marxis-
tischer Manier,  jeden Unternehmer als Klassenfeind.  Wir hätten da eine wesentlich effizientere
Methode. Ersatzlose Streichung der Arbeitslosenunterstützung und schon wäre das Personal-
problem in der Hotellerie gelöst.
*****

2010-12-09
 

Der neue Klassenfeind

 

Ahnungsloser Minister

Von den tatsächlichen Verhältnissen am Arbeitsmarkt dürfte Sozialminister Hundstorfer
nicht wirklich viel Ahnung haben, sonst hätte er nachfolgenden Vorschlag, den man ge-
trost als „Schnapsidee“ bezeichnen kann, nicht entwickelt.

Überstunden abbauen

Er meint tatsächlich, dass man durch den Abbau von Überstunden neue Jobs schaffen
und die Arbeitslosigkeit verringern kann. Laut EU-Vergleich arbeiten Frau und Herr
Österreicher in der Woche durchschnittlich 42,9 Stunden und damit am längsten im EU-
Raum.

Würde diese Wochenstundenleistung auf 39,1 Stunden (durchschnittliche Arbeitszeit in

Dänemark) verringert werden, könnten damit 84.000 neue Arbeitsplätze geschaffen
werden. So die Milchmädchenrechnung des Sozialministers.

Leistungsdesorientiert

Naturgemäss stiess dieser Vorschlag bei Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Grünen und
SPÖ auf große Zustimmung. Wahrscheinlich hängt das mit der „Leistungsorientierung“
dieser Parteien und Organisationen zusammen.

Klassenfeind Überstunden

Die Überstunden die dem Sozialminister so ein Dorn im Auge sind, werden von arbeitswil-
ligen und leistungsorientierten Arbeitnehmern erbracht. Betriebe sind auf die Leistung dieser
Mitarbeiter angewiesen, da es ansonsten in Produktion oder Dienstleistung Engpässe geben
würde.

Wir haben am 20.05.2009 nachfolgenden Beitrag geschrieben, den sich Herr Hundstorfer viel-

leicht einmal durchlesen sollte.
http://www.erstaunlich.at/index.php?option=com_content&view=article&id=244;arbeitsunwillig&catid=1;erstaunliches

Arbeitsunwillen

Es ist zwar nicht von der Hand zu weisen, dass es in exponierten Lagen „wirkliche“ Arbeits-
lose gibt, aber in Großstädten und Ballungszentren es eher am mangelnden Arbeitswillen liegt,
dass wir eine derart hohe „Arbeitslosenrate“ haben.

Es ist doch ein erstaunliches Phänomen, dass Firmen wöchentlich tausende Euros in Stellen-

angebote diverser Tageszeitungen investieren, obwohl so viele Leute keine Arbeit finden.

Vielleicht einmal ein Lokalaugenschein

Vielleicht sollte der Sozialminister auch einmal bei einem Vorstellungsgespräch, eines vom
AMS vermittelten Jobsuchenden dabei sein, um sich selbst ein Bild machen zu können.
Ausser dem Firmenstempel auf dem AMS-Formular, haben diese Leute kein kein anderes
Interesse, geschweige denn an einem Job.

Arbeitswillige bestrafen

Nun will Herr Hundstorfer durch Streichung der Überstunden jene Leute „bestrafen“, die
durch ihren Arbeitswillen einen dementsprechenden Gehalt beziehen, weil sie Überstunden
leisten und dadurch zur Leistungsfähigkeit des Betriebes beitragen.

Durch Abschaffung von Überstunden würde kein einziger Arbeitsplatz geschaffen werden,

sondern im Gegenteil würden Firmen in Gefahr laufen, ihr Plansoll nicht mehr erfüllen zu
können.

Schuss ginge nach hinten los

Die Folge davon wäre, dass Betriebe eventuell in wirtschaftliche Schwierigkeiten schlittern
und dies bis zur Schliessung derselben führen könnte. Dann wären wirklich Arbeitslose
vorhanden.

Ein Lösungsvorschlag

Wir hätten eine bessere Idee zur Senkung der Arbeitslosenrate. Bei zehn angebotenen und
abgelehnten Jobangeboten, der betreffenden „arbeitslosen“ Person, die Arbeitslosenunter
-stützung ersatzlos zu streichen.

Stauni

  
2009-08-14
  

Inhalts-Ende

Es existieren keine weiteren Seiten