LESERBRIEF
Sehr geehrte Damen und Herren!
Der Verein „Neue Thayatalbahn“ hat nunmehr eine Online-Petition gestartet, um den von
der NÖ-Verkehrspolitik geplanten Abriß der Gleise zu verhindern, sowie die Einhaltung
der Versprechen einzufordern. Die Petition richtet sich an Landeshauptmann Erwin Pröll,
welcher sich seit vielen Jahren für die Revitalisierung der Thayatalbahn ausspricht -zuletzt
bei der grenzüberschreitenden NÖ-Landesausstellung 2009 „Getrennt – Geteilt – Vereint“
(O-Ton siehe http://www.radio.cz/de/artikel/128747).

Die Petition kann auf www.thayatalbahn.at eingesehen und unterzeichnet werden. Auf dem
Informationsportal finden Sie auch weitere umfangreiche Informationen. Unter diesem
„LINK“ finden Sie die prominenten Unterstützer:
Landeshauptmann Erwin Pröll kann sich als jahrelanger Verfechter für die Thayatalbahn
nun endlich beweisen, und den Einstellungsbescheid, welcher die Zurücklegung der Kon-
zession bewirkt, beeinspruchen! Die Einspruchsfrist gegen den Bescheid des Amts der NÖ
Landesregierung (Akt. Zhl.: RU6-E-2872/001-2010). Auch der Bund schloß im Jahr 2005
ein bilaterales Abkommen mit Tschechien, welches den Lückenschluss und Ausbau der
Strecke zum Inhalt hatte.
Als einen der Erstunterzeichner konnten wir Petr Pithart, erster postkommunistischer Minis-
terpräsident der Tschechischen Republik, stellvert., Vorsitzender des Senats der Tschechi-
schen Republik, Charta 77-Erstunterzeichner und führender tschechischer Intellektueller
sowie weiter Prominente aus dem In- und Ausland gewinnen.
Weiters sind nun auch internationale Sägewerke daran interessiert, die Thayatalbahn für
den Holztransport zu nutzen – hierbei könnten bis zu 1,4 Millionen Festmeter Holz pro Jahr
auf die Schiene verlagert werden. Auch gibt es bereits Wirtschaftlichkeitsberechnungen
zum IBE (Infrastrukturbenützungsentgelt – Bahnmaut).
Wir möchten auch einen Spendenaufruf starten. Die Arbeit des Vereins (Flugblätter, Inserate,
usw) sowie die Erstellung und ständige Wartung unserer Homepage (www.thayatalbahn.at)
erfordert viel Zeit, aber vorallem finanziellen Aufwand. Der Mitgliedsbeitrag für 2011 beträgt
10 Eur, Beträge darüber freuen wir uns als Spenden entgegenzunehmen. Wenn Sie unsere
Vereinsarbeit unterstützen möchten, freuen wir uns auf ihre Unterstützung, unter Nennung
von Namen und Adresse, auf:
Waldviertler Sparkasse von 1842 – KtoNr. 0000-009886, BLZ: 20263
Wir freuen uns auf ihre eventuelle Unterschrift und möchten um Weiterleitung der Petition
bitten.
Mit freundlichen Grüßen,
Egon Schmidt,
Obmann Verein „Neue Thayatalbahn“
www.thayatalbahn.at
www.twitter.com/thayatalbahn
Facebook: www.bit.ly/9IMD6x
Medien- und Pressereferat
Plattform „Pro Thayatalbahn“
Verein „Neue Thayatalbahn“
M presse@thayatalbahn.at
I www.thayatalbahn.at
2010-12-20
Auf mehreren Hochzeiten tanzen
An und für sich ist es die Aufgabe des ÖGB, sich um die werktätige Bevölkerung zu küm-
mern und deren Rechte gegenüber Arbeitgeber zu wahren. Da sich aber in letzter Zeit
ein Trend zur Arbeitsunwilligkeit abzeichnet, springt der ÖGB auch auf diesen Zug auf.
Immerhin kann man ja auch von diesem Klientel einen Mitgliedbeitrag kassieren, wenn
diese dementsprechend beraten und betreut werden. Also startet der ÖGB unter dem
Motto „Arbeitslos – was nun?“ einen Infoabend rund um das Thema Arbeitslosengeld.
Aufschlussreicher Infoabend
Am Dienstag den 27. April 2010, findet ein derartiger Informationsabend in der ÖGB-
Zentrale in Wien 2., Johann-Böhm-Platz 1 statt. Beginn ist um 19:00 Uhr. Recht interes-
sante Themen werden referiert.
Zum Beispiel gibt es ausführliche Information über Antragsstellung, wie viel Geld man
bekommt und vor allem wie lange. Welche Rechte ein Arbeits(unwilliger)loser hat. Ganz
nebenbei wird auch über die Pflichten berichtet.
Eigeninitiative ist nicht gefragt
Was wir in der Ankündigung des ÖGB vermissen ist die Tatsache, dass es offensichtlich
nicht vorgesehen ist die Leute zu informieren, wie sie einen neuen Job bekommen. Das
lauschende Publikum zu etwas Eigeninitiative zu inspirieren scheint kein Programmpunkt
des bunten Abends zu sein.
Da wollen wir doch ein wenig behilflich sein. Man könnte ja zum Beispiel eine der Tausen-
den, beim AMS gemeldeten freien Stellen annehmen. Okay, das AMS hat nicht den besten
Ruf und daher bieten wir eine Alternative an.
Ein paar Euros investieren
Die Investition einiger Euros in den Erwerb der Tageszeitungen Krone und Kurier, speziell
Freitag, Samstag und Sonntag ist sicher lohnend. Darin inserieren hunderte Firmen und bie-
ten Jobs in allen Bereichen, von der WC-Wartefrau bis zum Hochbauingenieur an. Die Anzahl
der Stellenangebote wird für ein Menschenleben nicht ausreichen.
*****
2010-04-21
Ein lukratives Geschäft
Ein gutes Geschäft dürfte die Online-Partnerschaftsvermittlung sein, denn in Österreich haben
rund 900.000 Personen, einen solchen Dienst bereits in Anspruch genommen. Warum eine
derart hohe Anzahl von Partnerschaftssuchenden im Web ihr Glück suchen, hat mannigfaltige
Gründe.
Das Internet und seine Vorteile
Viele Suchende haben keine Lust oder keine Zeit am Wochenende durch diverse Discos zu
tingeln, um die Liebe ihres Lebens zu finden. Für ältere Semester bieten sich diese Tanz-
schuppen ohnehin nicht mehr als geeignetes „Jagdrevier“ an.
Auch für Schüchterne ist es schwierig, in aller Öffentlichkeit zu Flirten. Da ist es doch gut,
dass es das Internet gibt. Man kann gemütlich von Zuhause, im Schlafrock und Schlappen
im Web herumsurfen und auf einem einschlägigen Portal, den geeigneten Partner suchen.
So lange es nicht zum Treffen kommt kann man auch „ungestraft“ flunkern, was Körper-
größe, Gewicht, Beruf udgl. betrifft. Und wenn man einen „Korb“ bekommt, lässt sich
dieser mit einem Mausklick bereinigen.
Die Branche boomt
Einige findige Geschäftsleute haben aus der Online-Partnersuche kräftig Kapital ge-
schlagen und Plattformen für die Suchenden eingerichtet. Durch die Bezahlung eines
Mitgliedbeitrags, ist es möglich sich virtuell auf Freiersfüßen zu bewegen.
Über Umsatzzahlen der Singlesbörsen gibt es keine konkreten Zahlen, jedoch dürfte es
kein schlechtes Geschäft sein und vor allem boomt die Branche. Da ist es doch nicht
erstaunlich, dass auch die Kirche mitmischen will.
Der Klerus geht online
Mit einer Online-Partnerschaftvermittlung https://www.kathtreff.org/ hat sich der Klerus,
am Markt zu etablieren versucht um am großen Kuchen der einsamen Herzen mitnaschen
zu können.
Weil der liebe Gott oder der Papst, wir wissen es leider nicht so genau, gegen „wilde“
Beziehungen ist, legt der Betreiber dieser Plattform Wert darauf, nicht als Singlesbörse
oder so ähnlich, sondern als „Heiratsportal für Katholiken“ bezeichnet zu werden.
Nur exklusiv-katholische Mitglieder
Auf dieser Plattform dürfen jedoch nicht alle Partner- pardon Heiratssuchende mitspielen.
Abgesehen vom Mindestalter von 18 Jahren, dass für uns auch verständlich ist, muss der
Suchende dem katholischen Glauben angehören, bzw. in Vorbereitung sein ein Katholik
zu werden.
Die Rechtfertigung für die Glaubensbedingung ist mehr als erstaunlich und deshalb geben
wie diese wortwörtlich wieder:
Warum ist dieser Heiratsdienst katholisch?
Es gibt folgende Gründe für eine exklusiv-katholische Vermittlung: Die Erfahrung zeigt, dass
sich das gemeinsame religiöse Leben der Ehepartner (ein wichtiger Bestandteil der Ehe!)
leichter verwirklichen lässt, wenn zu dem immer bestehenden unterschiedlichen Vorlieben
und Charakteristiken nicht auch noch konfessionelle Schranken hinzukommen. Zweitens,
die in unserer Gesellschaft ohnehin sehr anspruchsvolle religiöse Erziehung wird bei Kindern
gemischt-konfessioneller Eltern oft noch schwieriger. Ciceros Beschreibung der Freundschaft
als „Übereinstimmung in göttlichen und menschlichen Dingen“ kann in einer weitgehend
nicht-christlichen Umgebung leichter unter Katholiken gelingen: Durch die spezifisch
katholische Lehre über den Menschen, die Familie und die Welt ist ein starker gemeinsamer
Nenner gegeben, der in vielen übrigen Fragen um so mehr Toleranz und Verständnis für den
anderen ermöglicht.
Hier wird ein Zitat von Cicero auf eine erstaunliche Weise interpretiert. Dann wollen wir
ebenfalls eine Interpretation zu Besten geben und zwar dem obigen Text betreffend.
Wir interpretieren
Ganz nüchtern heißt dies für uns, dass eine Ehe zwischen verschieden gläubigen Partnern
nicht funktionieren kann. Daraus schließen wir weiter, dass z.B. ein schwarzer Moslem nicht
das Zeug hat, eine weiße Christin in einer Ehe glücklich zu machen.
Auch Juden, Buddhisten, Hindus und alle Andersgläubigen, sind ebenfalls nicht in der Lage
mit einer Person christlichen Glaubens, eine glückliche Beziehung zu führen. Deshalb ist
diese Partnerschaftsvermittlung nur rein exklusiv-katholischen Personen vorbehalten.
Rassistische Aussage
Diese Einstellung ist wohl von christlicher Nächstenliebe meilenweit entfernt und ist für
uns eine rassistische Aussage. Außerdem wäre es interessant, wie „Kathtreff“ in Er-
fahrung bringen will, dass der/die Suchende auch wirklich katholisch ist.
Die Finanzierung
Erstaunlich, ja fast erheiternd ist die Rechtfertigung warum das Service der Webseite
kostenpflichtig ist. Dazu meint „Kathtreff“ folgendes wörtwörtlich:
KathTreff.org finanziert sich über einen geringen Mitgliedsbeitrag. Dadurch werden die
Kosten für die Einrichtung, die Werbung und die ständige Betreuung der Webseite gedeckt.
Die Kostenpflicht bietet darüber hinaus einen gewissen Schutz vor oberflächlichen Flirtern.
Als wenn ein Kostenbeitrag „oberflächliche Flirter“ davon abhalten würde, auf einer
klerikalen Singlesbörse auf „Jagd“ zu gehen. Das sich „Kathtreff“ durch die geringen
Mitgliedsbeiträge selbst finanziert, ist etwas verharmlost ausgedrückt.
Satter Jahresgewinn
Wir haben da einmal überschlagsmäßig kurz nachgerechnet. Es werden 3 verschiedene
Varianten der Mitgliedschaft angeboten. 3 Monate für 30,- Euro, 6 Monate für 50,- Euro
und 12 Monate für 85,- Euro.
„Kathtreff“ gibt an 4.500 registrierte Mitglieder zu haben. Da wahrscheinlich nicht alle
Personen ein Jahresabo haben, berechnen wir einen Durchschnitt. Wir addieren die drei
einzelnen Angebotspreise und dividieren diese Summe dann durch drei.
So ergibt sich eine Durchschnittszahlung von 55,- Euro pro Mitglied. Wenn man diese
Summe dann mit 4.500 multipliziert, erhält man den stolzen Betrag von 247.500,- Euro.
Für die Betreuung dieser Webseite ist ein Mitarbeiter erforderlich. Werbung muss natürlich
auch gemacht werden, wobei für diese auch die Pfarrer bei ihren Predigten zur Verfügung
stehen.
Aufrichtigkeit wäre doch eine christliche Tugend
Als Personalkosten, Werbeausgaben und Sonstiges veranschlagen wir 50.000,- Euro. Bringt
man diese von den 247.500,- Euro in Abzug, ergibt sich ein Jahresgewinn von 197.500,-
Euro. Also von einer reinen Selbstfinanzierung kann da wohl nicht mehr gesprochen werden.
Da wäre doch die ehrliche christliche Antwort, „Wir wollen Geld verdienen“ aufrichtiger
gewesen.
Wenn Sie nun noch Ihr Lieblingsgebet und Ihren Lieblingsheiligen, neben den 08/15-Fragen
bei der Registrierung angeben, sind Sie Mitglied in einer „exklusiv-katholischen“ Heirats-
dienstbörse.
Stauni
2009-10-02