Armut hat viele Ursachen und viele Folgen
Jeder zehnte Österreicher muss beim Essen sparen, knapp 400.000 Personen können sich keine neue Kleidung leisten, 300.000 ÖsterreicherInnen leben in Wohnungen, die sie nicht angemessen warm halten können. Rund 100.000 Kinder leben in Österreich in Armut, rund 250.000 sind armutsgefährdet, etwa eine Million Menschen leben bereits unter der Armuts- grenze. Diese Armut, die auch viele Kinder und Jugendliche betrifft, hat drastische Folgen– Folgen für die Gesundheit, die Bildung und die Möglichkeiten der sozialen Teilhabe. Wer erwerbslos, alleinerziehend oder einen schlecht bezahlten und unsicheren Job hat, ist be- sonders armutsgefährdet. Die Worte im obigen Absatz stammen aus keiner Rede oder einer Presseaussendung eines FPÖ-Politikers. Nein, zu diesem Erkenntnis kam die Sozialsprecherin der NÖ Sozial- demokraten, LAbg. Christa Vladyka, zu den heutigen Beratung des NÖ Landesparlaments im Zuge einer Aktuellen Stunde zum Thema „Neue Armut“. Allerdings sucht sie die Schuld bei der ÖVP, der FPÖ und dem BZÖ.
Da staunen wir aber, denn sind es nicht gerade Politiker(innen) der SPÖ – egal auf Bundes- oder Landesebene – die dieses Desaster zu verantworten haben. Begonnen von extremen Gebührenerhöhungen bis hin zum Verspekulieren von Steuergeld. Selbst bei den wirklich sozial Bedürftigen scheute die SPÖ nicht davor zurück, Zuschüsse (wie etwa für Heizkosten udgl.) rigoros zu streichen. Im Gegenzug wurden dafür Unsummen an Subventionen für diverse dubiose Vereine aus- bezahlt. Aber auch Wirtschaftsflüchtlinge und Asylbetrüger(innen) kamen nicht zu kurz. Diesen wurden auf Kosten der Steuerzahler eine kuschelige soziale Hängematte bereitet. Dass dann für Österreicher nicht mehr viel übrig bleiben kann liegt in der Natur der Sache. Unter diesem Aspekt ist die Ankündigung von Werner Faymann erstaunlich, wofür er und seine SPÖ gekämpft haben will und in Zukunft zu kämpfen beabsichtigt.
Screen: spoe.at
Steigende Arbeitslosenzahlen zeugen nicht gerade vom Erfolg eines aussichtsreichen Kamp-
fes um jeden Arbeitsplatz. Die Bildung ist mittlerweile derart geschrumpft, sodass sogar
Wahlwerbeplakate in ausländischer Sprache aufgehängt werden müssen. Die Ankündig-
ung des Kampfes um sichere Pensionen empfinden wir als Verhöhnung der Pensionisten.
Diese können ein wahres Lied davon singen, wie es in der Realität wirklich aussieht. Und
was das „leistbare Wohnen“ betrifft, braucht man sich nur die teils massiven Preiser-
höhungen bei „Wiener Wohnen“ und/oder bei anderen der SPÖ nahestehenden Wohn-
raumvermieter anzusehen.
Immerhin ist der ehemalige Aushilfstaxifahrer seit dem 2. Dezember 2008 Bundeskanzler und
seine Partei der große Koalitionspartner in der Bundesregierung. Demnach stellt sich die be-
rechtigte Frage, was haben Werner Faymann und seine Genoss(innen) in den letzten 4 ½
Jahren eigentlich gemacht?
Folgt man den Worten der NÖ SP- Sozialsprecherin, Christa Vladyka, kann man nur zu dem
Schluss kommen, dass Faymanns Bemühungen – aus welchen Gründen auch immer – nicht
von Erfolg gekrönt waren. Daher sind seine großmundigen Versprechungen für die Zukunft
mit Skepsis zu betrachten und man sollte diesen eher keinen Glauben schenken.
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2013-09-19