Der Anfang vom Ende der Eurozone


Eurobonds als Wegbereiter für den Untergang der Eurozone

Die  EU-Kommission drängt auf gemeinsame  Staatsanleihen der Euro-Länder.  Diese

Woche  soll die  Entscheidung fallen.  Man muss sich  vor Augen führen,  was hinter

der Bedeutung „Euro-Bonds“ steckt.  Nämlich die gemeinsame Haftung für gemein-

same Staatsanleihen.

 

Vereinfacht gesagt haften damit Österreich und die anderen Nettozahler für den Rest,

wohl mit Fokus auf die südlichen Pleiteländer. Die österreichischen Steuerzahler(innen)
voll  und  unbegrenzt  für  Ausgabenentscheidungen  in anderen  Ländern haftbar  zu
machen,  wird wohl oder übel in einem Ende der Eurozone enden.

 

Das Problem der Eurozone ist ja gerade die jahrelange Schuldenpolitik einiger Länder,

finanziert über Ramsch-Anleihen am Finanzmarkt.   Und genau diese Staaten werden
nun dazu eingeladen, mit den Euro-Bonds ein weiter Schulden zu machen.

 

Schließlich  würden vom Staatsbankrott bedrohte Länder auf einen Schlag niedrigere

Zinsen bezahlen,  wenn sie nicht mehr allein für ihre Schulden haften müssten.  Wie

Währungskommissar Rehn so treffend formulierte, hat die Krise  nun Kerneuropa er-
reicht.

 

Wenn das selbst schon angeschlagene Kerneuropa jetzt auch noch für die ganze Euro-

zone haftet, dann geht bald ganz Europa Bankrott.  Die einzige Option wäre,  dass die

Pleitestaaten aus der Eurozone ausscheiden müssen. Und das unter Inkaufnahme aller

etwaigen negativen Begleiterscheinung.  Denn besser ein Ende mit Schrecken,  als ein

Schrecken ohne Ende.   Gemeinsame Anleihen und gemeinsame Haftung,  bedeuten

nämlich auch den gemeinsamen Bankrott.

 

*****

2011-11-22