Anfrage an die Innenministerin


Sehr geehrte Frau Innenministerin!
 
Wir haben schon mehrfach über den gesetzlosen Zustand entlang des Marchufers auf öster-
reichischem  Hoheitsgebiet  berichtet.   Egal ob am Tag oder in der Nacht, setzen Slowaken
mit Booten ans österreichische Ufer über und begehen Raubzüge. Einbrüche in der dortigen
Region etablierten Fischerhütten sind zur Tagesordnung geworden.   Der Blog  „Die March-
fischer“ berichtet sehr ausführlich darüber.
 
Im heurigen Jahr sind bereits über 50 Fischerhütten aufgebrochen worden. Letzter Einbruch
war gestern, zwischen den Gemeindegebieten Waidendorf und Dürnkrut an der March.  Bei
diesem kriminellen Akt wurden gleich zwei Hütten aufgebrochen und leergeräumt.
 
Ein  besonders  eklatanter  Fall  ereignete  sich erst am 13.Juli 2012.   Da wurde direkt am
gegenüberliegendem Marchufer (Entfernung ca. 50 Meter) mit schweren vollautomatischen
Waffen  geschossen.   Offenbar  diente  diese  Übung einer Funktionskontrolle der Waffen,
welche  slowakische  Einbrecher  mit  sich  führen.   Im Beitrag (LINK) haben wir darüber
berichtet. Der Vorfall ist aktenkundig.
 
Wir haben nun einige Recherchen angestellt und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekom-
men.  Alle Einbrüche werden bei der Polizei unter einem Einbruch als „gewerblich“ geführt.
Dies dient offenbar dazu, die Kriminalstatistik zu schönen.
 
Für  die  Überwachung  von  91 Flusskilometer sind monatlich  2 mal 3 Stunden genehmigt.
Das wäre ungefähr vergleichbar,  wenn jemand mit einer 5 Liter Gießkanne die Sahara be-
wässern wollte.
 
Vor dem Abzug des Bundesheeres waren in der Region 160 Polizisten und 150 Soldaten mit
der Überwachung der Staatsgrenze  (verläuft in der Flussmitte) beauftragt.   Heute sind es
genau 34 Polizisten, denen aber auch zahlreiche andere Tätigkeiten   – beispielsweise Über-
wachung der Abfallwirtschaftsgesetzes etc. –  aufgetragen wurden. Tatsächlicher Ist-Stand
am Polizeiposten Dürnkrut sind 18 Mann und am Posten Marchegg 16 Beamte.
 
Dass es für 34 Beamte  – denen noch dazu jede Menge andere Aufgaben übertragen wur-
den  –  unmöglich  ist   91 Flusskilometer  überwachen  zu können,  wird jedermann(frau)
einleuchten. Und so sieht es in der Region auch aus. Es herrscht ein absolutes Sicherheits-
defizit.
 
Wie  wir auch in Erfahrung bringen konnten,  ist die Gründung einer Bürgerwehr geplant,
da der Staat eindeutig unter Beweis gestellt hat,  dass er die Sicherheit seiner Bürger(in-
nen) in dieser Region nicht mehr gewährleistet.
 
Die  Gründung  einer Bürgerwehr in einem demokratischen Rechtstaat sollte den verant-
wortlichen Politiker(innen) zu denken geben.  Es ist nämlich ein Armutszeugnis für einen
Rechtsstaat, wenn Bürger(innen) solche Maßnahmen ergreifen wollen und offenbar müs-
sen,  da  der  Staat  nicht  mehr  seiner Verpflichtung nachkommt,  die Sicherheit seiner
Bevölkerung zu gewährleisten.
 
Dass  es  unter  Umständen auch zu schweren Eskalationen  kommen kann ist nicht aus-
zuschließen.   Unsere Frage lautet nun dahingehend, was gedenken Sie zu tun um in der
betroffenen Region wieder Recht und Ordnung herstellen zu lassen.   In Erwartung Ihrer
geschätzten Antwort zeichnen wir
 
mit freundlichen Grüßen
Die Redaktion von
www.erstaunlich.at
 

Anmerkung der Redaktion

An der Tagesordnung: Krimineller Slowake auf Raubzug in Österreich
 
Obiges  Schreiben  haben  wir heute an die Innenministerin,  Mag. Johanna Mikl Leitner,
gemailt. Wir sind schon sehr gespannt, wie die Antwort ausfallen wird. Zusätzlich haben
wir uns an die FPÖ gewendet und um Unterstützung ersucht.  Der Nationalratsabgeord-
nete  Christian  Höbart  versicherte  uns,  die  Angelegenheit  einer  parlamentarischen
Initiative zuzuführen.
 
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2012-07-19
 

UPDATE um 18:00 Uhr

Wie  wir eben aus zuverlässiger Quelle erfahren haben,  wurde gestern der Fährmann
der  Fähre  Angern,  die  auf  der  March zwischen  Österreich  und der Slowakei  ver-
kehrt,  von Slowaken überfallen.  Die Beute der Kriminellen betrug zirka  1.000,- Euro.
Der  Überfall fand  kurz vor Betriebsschluss um 22:00 Uhr statt.  Erstaunlich ist, dass
über diesen nichts in den großen Medien zu lesen ist.
Offenbar  sind  die  Fischerhütten  schon  alle  ausgeraubt oder deren Besitzer lassen
keine  verwertbaren  Gegenstände  mehr  in diesen.   Jedenfalls  hat es den Anschein,
dass  das kriminelle Gesindel ihre geschäftlichen Tätigkeiten bereits ins Landesinnere
verlagert.
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2012-07-19