Profitgier vor Tierschutz TEIL2


Vom Bauern zum Fleischfabrikanten

Passend  zu  unserem gestrigen  Beitrag  „Profitgier vor Tierschutz“  wollen  wir  unseren
Leser(innen) mit  dem heutigen Beitrag demonstrieren,  dass sich  subventionierte Groß-
bauern eine Dreck um den Tierschutzgedanken scheren und auch nicht um das Wohler-
gehen ihrer Nachbarn kümmern.
Die  Bezeichnung  Bauer  für  diese Fleischfabrikanten  ist  eigentlich eine  Beleidigung
für jeden ehrbaren und tierliebenden Landwirt. Auch wenn wir nicht die Meinung von extre-
men Tierschützern teilen, dass jeder Mensch der Fleisch verzehrt gleichzeitig ein Tiermör-
der ist, so meinen wir doch,  dass jedem Individuum der notwendige Respekt entgegen
zu bringen ist.
Auch wenn es sich um Schlachttiere für den menschlichen Verzehr handelt, so steht die-
sen eine artgerechte Haltung bis zu ihrem Tod zu. Dies ist wohl bei der Kastenstand-Halt-
ung  in Schweinefleisch-Fabriken nicht gegeben.  Ebenso wenig wie in Legebatterien und
in Hühnermasthallen. Über letzteres handelt unser heutiger Beitrag.

Hühnermasthalle im Erholungsgebiet

Nahe dem Alpenvorland  liegt der Dunkelsteinerwald.  Dieser ist  einer der schönsten Erhol-
ungsgebiete Österreichs. Zahlreiche kleine Ortschaften sowie Einzelgehöfte, zwischen reich
bewaldeten,  sanften Bergrücken gelegen,  geben der  Landschaft das Gepräge.  Die weit-
gehend noch  unberührte Natur des Dunkelsteinerwaldes,  die saubere  Luft und  die reiz-
volle Landschaft laden zu Spaziergängen und Wanderungen ein.
Mit dieser Ruhe und sauberen Luft wird es in Bälde vorbei sein, geht es nach den Plänen
eines dort  ansässigen Großbauern.  In der  kleinen  idyllischen  Ortschaft Wetzlarn  soll
nämlich eine  riesige Hühnermastanlage  erbaut werden  und in Betrieb gehen.  Zwischen
„echten“ Bauernhöfen,  wie zum  Beispiel dem  Alpakahof –Wetzlarn,  soll eine Tier(quäl)-
fabrik mit den Ausmaßen von 105x23x14 Metern errichtet werden.
Foto: Walter Kosar
Aufruhr in der idyllischen Ortschaft Wetzlarn!

Zerstörung des Ortsbildes und jede Menge Probleme

Abgesehen vom  fehlenden Tierschutzgedanken und  dem nicht vorhanden  Respekt  vor
der Kreatur,  gibt es einige Fakten die gegen die Errichtung  einer solchen Anlage sprechen.
Da  wäre  einmal das  Ortsbild.  Jeder „Häuslbauer“  hat  sich  bei  der  Errichtung  seines
Eigenheimes an  dieses anzupassen.  Es  ist  wohl kaum  anzunehmen,  dass ein  derartiges
Objekt in die Landschaft des Dunkelsteinerwaldes passt.
Foto: Walter Kosar
Hühnermastfabrik würde Ortsbild zerstören
Die Tier(quäl)fabrik  ist für vorerst 32.000 Küken geplant, die bis zur ihrer Schlachtreife im
Alter von fünf  Wochen,  ihr erbärmliches  Leben auf  Gitterrost und ohne Tageslicht fristen
müssen. Den Gestank  der durch diese große Anzahl Federvieh (welches auf engsten Raum
gehalten wird)  verursacht wird,  kann sich jedermann(frau) vorstellen.
Zudem ist es überhaupt noch nicht abgeklärt,  was mit dem giftigen und ammoniakreichen
Hühnerkot  passieren soll.  Und von  diesem gibt  es jede  Menge,  der bei der Haltung von
32.000 Hühnern entsteht.
Dann wäre noch das erhöhte Verkehrsaufkommen in der kleinen Ortschaft Wetzlarn.  Der
Schwerverkehr würde sich durch den großen Kükenmastbetrieb dramatisch steigern und
eine nicht unerhebliche Luft- und Umweltbelastung erzeugen.

Welche Behörden können derartiges genehmigen?

Abgesehen davon, dass solche Fleischerzeugungsmethoden ethisch nicht tolerierbar sind,
sind derartige  Betriebe wegen ihrer Umweltbelastung  in Erholungsgebieten  keinesfalls zu
rechtfertigen.  Es wäre in  der Tat erstaunlich,  wenn die  zuständigen Behörden  für diese
geplante Tier(quäl)fabrik ihre Zustimmungen geben würden.
Unter diesem LINK können unsere geschätzten Leser(innen) der Bürgerinitiative  „HELP4-
DUNKELSTEINERWALD“ mit ihrer Unterschrift oder ihrem Protest behilflich sein. Wir wer-
den jedenfalls an der Sache  dranbleiben und wieder berichten,  sobald sich etwas Neues
ergibt.
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2011-05-18