Die Kandidat(innen) zur Nationalratswahl 2019
„Meine Abgeordneten“ veröffentlicht einen Überblick über die Parteifraktionen
Die Transparenzdatenbank „Meine Abgeordneten“ recherchierte im Vorfeld der bundesweiten Wahlen die Biographien der 215 als aussichtsreich geltenden Die Kandidat(innen) zur Nationalratswahl 2019 für den Nationalrat. Vor allem ein Blick in die Fraktionen der einzelnen Parteien ist spannend, da die Stärke der jeweiligen Gruppen innerhalb der Parteien auch Folgen auf die Zusammensetzung des Nationalrates nach den Wahlen haben wird.
Interessensgruppen
Bei der ÖVP sind fast alle Interessensgruppen gleich stark. Eine der stärksten ÖVP-internen Gruppen ist jene, deren Die Kandidat(innen) zur Nationalratswahl 2019 in den letzten fünf Jahren aus der Jungen ÖVP gekommen sind. Der Einfluss der StudentInnenverbindungen nimmt weiterhin leicht ab.
Bei der SPÖ haben mehr als ein Viertel der sozialdemokratischen Die Kandidat(innen) zur Nationalratswahl 2019 eine Nähe zur Gewerkschaft und/oder zur Arbeiterkammer.
Vier von zehn männlichen FPÖ-Kandidaten sind Burschenschafter, somit bleibt der Einfluss der Verbindungen in der Partei weiterhin hoch.
Frauenanteil und Bildungsgrad
Insgesamt ist auffällig, dass die weiblichen Die Kandidat(innen) zur Nationalratswahl 2019 über höhere Bildung verfügen als die männlichen Kandidaten. Fast sechs von zehn der Frauen haben einen akademischen Grad, aber nur vier von zehn der Männer.
Die GRÜNEn haben sowohl den höchsten Frauen- als auch den mit Abstand höchsten Akademiker(innen)anteil vorzuweisen: Fast drei Viertel der Grünen Die Kandidat(innen) zur Nationalratswahl 2019 haben einen akademischen Grad.
Die NEOS haben knapp zwei Drittel Akademiker(innen) unter ihren Die Kandidat(innen) zur Nationalratswahl 2019, die Frauenquote liegt etwas unter der Hälfte.
Die SPÖ hat von allen Parteien den zweithöchsten Anteil an Frauen auf aussichtsreichen Plätzen. Im Vergleich mit den anderen Parteien ist der Bildungsgrad der SPÖ-Die Kandidat(innen) zur Nationalratswahl 2019 insgesamt der niedrigste, wobei jener der Männer mit einem Viertel Akademikern besonders niedrig ist, jener der Frauen liegt mit mehr als der Hälfte im Durchschnitt aller Parteien.
Die ÖVP bleibt beim Frauenanteil weit unter den von ihr selbst angepeilten 50 %. In Bezug auf die Akademiker(innen)quote bewegt sich die Partei mit knapp 50 % ihrer Die Kandidat(innen) zur Nationalratswahl 2019 im Mittelfeld.
Die FPÖ hat mit nur einem Viertel den mit Abstand niedrigsten Frauenanteil. Der Anteil an Akademiker(innen) in der FPÖ ist unterdurchschnittlich, allerdings etwas höher als in der SPÖ.
Von den Kleinfraktionen JETZT, KPÖ und WANDL wurden nur die Spitzenleute recherchiert. In Bezug auf diese können daher keine statistischen Aussagen getroffen werden.
Weitere interessante Ergebnisse
Besonders zu erwähnende Details gibt es vor allem bei der ÖVP, wie zum Beispiel, dass trotz Reißverschlusssystem die Frauenquote die vorgesehenen 50% nicht erreicht. Der Grund dafür ist, dass in vielen Wahlkreisen nur ein Mandat zu holen ist, und in diesen Wahlkreisen sind Männer etwa doppelt so oft Spitzenkandidaten als Frauen, welche meist als Zweitplatzierte kandidieren.
In Sachen Ritterorden erhält der „St.Georgs-Orden – Ein europäischer Orden des Hauses Habsburg-Lothringen“ in der kommenden Legislaturperiode prominente Verstärkung im Parlament: Sein „spiritus rector“ und nunmehrige Ehrenprokurator Nobert van Handel kandidiert auf der Bundesliste der FPÖ. Voraussichtlich weiterhin im Nationalrat vertreten sind die „Ehrenritter“ Norbert Hofer (FPÖ) sowie Reinhold Lopatka und Karlheinz Kopf (beide ÖVP).
Über „Meine Abgeordneten“
Meine Abgeordneten ist eine gemeinsame Initiative von Respekt.net und Act.Now. Seit 2011 recherchiert die Plattform die Lebensläufe, Nebenbeschäftigungen, Aktivitäten in Vereinen und Firmen sowie politischen Funktionen der österreichischen SpitzenpolitikerInnen.
Hier geht es zu den Dossiers der 215 Kandidat(innen) auf „meineAbgeordneten.at“ (Quelle: APA/OTS)
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2019-09-02

Screen: orf.at
Jedes dritte Jahr wird an der Landesverteidigungsakademie ein Generalstabslehrgang ausge-
bildet. Die Absolventen sollen die Möglichkeit erhalten, an der Uni-Wien einen Doktor-Titel
zu erwerben. Damit sich die Damen und Herren Offiziere aber nicht überanstrengen und
auch nicht zu sehr überfordert werden, begnügt man sich mit eine „ Doctor of Philosophy“.
Rekrut Mehmet Yusuf Erdas
Das ist die gestrige Schlagzeile der Wiener Bezirkszeitung für Favoriten. „Stapler fahren?“
Warum eigentlich nicht? Bevor Frau Doktor arbeitslos herumlungert und der Allgemeinheit
zur Last fällt, sollte die Dame vom hohen Ross heruntersteigen und einen Stapler fahren,
wenn Bedarf an Personal in dieser Berufsgruppe besteht.
Name: DDr. Martin Balluch
Alter: 45 Jahre
Hobbys: Bergsteigen und Wandern in der Wildnis
Ausbildung: Doktorate in Mathematik und Physik, sowie in Philosophie
Beruflicher Werdegang: 12 Jahre Forschung in Umwelt und Physik, an den Universitäten
Wien, Heidelberg und Cambridge. Ab 1997 Einstieg in den aktiven Tierschutz und zur Zeit
Obmann und Geschäftsführer des VGT.
ERSTAUNLICH:
Warum sind Sie aktiver Tierschützer geworden?
DDr. BALLUCH:
Meine Forschungsarbeiten an den verschieden Universitäten, befassten sich mit der Umwelt-
verschmutzung, die durch Tierfabriken verursacht werden. Bei meiner Arbeit erlangte ich
auch Kenntnis über das unendliche Leid, welches den Tieren in diesen zugefügt wird. Das
war der Auslöser dafür, dass ich in den aktiven Tierschutz eingestiegen bin.
ERSTAUNLICH:
Was sind Ihre Ziele?
DDr. BALLUCH:
Mir ist bewusst, dass ich keine Weltbewegung auslösen werde. Ich gebe mich auch keinen
Utopien hin, soviel Realist bin ich. Aber wenn man in kleinen Schritten den Leuten klar-
machen kann, dass sie vor Tiere Respekt haben sollen und der Abbau von Tierfabriken weiter
voran getrieben werden kann, ist schon viel erreicht.
ERSTAUNLICH:
Wie finanziert sich der VGT?
DDr. BALLUCH:
Der VGT hat zirka 18.000 Mitglieder. Der Verein finanziert sich aus den Mitgliedsbei-
trägen, sowie aus freiwilligen Spenden. Staatliche Unterstützung erhalten wir keine.
Der VGT hat auch dreizehn haupt- und nebenberufliche Mitarbeiter(innen).
ERSTAUNLICH:
Was halten Sie von militanten Tierschützern?
DDr. BALLUCH:
Jeder sieht seine ethischen Ideale woanders. Trotzdem sollten auch Tierschützer(innen) einen
respektvollen Umgang mit Leuten pflegen, die nicht ihrer Meinung sind.
ERSTAUNLICH:
Was sagen Sie zum Mafiaparagrafen und deren Auswirkung?
DDr. BALLUCH:
Ich befürchte, dass sich das Lager der Tierschützer(innen) spalten wird, wenn die Justiz
den aktiven Tierschutz wie eine kriminelle Organisation verfolgt. Die eine Gruppe wird
wahrscheinlich brav werden, während die andere Gruppierung ins Extreme verfallen könnte.
Das Ziel des aktiven Tierschutzes sollte sein, in gut dosierten Dosen der Gesellschaft auf die
Nerven zu gehen, um sie auf Unrecht gegenüber Tieren aufmerksam zu machen.
ERSTAUNLICH:
Warum glauben Sie, dass die Justiz nichts gegen Tierquäler a la Goschenreith unternimmt?
DDr. BALLUCH:
Ich glaube das die Justiz diese Tierquälereien als Kavaliersdelikt ansieht. Die Tierschützer
sind in ihren Augen eher Nörgler und Wirtschaftsschädlinge. Dabei spielt der Lobbyismus
auch eine entscheidende Rolle.
ERSTAUNLICH:
Wir danken für das Gespräch.
Stauni
2009-11-11
Diese gefährlichen Kampfhunde warten auf ihren Einsatz