Hat Novomatic bezüglich der Anzeigeerstattung doch Bedenken?
Im Vormonat haben wir über eine Anzeigeerstattung gegen die Firma Novomatic und deren MehrheitseigentümerJohann Graf berichtet. In unserer Kommentarfunktion machten die User aus ihrer Meinung kein Geheimnis. Der einschlägige Tenor war: „Es wird dabei nichts heraus- kommen“. Heute erschien eine Presseaussendung der Plattform „Spieler-Info“ .In dieser ist unter anderem folgendes wörtlich zu lesen: „Anzeige gegen Novomatic mit „getürkten“ Betroffenen und Schadenssummen? Hat „Initiator“ Thomas Sochowsky mehrere hunderttausend Euro an Ab- gaben nicht bezahlt? Angebliche 35 Mio. Euro von ca. 135 angeblichen Spielern waren die Basis einer Strafanzeige bei LG Wr. Neustadt gegen die Novomatic AG und deren Mehrheits- eigentümer Prof. Johann Graf“. Zusätzlich wird noch die HP „www.spieler-info.at“ verwiesen, in dem Thomas Sochowsky – gelinde gesagt – nicht gut wegkommt. Penibel werden seine geschäftlichen Tätigkeiten und seine Privatgüter aufgezählt. Sogar das Geschäft seines Vaters ist dem Autor erwähnens- wert erschienen. Ferner werden die Leser(innen) darüber informiert, dass Sochowsky vor Jahren selbst im Automaten-Gambling-Geschäft tätig war. Dabei ist das kein Geheimnis, denn dies kann man auch im Wirtschaftsteil der Internetplattform „Zeit-Online“ nachlesen. Übrigens ist der zweiseitige Artikel höchst interessant und wirklich lesenswert. Aber auch auf Sochowskys Webseite gibt es Erstaunliches zu lesen.Aber zurück zum Thema. Liest man sich die Beiträge auf „www.spieler-info.at“ durch, kommt man unweigerlich zum Schluss, dass Thomas Sochowsky so richtig fertig gemacht werden soll. Sieht man sich die Aufmachung der Webseite an entsteht der Eindruck, dass sich der Betreiber für den Spieler-Schutz einsetzt. Also müssten doch beide am selben Strang ziehen, das sollte man zumindest annehmen dürfen. Dabei sollten doch die angebliche Steuerschulden von Sochowsky kein Hindernis sein.
Screen: spieler-info.at
Liest man sich jedoch in der Webseite „www.spieler-info.at“ ein, wird einem schlagartig klar
warum der Webseitenbetreiber und Sochowsky offenbar nicht die gleichen Ziele verfolgen.
Während Sochowsky für den Spielautomaten-Konzern nicht viel übrig haben dürfte, wird auf
„www.spielerinfo.at“ die Firma Novomatic immer wieder lobend erwähnt.
Hier ein kleines Beispiel:
„Spieler-Info.at hat als Beispiel für ausgereifte Spielerschutzmaßnahmen die Richtlinien der
Novomatic AG ausgewählt:“
Sehr aufschlussreich dieser Satz. Eine Webseite für Spielerschutz wählt sich sich die Richtlinien
just von einem Unternehmen aus, welches Spielautomaten erzeugt und aufstellt. Höchst er-
staunlich finden wir, denn auch bei „www.spieler-info.at“ müsste man wissen, dass Glückspiel-
automaten-Spielsucht erst durch diese Geräte ausgelöst wird. Für uns ist jedenfalls der
Eindruck entstanden, dass es sich bei der besagten Webseite um eine Werbeseite für den
Novomatic-Konzern handeln könnte. Also haben wir weiter recherchiert und sind auch fündig
geworden.
Screen: blog.sektionacht.at
Offenbar stehen wir mit unserer Meinung nicht alleine da. Höchst aufschlussreich und sehr
interessant ist auch eine parlamentarische Anfrage des Grünpolitikers Peter Pilz, welche auf
dem Blog der „sektionacht“ angeführt ist. Interessant ist auch der Name, welcher sich im Blog-
eintrag und im Impressum von „www.spieler-info.at“ gleicht.
Jedenfalls versucht man in den gestrigen drei Beiträgen auf „www.spieler-info.at“ alles, um
Sochowsky unglaubwürdig und verächtlich zu machen. Eine derartige Diskreditierung sucht
wohl seinesgleichen. Möglicherweise hat man beim Novomatic-Konzern bzgl. der Anzeigeer-
stattung doch Bedenken und versucht eine solche auf diese Art abzuwenden.
Dies würde auch nachfolgenden Satz auf „www.spieler-info.at“ erklären, den wir als Ein-
schüchterungsversuch werten:
„Alle auf der Thomas-Sochowsky-Liste müssen nun der Finanz bald nachweisen, WOHER sie
das angeblich verspielte Geld haben und ob diese Einkünfte auch versteuert waren.“
Soll hier vielleicht Druck auf Geschädigten ausgeübt werden um diese zu bewegen, sich von
der Liste streichen zu lassen?
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2013-07-22