HEUTE liest ERSTAUNLICH
Die mediale Reichweite dieses Online-Magazins wird uns immer dann bewusst, wenn große Medien unsere Beiträge übernehmen. Dies war bis dato schon öfters der Fall und das ist auch gut so, wie beispielsweise im Fall unseres Beitrags vom vergangenen Freitag: „SPÖ-Bürgermeister ließ Zirkus-Werbeplakate abhängen“.

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2017-05-22
Kein Verkauf an Bewerber, die leistbaren Wohnraum schaffen wollen
Bereits im Juli 2011 gab die Stadtgemeinde Bruck an der Leitha bekannt, dass sie als Verwalt-
erin der Lingingstiftung beabsichtigt, die Liegenschaft 2460 Bruck an der Leitha, Mühlgasse 16
(Grundstücks Nr. 522, EZ 2194, KG 05003 Bruck an der Leitha, im Ausmaß von 2.077 m²), zu
verkaufen. In dieser Bekanntmachung wurde auch verlautbart, dass zum damaligen Zeitpunkt
noch drei Mieter im besagten Wohnhaus wohnten.
Interessierte Bewerber wurden eingeladen, ein verbindliches Kaufangebot bis spätestens 31.
Oktober 2011, 11.00 Uhr, in einem verschlossenen Kuvert mit der Aufschrift „Kaufanbot
Lingingheim“ an die Stadtgemeinde Bruck an der Leitha, Hauptplatz 16, zu übermitteln.
Heute steht die Wohnhausanlage leer und ist sanierungsbedürftig. Was mit den Mietern im
Allgemeinen und speziell mit den drei Verbliebenen geschehen ist, entzieht sich unserer
Kenntnis. Jedenfalls dürfte sich für das Objekt niemand interessiert haben und so wurde eine
renommierte Brucker Maklerfirma (Anm. d. Red.: Erste Adresse am Platz) im Dezember 2012
mit dem Verkauf beauftragt.
Foto: © erstaunlich.at
Die sanierungsbedürftige Wohnhausanlage in Bruck/Leitha, Mühlgasse 16
In Bruck an der Leitha (Niederösterreich) geht das Gerücht umher, dass sich die Gemeinde
gegen Vermietungen von preislich günstigen Mietwohnungen stellt. Kaum vorstellbar, denn
diese niederösterreichische Stadtgemeinde ist fest in sozialistischer Hand. Sowohl der Bürger-
meister, Richard Hemmer, als auch sein Vize, Bruno Fischer, werden von der SPÖ gestellt.
Und gerade der Chef der SPÖ-Niederösterreich, Dr. Sepp Leitner, macht sich für „MEHR
LEISTBARES WOHNEN“ stark. Dies versucht er zumindest auf SPÖ-Wahlwerbeplakaten
der Bevölkerung Glauben zu machen.
Foto: © erstaunlich.at
Also recherchierten wir in dieser Angelegenheit. Laut Aussage der Chefin der Maklerfirma
zeigten an diesem Objekt nun bereits vier ernsthafte Bewerber Interesse. Diese beabsichtigen
die Anlage zu sanieren und preislich leistbare Wohnungen an einkommensschwächer gestellte
Personen zu vermieten. Aber genau an diese Interessenten will die Gemeinde nicht verkaufen.
Auf die Frage „warum“ konnte die Maklerin keine nachvollziehbare Antwort geben. Sie sagte
jedoch, dass sie dem Bürgermeister gegenüber die Absichten der Bewerber angedeutet habe
und dieser als Antwort gab: „Das wollen wir aber nicht“.
Auf die Frage was gegen ein einkommensschwächeres Klientel mit beispielsweise 1.200 Euro
Monatsverdienst spricht, konnte sie keine schlüssige Antwort geben. Sie ließ uns jedoch
wissen: „Genau diese Leute will die Gemeinde nicht haben.“ „Die Gemeinde will einen hoch-
wertigen Wohnbau haben und ich habe dafür einen eindeutigen Auftrag von dieser“, so
die Chefin des Maklerbüros.
Anhand dieses Beispiels sieht man wieder, wie sich die Realität von Wahlversprechen unter-
scheidet. Sofern die Ankündigung von Sepp Leitner, dass die SPÖ für „MEHR LEISTBARES
WOHNEN“ eintritt kein reines Lippenbekenntnis ist (was wir allerdings vermuten), sind
Personen die leistbare Wohnungen suchen, in Bruck an der Leitha offenbar unerwünscht.
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2013-02-20
Erstaunliches Medieninteresse
Am 20.Jänner 2010 berichteten wir im Beitrag „Zensuriert Bürgermeister Kunst?“ über einen
kleinen „Kunst- bzw. Kulturkrieg“, der zwischen dem amtierenden Bürgermeister von Bruck
an der Leitha, Richard Hemmer und dem Kunstprofessor Kurt Schlögl über die Bühne ging.

Originalfoto von www.erstaunlich.at
Es war für uns zwar eine interessante, aber kleine Live-Story, der wir kein besonderes media-
les Interesse zuordneten. Aus unerfindlichen Gründen weckte der „Brucker Kunstkrieg“
aber dennoch das Interesse der „großen“ Medien. Zeitungen wie NÖN, Österreich, Bezirks-
blatt Bruck/Leitha und Kronen Zeitung, begannen ebenfalls über diesen Vorfall berichten.
Während alle Medien, bis auf Ausnahme der Tageszeitung „Österreich“ quasi ihre eigene
Story aus unserer Geschichte kreierten, zeigte man sich bei „Österreich“ ein wenig fantasie-
los und veröffentlichte nachfolgenden Beitrag.

Der Beitrag samt Foto in der Niederösterreichausgabe von „Österreich“
Fotoklau durch die „großen“ Medien
Und damit sind wir beim Thema unseres heutigen Beitrages. Immer wieder beklagen sich
Blog-Betreiber(innen) über die unschöne Methode von „große“ Zeitungen, die ganz einfach
Fotos aus ihren Beiträgen entnehmen, diese für ihre eigene Berichterstattung verwenden
und es nicht einmal der Mühe wert finden, auf die Quelle zu verweisen.
Diesen Blog-Betreiber(innen) sei gesagt, dass lediglich Selbstmitleid und einige Zeilen im
eigenen Blog darüber zu schreiben, welches Unrecht einem widerfahren ist, die „großen“
Medien nicht interessieren. Man sollte schon Taten setzen, um ernst genommen zu werden.
Quellenhinweis oder Bezahlung
Der Herausgeber dieses Online-Magazins hat im Prinzip nichts dagegen, wenn sich andere
Medien eines seiner Fotos „ausborgen“. Allerdings sind dafür zwei Spielregeln zu beachten.
Entweder wird dem Bild ein dementsprechender Quellenhinweis hinzugefügt oder es hat
eine angemessene Bezahlung zu erfolgen.
Auf beides hat die Tageszeitung „Österreich“ großzügig verzichtet. Daraufhin erhielt die Me-
diengruppe „Österreich“ von ERSTAUNLICH eine Rechnung, die erwartungsgemäß ignor-
iert wurde. Ganz nach dem Motto „Wir sind wir“ verzichtete man bei „Österreich“ die Faktura
zu begleichen.
Vor Gericht ganz kleinlaut
Der nächste logische Schritt war natürlich die Klage und man traf sich vor Gericht. Dort war
von der Selbstherrlichkeit der Mediengruppe „Österreich“ nichts mehr zu sehen, denn deren
Rechtvertreter konnte sich auf einmal nicht mehr erklären, wie ein Foto vom Online-Magazin
ERSTAUNLICH, auf die Titelseite der Niederösterreichausgabe von „Österreich“ gekommen
war.
Um die ganze Angelegenheit nicht eskalieren zu lassen, stimmte der ERSTAUNLICH-Her-
ausgeber einem Vergleich zu und „Österreich“ durfte für die Verwendung des Fotos bezahl-
en und die Gerichtspauschal-Gebühr entrichten.

Uns ging es dabei sicher nicht um einen finanziellen Vorteil, den diese 160,- Euro machen
niemanden ärmer oder reicher. Uns lag daran die Mediengruppe „Österreich“ für ihre Prä-
potenz zur Verantwortung ziehen und dies ist uns auch einwandfrei gelungen.
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2010-10-24
Gewaltiges Medienecho
Unsere Beiträge über die „Kunstzensur in Bruck/Leitha“ und deren „Analyse“, haben ein
beachtliches mediales Echo ausgelöst. Die Zeitungen NÖN, Österreich, Bezirksblatt Bruck/
Leitha und die Kronen Zeitung, berichteten ebenfalls über diesen Vorfall, den wir als Live-
bericht brachten.
Steine des Anstosses, die Plakate von Schlögl
Wer nun geglaubt hat, dass sich die Wogen in der Kleinstadt an der Leitha geglättet haben,
befindet sich im Irrtum. Der kalte (Kunst)Krieg tobt unvermindert weiter.
Dem Bürgermeister scheint es zu gefallen
Seit gut einer Woche hängt an der Gemeindemauer, bzw. an einem ihrer Fenster die im
obigen Foto abgebildete Kurt Schlögl EGO Selbstverherrlichungsmedaille. Ein unbekannter
Fan dürfte nicht so ganz auf der Linie des Kunstprofessors liegen und hat ihm diesen sar-
kastischen Orden verliehen.
Der Professor sieht es gelassen
Im Telefonat mit der Redaktion gibt sich Schlögl amüsiert gelassen. „Das finde ich schön,
dass mir die Verleihung einer Selbstverherrlichungsmedaille zuteil wird“, meint der
Kunstprofessor mit einem Schuss Selbstironie.
Hemmer hat anderen Kunstgeschmack
Wie gesagt scheiden sich beim Kunstverständnis die Geister. Bürgermeister Richard Hemmer
hatte die Plakataktion von Schlögl offensichtlich nicht als Kunst gesehen und diese entfernen
lassen.
Bei der plakatierten Selbstverherrlichungsmedaille dürfte der Brucker Bürgermeister jedoch
ein anderes Kunstverständnis aufbringen, denn diese klebt noch immer an einem Fenster
jenes Hauses, in welchem sich der Arbeitsplatz des Politikers befindet.
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2010-02-03
Mediales Echo
Unser „Beitrag“ am vergangenen Sonntag hat offensichtlich mediale Wirkung gezeigt.
Nachfolgender Artikel ist in der heutigen Krone , die immerhin die auflagenstärkste
Zeitung Österreichs ist, zu lesen.
Theorie offensichtlich nicht falsch
Folgt man den Worten des Bürgermeisters von Bruck/Leitha, sowie diese im Kroneartikel
festgehalten sind, dürften wir mit unserer Theorie richtig gelegen sein. Offensichtlich hat
die künstlerische Trauerkundgebung für den Kulturstadtrat Norbert Payr, dem Herrn
Hemmer missfallen.
Unparteilich
Unter dem Begriff „unparteilich“ verstehen wir etwas anderes. Unparteilich bedeutet für
uns jedem Gehör zu schenken, egal aus welcher politischen Richtung Kritik oder kritische
Kunst kommt, sofern diese mit der österreichischen Rechtsstaatlichkeit vereinbar ist.
Kurt Schlögl
Kein Bedarf an kritischen Künstlern?
Bekanntlich sind Geschmäcker und Ohrfeigen verschieden. Ob diese künstlerisch gestaltete
Trauerkundgebung jedem gefallen hat, wagen wir sogar zu bezweifeln. Ganz nebenbei er-
wähnt, hat Kunst schon immer in die Politik hineingespielt.
Erstaunliche Motivation
Daher finden wir es erstaunlich, diese „Kunstwerke“ oder „Plakate“, wie immer man sie
auch nennen will, unter dem Vorwand einer politischen Manifestation entfernen zu lassen.
Ganz abgesehen davon, dass der Künstler Kurt Schlögl dazu berechtigt war diese auszu-
stellen.
Wenigstens wurde für Demontage kein offizieller Auftrag an die Feuerwehr gegeben, sondern
war der zuständige Mann dafür, nur „zufälligerweise“ Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr.
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2010-01-12
Kunstzensur in Bruck/Leitha
Zensurieren Politiker die Kunstwerke kritischer Künstler? Diese Frage stellt sich nun in
Bruck an der Leitha und sorgt für heftige Diskussionen. Der 52-jährige Professor am
örtlichen Gymnasium und durchaus kritische Künstler Kurt Schlögl, der immer wieder
mit seiner kritischen Kunst Aufsehen erregte, mußte offensichtlich diese Erfahrung
machen.
Der künstlerische Professor ist mit Sicherheit nicht unbedingt ein Fan von ERSTAUNLICH
und dies verhält sich umgekehrt genauso. Obwohl in diversen gesellschaftspolitischen
Ansichten, zwischen diesem Magazin und Schlögl verschiedene Ansichten herrschen,
traf man sich zu einem Gespräch um über die Brucker „Kunstzensur“ zu sprechen.
Kulturpreisträger
Der Verein „Stadtgalerie Wiener Turm“ erhielt unter der Amtsführung der ehemaligen
Bürgermeisterin Vladyka (SP), an der Frontmauer des Brucker Rathauses, drei Vitrinen
zur Verfügung gestellt.
Schlögl, der mit seinem Projekt „Bruck bleibt brav“ den Kulturpreis 2009 in Bruck/Leitha
gewann, durfte mit Zustimmung der Vereinsobfrau Daniela Marais und dem Kulturstadtrat
Norbert Payr, seit vorigem Jahr diese Vitrinen zur Ausstellung seiner künstlerischen
Werke nutzen.

Schlögl mit seinem prämierten Werk
Als er am Freitag einen Spaziergang über den Brucker Hauptplatz absolvierte bemerkte er,
dass die drei Vitrinen, samt seinen künstlerischen Werken verschwunden waren, welche
tagszuvor noch an ihrem Platz hingen.

Alle drei Vitrinen sind verschwunden
Kritische Kunst
Erst vier Tage vor dem plötzlichen Verschwinden der Vitrinen, hatte Schlögl in diesen neue
kritische Kunstobjekte plaziert. Er verständigte die Vereinsobfrau Marais, da die Vitrinen
Eigentum der Stadtgalerie sind.
Gemeinsam wurde mit dem zur Zeit in London verweilenden Kulturstadtrat Payr Rücksprache
gehalten, der zu einer polizeilichen Anzeige riet. Am Polizeiposten Bruck wurde eine Anzeige
gegen unbekannte Täter erstattet.
Feuerwehr montierte Kunstwerke ab
Allerdings stellte sich im Zuge der Amtshandlung heraus, dass die Feuerwehr offensicht-
lich im Auftrag des derzeitigen Brucker Bürgermeisters Richard Hemmer (SP), die Vitrinen
samt künstlerischen Inhalt abmontiert hatte.
Was waren das für künstlerische „Teufelswerke“ die Schlögl zum Missfallen des Ortschefs
in den Vitrinen plazierte? Hatten diese vielleicht gegen die guten Sitten verstoßen oder
riefen zu einem politischen Umsturz auf?
Mitnichten, Kurt Schlögl hatte lediglich drei Plakate in Form von Partezetteln kreiert.
Mit dieser Art Trauerkundgebung wollte er auf seine künstlerische Weise auf folgendes
aufmerksam machen.
Künstlerische Trauerkundgebung
Die Ablehnung der Kunstprojekte „heartbeat“ und „Hexen, Huren, Königinnen“ für den
Kulturpreis 2010. Der dritte Partezettel war dem politischen Abschuss des Kulturstadtrates
Norbert Payr gewidmet.
Dieser wurde an eine unwählbare Reihe zurückgereiht, sodass er nach der Gemeinderats-
wahl im März sein politisches Amt nicht mehr ausüben können wird. Das auf den Plakaten
aufgebrachte Kreuz, soll die Trauer des Künstlers symbolisieren.

Die in Missgunst gefallenen Kunstwerke des Professors
Zwischen die Räder geraten?
Vermutlich hatte die künstlerische Trauerkundgebung für Norbert Payr, dem Brucker Bürger-
meister sauer aufgestossen. Wir wissen zwar nicht welche Zwistigkeiten zwischen den beiden
Herren bestehen, diese aber auf dem Rücken eines Künstlers auszutragen ist wohl erstaunlich.
Auch finden wir es erstaunlich, wenn sich ein Mensch auf Grund seines politischen Amtes an-
masst, sich über gesellschaftliche Regeln hinwegzusetzen. Schlögl hatte seine Werke nicht
wild plakatiert, sondern war dazu berechtigt.
Frage des Anstandes
Es wäre zumindest eine Frage des Anstandes gewesen, sich mit dem Künstler über den Inhalt
seiner Werke auseinanderzusetzten, falls diese Kritik aus der Bevölkerung hervorgerufen haben.
Die kommentarlose Entfernung von Kunstwerken, egal wie diese den Geschmack des Betrachters
treffen, erinnert an Zeiten die hoffentlich nie wieder kommen.
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2010-01-10