Bruck/Leitha: SPÖ ist gegen leistbares Wohnen


Kein Verkauf an Bewerber, die leistbaren Wohnraum schaffen wollen

Bereits im Juli 2011 gab die Stadtgemeinde Bruck an der Leitha bekannt, dass sie als Verwalt-
erin der Lingingstiftung beabsichtigt, die Liegenschaft 2460 Bruck an der Leitha, Mühlgasse 16
(Grundstücks Nr. 522, EZ 2194, KG 05003 Bruck an der Leitha,  im Ausmaß von 2.077 m²), zu
verkaufen. In dieser Bekanntmachung wurde auch verlautbart, dass zum damaligen Zeitpunkt
noch drei Mieter im besagten Wohnhaus wohnten.
 
Interessierte  Bewerber wurden eingeladen,  ein verbindliches Kaufangebot bis spätestens 31.
Oktober 2011,  11.00 Uhr,  in  einem  verschlossenen  Kuvert  mit  der  Aufschrift  „Kaufanbot
Lingingheim“  an die Stadtgemeinde Bruck an der Leitha, Hauptplatz 16, zu übermitteln.
 
Heute  steht  die  Wohnhausanlage leer und ist sanierungsbedürftig.   Was mit den Mietern im
Allgemeinen  und  speziell  mit  den  drei  Verbliebenen  geschehen  ist,  entzieht sich unserer
Kenntnis.  Jedenfalls dürfte sich für das Objekt niemand interessiert haben und so wurde eine
renommierte Brucker Maklerfirma (Anm. d. Red.: Erste Adresse am Platz) im Dezember 2012
mit dem Verkauf beauftragt.

Foto: © erstaunlich.at
Die sanierungsbedürftige Wohnhausanlage in Bruck/Leitha, Mühlgasse 16
  
In  Bruck an der Leitha  (Niederösterreich)  geht  das Gerücht umher,  dass sich die Gemeinde
gegen  Vermietungen von  preislich günstigen Mietwohnungen stellt.   Kaum vorstellbar,  denn
diese niederösterreichische Stadtgemeinde ist fest in sozialistischer Hand.  Sowohl der Bürger-
meister, Richard Hemmer, als auch sein Vize, Bruno Fischer, werden von der SPÖ gestellt.
 
Und  gerade  der  Chef  der  SPÖ-Niederösterreich,  Dr. Sepp Leitner,  macht  sich für  „MEHR
LEISTBARES WOHNEN“  stark.   Dies  versucht er zumindest auf  SPÖ-Wahlwerbeplakaten
der Bevölkerung Glauben zu machen.
 
Foto: © erstaunlich.at
 
Also  recherchierten  wir  in  dieser  Angelegenheit.   Laut Aussage der Chefin der Maklerfirma
zeigten  an diesem Objekt nun bereits vier ernsthafte Bewerber Interesse. Diese beabsichtigen
die  Anlage zu sanieren und preislich leistbare Wohnungen an einkommensschwächer gestellte
Personen  zu vermieten. Aber genau an diese Interessenten will die Gemeinde nicht verkaufen.
 
Auf die Frage  „warum“ konnte die Maklerin keine nachvollziehbare Antwort geben.   Sie sagte
jedoch,  dass sie dem Bürgermeister gegenüber die Absichten der Bewerber angedeutet habe
und dieser als Antwort gab: „Das wollen wir aber nicht“.
 
Auf die Frage was gegen ein einkommensschwächeres Klientel mit beispielsweise 1.200  Euro
Monatsverdienst  spricht,  konnte  sie  keine  schlüssige  Antwort  geben.  Sie ließ uns  jedoch
wissen:  „Genau diese Leute will die Gemeinde nicht haben.“    „Die Gemeinde will einen  hoch-
wertigen  Wohnbau  haben  und  ich  habe  dafür  einen  eindeutigen  Auftrag von dieser“,  so
die Chefin des Maklerbüros.
 
Anhand  dieses  Beispiels  sieht man wieder,  wie sich die Realität von Wahlversprechen unter-
scheidet.  Sofern die Ankündigung von Sepp Leitner,  dass die SPÖ für  „MEHR LEISTBARES
WOHNEN“   eintritt  kein  reines  Lippenbekenntnis  ist  (was  wir  allerdings  vermuten),  sind
Personen die leistbare Wohnungen suchen, in Bruck an der Leitha offenbar unerwünscht.
 
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2013-02-20