Die FPÖ aus dem Parlament fegen


Der Kriminalbeamte Uwe Sailer sagt jede Unterstützung zu

Das  Verhalten  des  Linzer  Kriminalbeamten,  Uwe Sailer,  wird  zurzeit wieder auffälliger.
Erst  vorgestern haben wir über seine – auf Facebook öffentlich getätigte – Aussage „Nicht
wenige Teile der Polizei sind von braunen Säcken unterwandert“ berichtet.
Erstaunliches tat sich in der Nacht von gestern auf heute,  auf dem Facebook-Account von
Sailer.   Er behauptet,  dass die FPÖ eindeutig außerhalb des Verfassungsbogen steht.
Screen: facebook.com (Account: Uwe Sailer)
Der User John Streeter spricht sich für eine Demonstration gegen die FPÖ vor dem Parlament
aus.   Ist  auch  sein  gutes  Recht,  denn Demonstrationen  (sofern diese gewaltfrei verlaufen)
sind ein demokratisches Mittel seine Anliegen publik zu machen.
Screen: facebook.com (Account: Uwe Sailer)
Und beim Wort  „gewaltfrei“  sind wir politisch links orientierten Demonstrationen schon etwas
näher.   Denn die Userin Pia A. Power schreibt nämlich bereits von einem „Putsch“ gegen die
Effen  mittels  Demo vor  dem  Parlament.   Dass mit Effen die FPÖ gemeint ist,  braucht wohl
nicht  näher  erläutert  zu  werden.   Und  der  Begriff  „Putsch“ hört  sich  ganz  und  gar  nicht
gewaltfrei an.
Screen: facebook.com (Account: Uwe Sailer)
Aber  wie steht Uwe Sailer zu den Plänen seiner Groupies?   Auch seine Antwort lässt auf-
horchen.
Screen: facebook.com (Account: Uwe Sailer)
Sollte es nicht heißen: „Mit mir könnt ihr jede Unterstützung haben, sofern geplante Aktionen
nicht den Boden der Rechtsstaatlichkeit verlassen.“
Aber nein, Uwe Sailer beschränkt sich darauf wörtlich anzukündigen:  „Mit mir könnt ihr jede
Unterstützung  haben,  die  diese FPÖ aus dem Parlament fegt.“ Wenn derartige Worte noch
dazu von einem Gesetzeshüter kommen, finden wir das sehr bedenklich.
Was genau meint der verhaltensauffällige Kriminalbeamte aus Linz eigentlich damit, wenn er
ankündigt:  „ Mit mir könnt ihr jede  Unterstützung haben,  die diese FPÖ aus dem Parlament
fegt.“ Vielleicht könnte er das noch etwas genauer erklären.
Aber  sollte  Uwe  Sailer  möglicherweise  nicht  davon  in  Kenntnis sein,  es gäbe eine legitime
und  demokratische  Vorgehensweise,  die   FPÖ  aus  dem  Parlament  zu  entfernen.  Nämlich
diese  Partei  einfach nicht  mehr  zu  wählen.   Aber  eine  Partei  aus  dem Parlament zu fegen,
indem ein Kriminalbeamter jede Unterstützung (Betonung liegt hier auf „jede“) ankündigt, spielt
es in einer Demokratie Gott sei Dank nicht.  Das wird auch ein Herr Sailer zur Kenntnis nehmen
müssen.
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2014-07-13