Mobilklos helfen nichts gegen Praterstern-Randale


Alkoholisierte belästigen Passanten in aggressivster Weise

Viele  Touristen  passieren  derzeit  den  Praterstern,  um  in  den  Prater zu gelangen.  Dabei
haben sie immer öfter unangenehme Begegnungen der ganz besonderen Art.   Viele dieser
Besucher  kommen  nämlich  vernünftiger  Weise  mit  den  Öffis  und  dürfen  somit  hautnah
erleben, wie es sich direkt am Praterstern abspielt. Die zumeist aus Osteuropa stammenden
und  schon  früh  am  Morgen  schwer  alkoholisierten und  herumlungernden – zum  Großteil
sehr  aggressiven  Männer – belästigen  die  Passanten und versuchen,  ihnen ein paar Euro
abzuluchsen.
Dazu  sagt  Wiens FPÖ-Sozialsprecher  und  Bezirksparteiobmann der Leopoldstadt Labg.
Wolfgang Seidl:   „Dieser  Zustand  wird  immer  untragbarer,  wie  mir  erst  gestern  wieder
Touristen  aus  Deutschland  und  Holland  berichtet  haben.   So  kann und darf es einfach
nicht  bleiben!   Wenn  die  Gutmenschen  von  Rot und Grün jetzt noch immer behaupten,
alles im Griff zu haben, dann leben sie wirklich in einer anderen Welt.“
Die  herumirrenden  Sozialarbeiter  vom  Verein SAM sind machtlos.   Das sind junge Bur-
schen  und  Mädchen,  die den herumlungernden  Alkoholleichen rein gar nichts entgegen
zu setzen haben. Auch die wirklich bemühten Polizeieinheiten, die dauernd patrouillieren,
sollten sich eigentlich doch um anderes kümmern.
Trauriger Alltag am Praterstern!
Aber  anstatt  das  Problem  vor  Ort  mittels Alkoholverbot zu beheben oder zumindest weit-
gehend  einzudämmen,   wie  das  die  FPÖ  seit  vielen  Monaten  fordert,  wird  die  Situation
geleugnet   und  schöngeredet.    Mit  der   Errichtung  von  futuristische Mobilklo-Anlagen am
Praterstern und Evaluierungen derselben anzukündigen, lässt sich das Problem sicher nicht
beheben.  Wenn es in Graz und Innsbruck möglich ist,  auf bestimmten Plätzen Alkoholver-
bote  auszusprechen und zu kontrollieren,  dann muss das auch in Wien gehen.  Dazu wäre
es  ist  höchste  Zeit,  denn  der Praterstern – als Zugang zum  Wiener Prater – ist eine Visiten-
karte Wiens.
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2014-08-14

Traurige Tradition

 

Mit Kanonen auf Spatzen schießen

Tierschützer haben es schwer, denn wo mit dem Leid von Tieren Geld verdient wird, stehen
sie meist auf verlorenen Posten. Wenn diese ihre Tierliebe dann mit annähernd der selben
Intensität durchsetzen wollen, wie die Tierquäler die Tiere quälen, scheut die Justiz nicht
davor zurück, auch mit dem Mafiaparagrafen vorzugehen.

Gewaltlose Beobachtung

Das ist allerdings nicht unser heutiges Thema, sondern wir wollen uns mit der jüngsten  APA-
Aussendung des VGT (Verein gegen Tierfabriken) befassen. Dieser hatte am 01.09.2009 das
Ponykarussell im Wiener Prater, insgesamt 5 Stunden lang beobachtet.
 
Dabei konnte festgestellt werden, dass die Pferde nicht im gesetzlich vorgeschrieben Zeitraum
ausgetauscht wurden. Auch waren drei Ponys mit Maulkörben versehen, die der Gesetzgeber
ebenfalls verbietet.
Weiters wurde beobachtet, dass die Tiere innerhalb von 3 Stunden kein einziges Mal getränkt
wurden, obwohl es an diesem Tag sehr sonnig und warm war. Laut Angaben des VGT kann
dies durch fünf Augenzeugen bestätigt werden. Soviel zu den Fakten.

Trauriger Traditionsbetrieb  

Das Ponykarussell ist wohl die traurigste Tradition die der Wiener Prater zu bieten hat. Es
existiert bereits seit 1887, also lang vor der Motorisierung der Menschheit. In diesem Zeit-
raum wurde die Wiener Veranstaltungsverordnung zig-mal novelliert, aber an den Tier-
schutz wurde dabei offensichtlich nicht gedacht.

Nicht mehr zeitgemäß  

Heute, im Weltraumzeitalter stehen dem Praterbesucher zahlreiche moderne Vergnügungs-
möglichkeiten zur Verfügung. Das ein Ringelspiel, welches von Pferden stupid ewig im Kreis
gezogen wird ein Vergnügen sein soll, bezweifeln wir.

Dieses Pferdekarussell ist schlicht und einfach nicht mehr zeitgemäß und wird dennoch auf
Kosten von Tieren mit behördlicher Bewilligung aufrecht erhalten. Kein normaler Mensch
käme heutzutage auf die Idee, sein Auto gegen ein Pferdefuhrwerk einzutauschen.

Seltsames Vergnügen   

Also welches Vergnügen kann es wohl bereiten, sich auf Kosten von geschunden Kreaturen
zu belustigen. Ja sicher gibt es Leute, die auch gerne bei Hundekämpfe zusehen und dabei
ihr Vergnügen haben. Auf solche Perverslinge  kann die Gesellschaft aber getrost verzichten.

 Artgerechte Tierhaltung  

Der Praterverband reagierte prompt und meinte das alle Vorwürfe haltlos seien und nicht der
Realität entsprechen. Na dann sollten sich die Damen und Herren vielleicht einmal bemühen
beim Pferdekarussell vorbeizuschauen und einmal scharf nachdenken, ob es ihnen Spaß
bereiten würde, den ganzen Tag bei lauter Musik im Kreis zu gehen.

Erstaunlich ist auch die Rechtfertigung, dass es in den vergangenen Jahren, behördlicherseits
keinerlei Beanstandungen gegeben habe und die artgerechte Haltung weit über die Mindest-
anforderung erfüllt werde.

Ahnungslos  

Na da staunen wir aber, was sich diese Person wohl gedacht haben muss, als sie diesen
geistigen Erguss von sich gegeben hat. Wahrscheinlich erfolgte die Rechtfertigung unter
dem Motto „Pech gehabt, wäre es halt kein Pferd geworden.“

Das dieser Mensch keine Ahnung von artgerechter Tierhaltung hat, hat er mit seiner Aussage
eindeutig bewiesen. Ein Pferd ist ein Fluchttier, dass gewohnt ist täglich weite Strecken zurück-
zulegen.
  
Allerdings nicht angekettet im Kreis und unter lautstarker Musikbegleitung. Wir wollen gar nicht
wissen, wie bei diesem Menschen eine „nicht“ artgerechte Tierhaltung aussieht.

Beispiel Kasachstan  

In unseren Augen ist der Betrieb dieses Pferdekarussells eindeutig Tierquälerei. Man kann nur
hoffen, dass die zuständigen Stellen „irgendwann“ einsehen werden, dass  das unnötige
Quälen von Tieren zur Volksbelustigung nicht mehr zeitgemäß ist.

Allerdings glauben wir nicht wirklich daran, den in Kasachstan sind Bärenkämpfe ja auch noch
nicht verboten.

Stauni 
  
2009-09-08
  

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