Präpotentes Antwort-Mail der EVN

Energie-Konzern verhöhnt Kunden

Immer wieder gerät die EVN in die Negativschlagzeilen. Wir archivieren diese Zeitungsbeiträge und unser Archiv kann sich wahrlich schon sehen lassen. Aber zum Punkt! Ein Gas-Kunde reklamierte bei der EVN, welche in seinen bestehenden Vertrag – natürlich zum Vorteil des Energiekonzerns – eingegriffen hatte. Nicht nur, dass der Tarif um ein Mehrfaches erhöht wurde, machte man sich bei der EVN nicht einmal die Mühe, den Gaszählerstand zum Zeitpunkt der Erhöhung abzulesen, um so eine korrekte Abrechnung erstellen zu können. Auf seine Beschwerde bekam er nachfolgendes präpotentes Mail zur Antwort.

Auf gut Deutsch bedeutet die Antwort, dass die EVN in der Preisgestaltung tun und lassen kann was sie will, auch wenn damit in einen gültigen Vertrag eingegriffen wird. Kunden brauchen demnach nicht informiert zu werden, wenn (massive) Preiserhöhungen vorgenommen werden. Zudem stellt sich die Frage, warum zum Zeitpunkt der massiven Preiserhöhung – welcher nach Ansicht nach der EVN, der Kunde kommentarlos zu schlucken hat – keine Ablesung des vor Ort von außen, frei zugänglichen Gaszählers vorgenommen wurde? Als Grundlage zur Rechnungserstellung (ab welchem Stand wurde das teure Gas bezogen) wurde offenbar nur eine Schätzung vorgenommen. Damit ist die Rechnung nämlich nicht mehr korrekt nachvollziehbar.

Zudem verhöhnt man den Kunden mit der Anmerkung: „Gerne können Sie auch Ende des Monats den genauen Zählerstand bekanntgeben.“ Das bedeutet nämlich im Klartext, dass ein Kunde monatlich den Zählerstand der EVN bekannt zu geben hat, wenn er eine korrekt nachvollziehbare Rechnung haben will. Denn er weiß ja nicht, wann der Energiekonzern zwecks Gewinnmaximierung seine Preise erhöht.

Erstaunlich ist auch der Satz: „Mit der Preisanpassung sind demnach keine Vertragsinhalte geändert worden, vielmehr haben wir damit die entsprechende vertragliche Vereinbarung erfüllt.“ Selbstverständlich wird mit einer Preisänderung ein Vertragsinhalt geändert und zwar sogar ein erheblicher. Man kann nur erstaunt sein, mit welcher Präpotenz die EVN mit Kunden umgeht. Dieser hat auf jeden Fall die Konsequenzen daraus gezogen und den Energie-Lieferanten gewechselt.

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Menschen sind wichtiger als Lobbys


Aufregung um Wahlwerbe-Plakat der Grünen

Das nachfolgend gezeigte Werbeplakat der Grünen zur EU-Wahl 2014, sorgte seit seinem
Erscheinen  für  heftige  Diskussionen.   Mittlerweile  wurden  diese  wieder  entfernt.  Wir
haben heute noch eines ausfindig gemacht.
Foto: © erstaunlich.at
Auf dem Plakat ist der ehemalige ÖVP-Politiker Ernst Strasser abgebildet.  Dieser wurde erst
im März dieses Jahres, in einem neuen Prozess zu dreieinhalb Jahre Haft wegen Bestechlich-
keit  (das Urteil ist nicht rechtskräftig)  verurteilt,  nachdem  der  Oberste Gerichtshof das vor-
herige Urteil (4 Jahre Haft) aus formalen Gründen aufgehoben hatte.
Wir  wissen  allerdings  nicht ob der Spruch: „Menschen sind wichtiger als Lobbys“ ernst ge-
meint  ist,  denn  die  Aussagen  der  Grünen sind sehr oft nicht für bare Münze zu nehmen.
Siehe beispielsweise diesen Beitrag.
Auch  ist  hinlänglich  bekannt,  dass  man bei  ERSTAUNLICH  nicht  unbedingt ein Fan der
Grünen  ist.   Aber  wo  diese im Recht sind,  sollte man ihnen dieses auch nicht absprechen.
Strasser gibt ein Spiegelbild für zahlreiche EU-Politiker(innen) wieder. In der EU steht Lobby-
ismus an der Tagesordnung.
Multinationale  Konzerne  bedienen  sich zwecks Gewinnmaximierung immer wieder der Mast-
darm-Akrobatik so mancher EU-Politiker(innen). Dass dabei Otto Normalbürger meist auf der
Strecke bleibt, interessiert offenbar niemanden.
Den  größten Nutzen  aus  der  EU ziehen die Lobbyisten und nicht die Normalbürger.  Diese
werden  nämlich immer wieder mit dümmlichen  Verordnungen aus Brüssel bombardiert,  die
ihre Lebensqualität einschränken. Auch hat die Einheitswährung – der Euro – nichts als Zwie-
tracht, Neid und Streitereien gebracht.
Österreich wird aus der EU nicht austreten können.   Dafür haben schon EU-hörige Politiker
gesorgt.   Bleibt nur noch die Option,  dass sich die EU früher oder später von sich aus auf-
lösen  wird.   Und  dies  wird  auch  geschehen,  denn  wie die Geschichte beweist,  konnte
bislang niemand Europa als ein Staatengebilde einen.
Erstaunlich  finden  wir  allerdings,  dass  sich deklarierte EU-Gegner um Mandate im EU-
Parlament bemühen.   Das wäre in etwa vergleichbar,  wenn sich ein erklärter Gegner des
Glücksspiels,  um  einen  Aufsichtsratsposten bei der Firma Novomatic oder bei Casinos
Austria bewerben würde.
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2014-05-13

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