Ein ORF-Nachrichtensprecher in Nöten
Niemand käme auf die Idee, in den Regalen der Lebensmitteldiscounter Hofer oder Lidl nach
Beluga-Kaviar zu suchen. Mit einer Ausnahme vielleicht – und zwar der ZIB2-Nachrichten-
sprecher Armin Wolf.
Screen: twitter.com (Account: Armin Wolf)
Armin Wolf erwartet sich doch tatsächlich, dass ihm – auf der Billigschiene von A1 – bei BOB,
zwischen den Weihnachtsfeiertagen das Service der Hotline zuteil wird und wundert sich, dass
dem nicht so ist. Warum er sich bei seinem adäquaten Gehalt überhaupt eines derartigen
Billigsdorfer-Angebots bedient, ist uns ohnehin ein Rätsel.
Auch einem welt- und wortgewandten ORF-Moderator sollte bewusst sein, wer billig kauft
zahlt am Ende meist drauf. Aber vielleicht erleben wir es auch noch, dass sich Wolf eines
Tages darüber beschwert, weil er bei Hofer oder Lidl keinen Beluga-Kaviar gefunden hat.
*****
2013-12-27
Wien Energie macht sich Sorgen um Kunden,
allerdings nicht im eigenen Tätigkeitsbereich
Mit nachfolgendem Schreiben reagiert Wien Energie auf unseren Beitrag „Horror-
Rechnung bei Wien-Energie“.
Sehr geehrtes Redaktionsteam,
wir danken für die Möglichkeit einer Stellungnahme. Gerne legen wir Ihnen unsere Sicht-
weise zu diesem Fall dar.
Vorab eine wichtige Anmerkung zur Aufbereitung dieses Falls in Ihrem Forum. Wir finden
es bedenklich, dass Sie die Daten unseres Kunden für jeden frei ersichtlich platzierten. Im
Sinne unseres Kunden bitten wir Sie, die Daten einzuschwärzen. Wir haben dazu auch be-
reits mit unserem Kunden gesprochen.
Wir möchten festhalten, dass es sich nicht um Strom sondern um Gas handelt. Wien Ener-
gie ist gesetzlich verpflichtet die verbrauchten Energiemengen von Kubikmeter (m³) in Kilo-
wattstunden (kWh) umzurechnen.
Das Vertragsverhältnis mit dem Kunden besteht seit dem 03.06.2011. Am 27.09.2011 fand
der Zählertausch bei Gas statt. Bis dahin wurde ein Verbrauch von 39 m³ (413 kWh) gemes-
sen. Bis zur (Kunden) Ablesung am 06.07.2012 verzeichnete Wien Energie einen Verbrauch
von 1.367 m³ (14.490 kWh). In diesem Zeitraum ist der komplette Winterverbrauch enthalten.
Aus den bisherigen Informationen entnehmen wir, dass sich die Wohnung in einem Altbau
befindet. Unsere Erfahrungen zeigten, dass die Beheizung von Altbauwohnungen (hohe Räume,
kein Dämmschutz, eventuell alte Fenster, etc.) mit einem hohen Energieaufwand verbunden ist.
Die Witterung in der Winter- und Übergangszeit beeinflusst das Verbrauchsverhalten der Kun-
den. Für Wien Energie ist das Nutzungsverhalten des Kunden (Temperatureinstellung, wie
lange ist Heizung in Betrieb) nicht nachvollziehbar.
Zwischenzeitlich gab es Kontaktaufnahmen mit unserem Kunden. Einen Ablesefehler am
06.07.2012 schließt er aus. Er vermutet, dass der Zählerstand bei Tausch falsch sein könnte.
Beim Zählertausch gab es keinen Ablesefehler. Das Messgerät wurde bei der Voradresse mit
einem Zählerstand von -17.520- abmontiert. Der Zählerstand bei der Montage betrug -17.523-.
Vor der Montage wurde das Messgerät überprüft. Daher die Differenz von 3 m³.
Wir boten unserem Kunden eine Überprüfung vor Ort durch den Gasnetzbetreiber an. Die
Forderung aus der Jahresabrechnung wird nicht abgebucht. Unser Kunde vereinbarte die
Bezahlung der Forderung in mehreren Monatsraten. Für den Eindruck einer unzureichenden
Betreuung entschuldigen wir uns bei unserem Kunden.
Beste Grüße,
Ilona M.
Wien Energie GmbH
Unternehmenskommunikation
Thomas-Klestil-Platz 14
A-1030 Wien
Stellungnahme der Redaktion
Sehr geehrte Frau Ilona M.
Sehr geehrte Damen und Herren!
Vorerst bedanken wir uns für die rasche Stellungnahme seitens von Wien Energie. Allerdings
möchten wir zu Ihrem 1. Absatz wie folgt ausführen. Ihr Kunde und unser Leser erteilte uns
eine schriftliche Genehmigung zur Veröffentlichung seiner Daten. Daher ist unsere Vorgangs-
weise in keiner Weise bedenklich. Wenn Sie sich derart viele Sorgen um Ihre Kunden
machen würden, was Ihre Abrechnungen und Ihr Service betrifft, würde es nicht so viele Be-
schwerden über Wien Energie geben.
Bedenklich finden wir etwas anderes. Und zwar, dass es immer wieder zwischen Kund(innen)
und Ihrem Unternehmen massive Probleme mit Wien Energie- Abrechnungen gibt. Wir sind ja
nicht die Ersten die darüber berichten, sondern dies ist auch in den „großen“ Medien nachzu-
lesen.
Wir finden bedenklich, dass Ihre Abrechnungen von schwer bis gar nicht nachvollziehbar sind.
Und schlussendlich finden wir es bedenklich, dass in Ihrem Callcenter Mitarbeiter(innen) be-
schäftigt werden, deren einzige Aufgabe es offenbar ist Kund(innen) mit Beschwerden abzu-
wimmeln. Diesbezüglich haben auch schon wir Erfahrungen mit Ihrem Unternehmen gesam-
melt.
Aber sei wie es sei, wir können nur hoffen, dass wir mit unserem Beitrag dem Herrn Dragan
Kracanovic behilflich sein konnten. In diesem Sinne zeichnen wir
mit freundlichen Grüßen
Die Redaktion von
www.erstaunlich.at
2012-07-25
Trauriges Kundenservice bei Wien-Energie
Herr Dragan Kracanovic bewohnt seit 14 Monaten eine 42- m2 große Altbauwohnung im 15.
Wiener Gemeindebezirk. Der alleinstehende Buchhalter betreibt in dieser folgende elek-
trische Geräte: LCD – TV, PC, Modem, Kühlschrank, Waschmaschine 1x die Woche, Ge-
schirrspüler 1-2x die Woche.
Vier Monate nachdem er in diese eingezogen war, erfolgte durch Wien-Energie ein Strom-
zählertausch. Bis dahin gab es bezüglich seines Stromverbrauches auch keine Probleme.
Er verbrauchte in diesem Zeitraum 413 Kwh, also knapp über 100kwh im Monat. Das
entspricht auch einem durchschnittlichen Verbrauch einer 42-m2 großen Wohnung, d ie
mit den o.a. Elektrogeräten ausgestattet und dem Konsumverhalten eines Alleinstehenden,
der tagsüber berufstätig ist.
Als D. Kracanovic nun seine Jahresabrechnung bekam fiel er aus allen Wolken. Obwohl er
bereits 969,60 Euro an Vorauszahlungen geleistet hatte, soll er nun 893,34 Euro nach-
zahlen. Zusätzlich wurde die monatliche Vorauszahlung mit 168,- Euro festgesetzt.
Daraufhin nahm Kracanovic die Rechnung von Wien-Energie genauer unter die Lupe und
stellte fest, dass er nach dem Zählertausch (in einem Zeitraum von 10 Monaten) 14.490
Kwh verbraucht haben soll. Das entspräche einem monatlichen Verbrauch von sage und
schreibe 1.449 Kwh.
Dass dem wohl nicht so sein kann, wird jedem logisch denkenden Menschen einleuchten.
Also rief Kracanovic (mehrmals) bei Wien-Energie an und reklamierte sowohl die Rechnung
als auch die neue Vorschreibung. Doch unter der auf der Faktura angegebenen Hotline-
Nummer hatte er keinen Erfolg. Entweder hing er endlos in einer Warteschleife oder flog
aus der Leitung – und falls sich doch jemand von Wien-Energie am Telefon meldete,
wurde er abgewimmelt.
Der einheitliche Tenor der Aussagen von den Wien-Energie-Mitarbeiter(innen), die sich
auf der Hotline-Nummer meldeten war dahingehend, dass man bei Wien-Energie keine
Fehler mache und Kracanovic die Rechnung einbezahlen müsse bzw. diese von seinem
Konto abgebucht wird und er für ausreichende Deckung sorgen soll, ansonsten ihm der
Stromanschluss gesperrt werde.
Wir rieten Herrn Dragan Kracanovic. gegen die Rechnung Einspruch zu erheben und eine
Zählerüberprüfung zu beantragen. Zusätzlich werden wir diesen Beitrag an Wien-Energie
weiterleiten und um Stellungnahme ersuchen. Wir werden an dem Fall dranbleiben und
wieder berichten, wenn es Neuigkeiten gibt
*****
2012-07-22
Leserbrief
Ein Kunde der österreichischen Staatsbahnen, kurz ÖBB, wollte in Anspruch nehmen,
wessen sich die ÖBB rühmen. Nämlich das Service. Eine Vorteilscard wurde bestellt und
bezahlt, sie sollte nach einigen Wochen zugeschickt werden. Doch sie kam nicht.
Nach zwei Monaten versuchte der Kunde eine telefonische Anfrage bei der Bahn. Und
schöpfte neue Erfahrungen über deren Service.
Angerufen wurde auf der normalen Nummer der ÖBB, wie sie im Internet zu finden ist,
nämlich 01 93000-0. Eine Frau N. meldete sich mit spitzer Stimme, als Vermittlung.
Vorteilscard? Ja, da würde sie ihm die Nummer geben. Sie würde ihm die Nummer
geben. Sie wolle ihm die Nummer geben. So ging das einige Male. Ob sie denn nicht
weiterverbinden könne, schließlich sei sie die Vermittlung? Nein, sie würde ihm die
Nummer geben. Nach mehrmaligen Ankündigungen rückte Frau N. mit einer Mehr-
preisnummer heraus. Ob es denn keine andere gebe? Nein, und der Kunde könne
sich ja beschweren. Sprachs und legte auf.
Der gerade noch geduldige Kunde versuchte es nochmals. Geriet an eine Frau N. Die
erst mit einer Kollegin Rücksprache hielt. Beschwerdestelle? Nein, die habe eine
anderen Nummer, sie dürfe nicht weiterverbinden. Schließlich ließ Frau N. sich herab,
dem Kunden, der ihre beschaulichen Vermittlungskreise gestört hatte, doch noch zu
verbinden. Nach einiger Wartezeit meldete sich – der unschuldige Reinigungsdienst!
Ob dieser kaltschnäuzigen Beleidigung nun schon erbost, versuchte der Kunde eine
Hotline-Nummer der ÖBB. Eine dieser Nummern, wo man sich bei laufenden Gebühren
Ziffer um Ziffer weitertasten muß. Klappt nur eben nicht immer. Nach dem dritten
Versuch eine Stelle für Vorteilskarten. Man möchte, nun schon eher ungehalten, die
eigentliche Frage stellen. Daran ist die Hotline wenig interessiert, es wird aufgelegt.
Nach zwei weiteren Versuchen bei der Hotline darf der Kunde die Beschwerdestelle
verlangen und wird auch durchgestellt. Gelangweilt nimmt ein Mitarbeiter die Sache
auf, möchte Daten, Telefonnummer, etc. Für dieVorteilscard? Ah, für diese wäre er
nicht zuständig. Nun nimmt der Kunde von seinem Ausflug in die DDR Abstand.
Erfahrung: DDR-Vermittlungen sind nicht zum Vermitteln von Gesprächen da; Kun-
denwünsche gibt’s nur auf Mehrpreisnummern. Geschäftspolitik jenes Unternehmens,
in das jährlich mehr als eine Milliarde Euro an Subventionen gepulvert wird, obwohl
es schon lange insolvent ist.
Mit besten Grüßen
Peter E.
2011-09-15
Madejski vs. Ludwig
Die aktuelle Streiterei zwischen dem Wiener FPÖ-Klubobmann-Stv. Dr. Madejski und dem
SPÖ-Wohnbaustadtrat Ludwig, bezüglich der kostenpflichtigen Wiener Wohnen-Hotline 05
75 75 75, bei der man pro Minute 29 Cent bezahlen muß, hat uns veranlasst die 05er-Tele-
fonnummer etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Warnung bereits vor über einem halben Jahr
Bereits zum Vorjahresende warnte der Österreichische Seniorenbund vor der Kostenfalle „05-
er“ Telefonnummern. In einer Presseaussendung teilte dieser mit, dass die meisten Ämter und
Behörden (z.B. PVA) aber auch jene von Banken, Polizei, ÖBB, etc. , auf so genannte 05er-
Nummern umgestellt wurden.
Die Meinung des Seniorenbundes
„Diese Telefonnummern, die mit 05 beginnen, sollten die Erreichbarkeit für die Bürgerinnen
und Bürger in ganz Österreich zu günstigen Tarifen – nämlich zum Ortstarif – garantieren“,
meinte Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Senio-
renbundes.
„Allerdings“, so Aubauer weiter, „der Ortstarif ist kaum mehr für jemanden relevant, denn die
meisten Menschen telefonieren heute vom Handy aus. So kommt es, dass viele wichtige Num-
mern heute mitunter nur zu sehr teuren Tarifen erreichbar sind.“
Wasser predigen und Wein trinken
Und die Arbeiterkammer wäre nicht die Arbeiterkammer, wenn sie nicht auf diesen Zug auf-
gesprungen wäre. Allerdings finden wir es erstaunlich auf andere mit dem Finger zu zeigen,
wenn man sich selbst der gleichen Methode bedient.
AK ortet Abzocke bei 05er Telefonnummern
Eine Abzocke beim Anrufen von sogenannten 05er Nummern ortet die Arbeiterkammer Tirol.
Sie fordert ein Ende dieser Kostenfalle. Viele Ämter und Behörden verwenden diese Num-
mern…. Den kompletten Beitrag können Sie auf „tirol.orf.at“ nachlesen.
Irgendwie scheint es den Verantwortlichen bei der AK entfallen zu sein, dass sie selbst stolze
Besitzer dieser 05er-Abzock-Telefonnummer sind. Folgende Entdeckung haben wir bei uns-
eren Recherchen gemacht.

Keine Notfallnummer
Wer nun glaubt dass es sich hier um eine Notfallnummer handelt, der irrt sich gewaltig. Folgen-
de AK-Stellen sind ausschließlich über eine 05er-Telefonnummer erreichbar. Der/die geneigte
Leser(in) kann sich über diese Tatsache auch selbst auf der „Webseite“ der AK informieren.
AK Kärnten
Bahnhofplatz 3
9021 Klagenfurt
Telefon: 050 477
Arbeitsrecht: 050 477-1000
Konsumentenschutz: 050 477-2000
Steuerrecht: 050 477-3000
Fax: 050 477-2400
AK Oberösterreich
Volksgartenstraße 40
4020 Linz
Telefon: (0)50 6906 – 0
Fax: (0)50 6906 – 2860
AK Steiermark
Hans-Resel-Gasse 8-14
8020 Graz
Telefon: 05/7799-0
Fax: 05/7799-2387
AK Vorarlberg
Widnau 2-4
6800 Feldkirch
Telefon: 050/258-0
Fax: 050/258-1001
Was kostet nun ein Anruf bei der AK?
Da stellt sich natürlich die Frage, wieviel eine hilfesuchende Person pro Minute zu bezahlen
hat, wenn sie sich telefonisch an die Arbeiterkammer wendet. Vielleicht könnten die verant-
wortlichen Herrschaften darüber Auskunft geben, denn bei keiner der von uns angerufenen
Telefonnummern, wird eine Kosteninformation erteilt.
*****
2010-08-21
Datenbankserver abgestürzt
Vorerst wollen wir uns bei unseren Leser(innen) für die mehrstündige Nichterreichbar-
keit entschuldigen. Das Problem lag bei AON deren Datenbankserver abgestürzt war,
auf dem auch die Datenbank dieses Online-Magazins liegt.
Technisches Probleme können immer wieder auftreten, allerdings wie diese bei AON
behandelt werden ist in der Tat erstaunlich. Da in diesem Fall auch ERSTAUNLICH ein
erstaunliches Erlebnis hatte, wollen wir Ihnen dies nicht vorenthalten.
9.April 2010 gegen 22:30 Uhr
Der Herausgeber dieses Magazins erhält zahlreiche E-Mails in denen angefragt wird,
was mit ERSTAUNLICH los sei, da die Webseite nicht erreichbar ist. Es erfolgt eine
sofortige Nachschau mit folgendem Ergebnis.
Nachdem die Webseite aufgerufen wird, erscheint am Monitor folgende Fehlermeldung:
Database Error: Unable to connect to the database:Could not connect to MySQL
Auch der mittlerweile informierte Programmierer versucht sein Glück, indem er direkt
in die PHP-Datenbank einsteigen will, allerdings ebenfalls eine Fehlermeldung erhält:
#1040-too many connections . Damit ist die Fehlerursache klar. Der Datenbankserver
war abgestürzt.
9.April 2010 gegen 22:45 Uhr
Anruf bei der AON-Business-Hotline. Der völlig unfreudliche AON-Mitarbeiter Herr E.
(Namen der Red. bekannt) nimmt den Anruf entgegen. Offensichtlich wurde er beim
TV schauen oder sonstiger Freizeitbeschäftigung gestört.
Dass dieser Mann nicht nur unfreundlich, sondern auch völlig ahnungslos ist stellt sich
unter Beweis, als er mit dem technischen Problem konfrontiert wird. Ihm wird dezetiert
mitgeteilt, dass bei AON der betreffende Datenbankserver abgestürzt ist.
Er bietet an Rooter- und Internetverbindung zu überprüfen. Als ihm in etwa fünf mal
erklärt wird, dass die Internetverbindung in Ordnung sei und das Problem beim Server
liegt, verlangt er plötzlich alle AON-Daten von ERSTAUNLICH.
Da diese Datenblätter, vom Herausgeber verständlicherweise nicht in der Jackentasche
mitgeführt, sondern im Büro aufbewahrt werden, kann diese Auskunft nicht erteilt werden.
Das Einzige was mitgeteilt werden kann ist, dass ERSTAUNLICH auf einem AON-Business-
Server liegt und einen VIP-Vermerk hat.
Die Daten sind ohnehin bei AON gespeichert und auf diesen Umstand wird Herr E. auch
aufmerksam gemacht. Nach längerer Diskussion bequemt sich der AON-Mitarbeiter die
Daten von sich aus abzufragen.
Die nächste Frage von diesem Mann fällt dann unter die Rubrik „Erstaunliches“, denn
diese lautet: „Warum haben Sie nicht vor 22:00 Uhr angerufen, da wäre alles viel ein-
facher gewesen?“
Der AON-Mitarbeiter fragt also allen Ernstes, warum das Problem nicht um eine Zeit
gemeldet wurde, als dieses noch gar nicht bestand. Da fragen wir uns schon, mit
welcher Qualifikation dieser Mann seinen Job ausübt.
Herrn E. wird wiederholt mitgeteilt, dass www.erstaunlich.at Business-Kunde mit VIP-Status
ist und eine schnelle Lösung des Problems optimal wäre. Den VIP-Status hatte dieses
Online-Magazin von einem leitenden Angestellten der AON-Direktion erhalten, nachdem
AON schon in der Vergangenheit ein derart ähnlich gelagertes Problem hatte und der
Server 17(!) Stunden offline war.
Obwohl allein schon die Tatsache Business-Kunde zu sein eine rasche Abwicklung
gewährleisten sollte, gibt der AON-Mitarbeiter wieder erstaunliches von sich.
„Business-Kunde zu sein ist für AON kein Grund aktiv zu werden“, so Herr E. von
der AON-Business-Hotline. „Ausserdem könne er keinen VIP-Vermerk feststellen“,
meint der überforderte AON-Mitarbeiter weiter.
Offensichtlich weiß bei AON die Linke nicht, was die Rechte tut und das veranlasst den
Herausgeber von ERSTAUNLICH mitzuteilen, sollten sich seine Angaben als unrichtig
herausstellen, könne man ihm die Rechnung für den Einsatz schicken. Herr E. von der
AON-Business-Hotline verspricht einen Rückruf.
9.April 2010 gegen 23:45 Uhr
Herr E. ruft tatsächlich zurück, hat aber die nächste Erstaunlichkeit auf Lager. Dem zu-
ständigen Techniker sei das Problem bekannt, weigere sich aber dieses zu beheben.
Nun wird es dem Herausgeber dieses Magazins zuviel und stellt rechtliche Schritte
in Aussicht. Der AON-Mitarbeiter verspricht einen neuerlichen Rückruf.
10.April 2010 gegen 00:10 Uhr
Herr E. von der AON-Bus.-Hotline ruft neuerlich an und teilt folgende Daten mit:
Störungsaufnahme Aktenzahl: 3039 78 11. Weitergabe an Folgesystem F99210
Allerdings könne er nicht sagen, wann das Problem behoben wird. Laut seiner
eigenen Aussage ist für die Problembehebung eine Zeitdauer von zehn bis zwan-
zig Minuten nötig.
Aber es wäre nicht Herr E., wenn dieser nicht eine neuerliche Überraschung auf
Lager hätte. Plötzlich befindet sich der Serverplatz von ERSTAUNLICH auf einem
ganz normalen AON-Basis-Account. Erstaunlich, denn auf der monatlichen Rechnung
steht ganz was anderes und auch die Kosten betragen ein Vielfaches.
Ausserdem kann auf einem Basis-Account nicht mit der aktuellsten PHP-Version gear-
beitet werden, stellt dieser gar nicht den von uns benötigten Speicherplatz zur Verfüg-
ung und bietet keine Datenbanken an.
Als Herr E. mit diesen Argumenten konfrontiert wird, ist er planlos. Völlig unmotiviert
beginnt er zu erzählen, dass er kommenden Mittwoch einen „Este Hilfe Kurs“ absol-
viere, den er eventuell zur „Selbstwiederbelebung“ benötigen werde, da ihn der Job
so fordere.
Ausserdem sei er ein beamteter Mitarbeiter von AON, dem schon mehrmals angeboten
wurde in den Polizeidienst zu wechseln, was er jedoch bis dato strikt abgelehnte. Ob
es da wohl einen besonderen Grund gibt, warum AON diesen Mann loswerden will?
Möglicherweise war der Kaffee oder sonstiges Getränk das der AON-Mitarbeiter im
Nachdienst zu sich genommen hatte zu stark. Das Telefongespräch wird beendet. Es
wurde mittlerweile 01:05 Uhr und das Problem besteht nach wie vor.
Unser Motiv
Warum erzählen wir Ihnen diese Geschichte die sicherlich nicht weltbewegend ist? Weil
sie garantiert unter „Erstaunliches“ fällt, wir ein wenig Frust ablassen wollten und vor-
allem Personen zum Nachdenken anregen wollen, die unter Umständen beabsichtigen
bei AON einen Webspace anzumieten.
Das uns angebotene Kundenservice entsprach nicht annähernd dem Standard eines
professionellen Webspace-Anbieters und war unter jeder Kritik. Vielmehr erinnert es an
einen Auto-Eckhändler, bei dem ein Kunde zu reklamieren versucht.
Von so einem Unternehmen wäre man von einem derart letztklassigen Service und
einer unprofessionellen Gangart nicht überrascht. AON hat uns bewiesen, dass man
in ihrem Unternehmen ebenfalls diese erstaunliche Kundenbetreuung beherrscht.
Jeder private Anbieter, welcher derart schwache Leistungen abliefert, würde in kürzester
Zeit pleite sein. Darüber sollte man in der Direktion bei AON nachdenken. Die Kunden-
zahlen sind bei diesem Unternehmen ohnehin stark rückläufig.
Wir haben jedenfalls von diesem Staatsbetrieb genug und beabsichtigen einen Wechsel.
Diesbezüglich haben wir an unsere Leser(innen) ein Anliegen. Sollten Sie einen verläss-
lichen Webspace-Anbieter kennen, mit dem Sie persönlich gute Erfahrungen gemacht
haben, teilen Sie uns dies bitte per E-Mail unter office@erstaunlich.at mit.
*****
2010-04-10
Wie gefällt die WIENER WIRTSCHAFT?
Diese Frage stellt die Wirtschaftskammer Wien, in der jüngsten Ausgabe ihres Jubel-
blattes, welches von den zwangsverpflichteten Mitgliedern finanziert wird. Man will
hier offensichtlich einen Art „Selbstbestätigung“ erfahren, wie beliebt das Print-
medium ist.
Die Wirtschaftskammer möchte von ihren Zwangsmitgliedern unter anderem auch erfahren,
was diese von den bunten Elementen der Zeitschrift, wie Leben und Lifestyle, Pro und
Kontra, Buchtipps und dem „Wirtschaftshoroskop“ (Anm. der Red.:war in dieser Ausgabe
nicht mehr vorhanden) halten.
Zu diesem Zwecke startete die Wirtschaftskammer eine Online-Umfrage unter www.wko.at/
wien. Bis zum 13.November können die Zwangsmitglieder ihre Meinung via Internet kund-
tun.
Wenn man die Seite aufruft erscheint folgender Bildschirminhalt, ausgenommen des von
uns hinzugefügte Banner, den wir dem Jubelblatt entnommen haben.

Die Meinungsabgabe ist ausschliesslich nur Mitgliedern vorbehalten, so ist es zumindest
gleich Eingangs in roten Lettern vermerkt. Da auch der Herausgeber dieses Magazins
unfreiwilliges Mitglied der Wirtschaftskammer ist haben wir uns gedacht, schauen wir
mal in die Webseite hinein und geben unser Kommentar dazu ab.
Username und Kennwort
Um in den virtuellen Fragebogen zu gelangen, muss das Mitglied seinen Usernamen und
sein Kennwort angeben. Da sind wir bereits auf das erste Problem gestossen, den wir hatten
keines von den beiden geforderten Bedingungen.
Keine Registrierungsmöglichkeit
Also an dem sollte es doch nicht scheitern dachten wir uns und begannen die Suche nach
einer Registrierungsmöglichkeit, sowie es auf den billigsten Webseiten möglich ist. Wir suchten
die komplette Seite durch und stellten fest, dass keine Möglichkeit zur Registrierung vorhan-
den war.
Also probierten wir es über die Funktion: „Anmeldung mit a.sign.premium“, was immer das
auch bedeuten mag und erhielten folgendes Ergebnis.

Hotline war auch ein Flop
Nachdem wir auch hier kläglich gescheitert waren, schritten wir zu Plan „B“ und riefen die
angegebene Hotline 0800 221 223 an und dachten, dass uns dort geholfen wird. Nachdem
wir geschlagene 35(!) Minuten in der Leitung hingen und ausser der bezaubernden weib-
lichen Tonbandstimme, die uns immer wieder suggerierte das sich gleich wer melden würde,
zu keinem Erfolg kamen, gaben wir auf.
Nur kein Kommentar, ist ein guter Kommentar
Wir fassen zusammen. Die Wirtschaftskammer startet eine Online-Umfrage auf ihrer Webseite
und will von ihren Zwangsmitgliedern wissen, was diese von der Zeitschrift „WIENER WIRT-
SCHAFT“ halten.
Dabei verabsäumen sie es aber den Usern eine Registrierung zu ermöglichen, obwohl für die
Teilnahme der Username und Kennwort zwingend vorgeschrieben ist. Diese Vorgangsweise
erinnert uns sehr an so manche „Serviceleistungen“ der Wirtschaftskammer.
Einen positiven Vorteil hat diese Methode jedoch. Wenn niemand die Möglichkeit hat ein
Kommentar abzugeben, kann auch kein Negatives dabei sein. Also, hoch lebe die „WIENER
WIRTSCHAFT“. Traurig ist nur, dass das Ganze mit den Geldern der Zwangsmitgliedern finan-
ziert wird.
Stauni
2009-10-29
Zwei erstaunliche Rückholaktionen
Rückholaktionen sind prinzipiell nicht besonderes, jedoch betreffen sie meist die Auto-
branche. Vermutlich hat auch schon der eine oder andere Leser eine Verständigung von
einer Automobilvertretung erhalten und wurde mit seinem Vehikel in die Werkstatt zurück
beordert.
Küchenbomben
Aber nicht nur Autos sind von Rückholaktionen betroffen. Auch bei anderen Gegenstände
des täglichen Lebens gibt es ab und zu Probleme. So zum Beispiel ruft das schwedische
Möbelhaus „IKEA“, Gasmulden der Firma Electrolux zurück.

Artikelnamen: Framtid HGA1K und HGA2K
Artikelnummer: (001- 541- 58 und 901- 541- 54)
Überlebensabsicht?
Bei den Geräten kann es zu Gasaustritt kommen. „IKEA“ meint sinnigweise, dass Besitzer
dieser Gasmulden im eigenen Interesse die Benutzung des Produkts einstellen und die Gas-
zufuhr abdrehen sollen.
Keine Chance zur Reklamation
Laut Ikea wurden bereits von den 19 verkauften Gasmulden, 16 betroffene Käufer ausfindig
gemacht. Von Zwischenfällen sei bis jetzt jedoch noch nichts bekannt. Na ja, sollten den
verbleibenden 3 Kunden ihre Geräte um die Ohren geflogen sein, haben sie wahrschein-
lich keine Möglichkeit mehr gehabt, sich in der Reklamationsabteilung von Ikea einzufinden.
Jedenfalls kann das schwedische Möbelhaus ihren Werbeslogan etwas abändern. „Wohnst
Du noch, oder explodiert Du schon!“
Zoff bei Zott
Etwas schwieriger mit dem Ausforschen der Kunden, hat es die Firma ZOTT. In rund 500
Becher, gefüllt mit leckerem Erdbeerjoghurt, sind Metallteilchen gelangt. Die betroffene
Ware trägt das Mindesthaltbarkeitsdatum 23.10. bis 25.10.2009.
Vor Genuß mit einem Magnet testen, wenn Sie ganz sicher gehen wollen.
Eisen ist gesund
Der Mensch benötigt zwar Eisen für seinen Organismus, aber ob dafür ein bis acht Millimeter
große Metallspäne geeignet sind, möge dahin gestellt bleiben. Die etwas erstaunliche Aus-
rede für die Panne: „Die Späne könnten durch eine Störung am Fruchtkocher in die Lebens-
mittel geraten sein.“ So stellt es zumindest ein Unternehmenssprecher der Firma ZOTT dar.
Gratisjoghurt?
Konsumenten sollten von betroffenen Joghurtbechern den Deckel entfernen und das Joghurt
vernichten. Nach Einsendung des Deckels werde die Firma die Verbraucher entschädigen,
meint man bei ZOTT weiter.
Kostpflichtige Hotline
Wie der Joghurthersteller jene Konsumenten entschädigen will, welche die eisenhaltige
Ware bereits verspeist haben, darüber herrscht Stillschweigen. Allerdings wurde von der
Firma ZOTT folgende Hotline unter der Telefonnummer: „09078- 801- 300“ eingerichtet.
Erstaunlich, da baut eine Firma kräftig Mist und hat dann noch die Chuzpe eine kosten-
pflichtige Mehrwertnummer einzurichten, bei der die betroffenen Kunden anrufen und
dadurch noch zusätzlich löhnen können.
Stauni
2009-10-10