Offener Brief an die österreichische Bundesregierung
LESERINNEN-BRIEF vom 26.03.2014
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Faymann! Sehr geehrter Herr Vizekanzler Spindelegger! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Ich, Veronika Lindinger, habe jahrelang in Österreich meine Steuern bezahlt. Ich trage daher einen Teil zur Finanzierung Ihrer Gagen bei. Daher sehe ich es als moralisch legitim, mitbe- stimmen zu dürfen, was mit meinem Steuergeld (und dem der anderen Österreicher) passiert. Abgesehen von dem Desaster, das mit der Hypo-Alpe-Adria angerichtet wurde und wofür jetzt aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen der Steuerzahler die Konsequenzen zu tragen hat, sehe ich absolut nicht ein, warum der Staat Österreich jetzt plötzlich um 86 Millionen Euro die Kunstsammlung Essl kaufen soll. Herr Essl hat mit dem Reichtum, den er sich privat durch die Firma Baumax aneignen konnte, selbst und im Alleingang die Bilder er- worben und genauso soll er sie jetzt wieder selbst und im Alleingang verkaufen. Bei der Überschuldung, die die Firma Baumax hat und aufgrund derer ihr der Konkurs zu drohen scheint, interessiert mich vordergründig sowieso, ob die Firma nicht auch Schulden beim Finanzamt hat. Wenn ja, dann wäre es interessant zu wissen, wie hoch diese Schulden sind und ob der Staat Österreich eigentlich nicht zum Ausgleich dieser Schulden die Bilder sowieso beschlagnahmen könnte. Die „Osterweiterung“ scheint ja jetzt mehreren Firmen auf den Kopf zu fallen und in weiterer Folge wieder dem Steuerzahler. (Es lebe die Globali- sierung!) Falls Baumax keine Schulden bei Finanzamt oder sonstigen Behörden wie Krankenkasse etc. haben sollte, dann erhebt sich für mich als Steuerzahler trotzdem immer noch die Frage, wo wir denn im ohnehin schon über alle Maßen ausgelasteten Budget plötzlich eine Reserve von 86 Millionen Euro haben sollten, deren Ausgabe in weiterer Folge wieder den Steuerzahler belasten würde. Herr Kulturminister Ostermayer betont, dass der Ankauf der Kunstsammlung möglicherweise zur Rettung von 4000 Arbeitsplätzen in Österreich dient. Und wenn nicht? Wie man Spekula- tionen, Zusagen und Garantien unserer Regierung Glauben schenken kann, haben wir nach der Nationalratswahl 2013 erlebt. Vorher hieß es aus dem Mund des Finanzministers: Mit uns gibt es keine neuen Steuern! Jetzt haben wir neue und höhere Steuern und den gleichen Finanzminister gibt es immer noch! Also noch einmal: Von mir als Steuerzahler ein klares NEIN zum Ankauf der Kunstsammlung Essl durch den Staat Österreich! Mit freundlichen Grüßen Veronika LindingerDie Polizei und ihre Not mit Parkplätzen
LESEREPORTER(IN)
Am Nachmittag des 11.August entdeckte ich vor der Baumax Filiale Stockerau den auf dem
Foto abgebildeten Funkwagen der Polizei. Nun muss man wissen, wonach dieser Baumarkt
über einen stattlichen Kundenparkplatz verfügt, welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme (16:53
Uhr) wohl nicht mehr allzu sehr ausgelastet gewesen ist.
Anstatt den Funkwagen in einer der vorgesehenen Parklücken vorbildgerecht abzustellen,
wurde eine ganz und gar „erstaunliche“ Abstellweise gefunden und von mir bildlich doku-
mentiert. Wie man sehen kann, sind manche eben gleicher als gleich.
Beste Grüße!
E.S.
2012-08-19
Anschauen: Ja! Kaufen: Nein!
Die erstaunliche Welt der Baumärkte
Wer kennt sie nicht, die erstaunliche Welt der Baumärkte? Kaum betritt man diese
und sieht sich fragend nach dem Verkaufspersonal um, ist dieses wie vom Erd-
boden verschluckt. Ein treuer ERSTAUNLICH-Leser (Namen der Red. bekannt) hatte
allerdings ein Erlebnis der besonderen Art, von dem wir unsere Leser(innen) berichten
wollen.
Unser Leser wollte gestern, Samstag, einen gemauerten Griller bei der Bauhausfiliale
im 20. Bezirk erstehen. Also fuhr unser Leser zu der Filiale, von der er wusste, dass
sie vier verschiedene Steingriller vor der Türe stehen hat und entschied sich für den
Griller „Cacun“. Frohen Mutes betrat er die Filiale und wandte sich an das ausgezeich-
net geschulte Fachpersonal.
Da unser Leser bereits ein gebranntes Kind ist, was diese Bauhausfiliale betrifft, ist er
nicht davon ausgegangen, dass er den Griller gleich mitnehmen kann, sondern wollteihn einfach nur mittels Anzahlung reservieren und sich einen Abholtermin ausmachen. Ein überaus freundlicher Angestellter des dortigen Gartencenters bemühte sich redlich die Wünsche unseres Lesers zu erfüllen.
Der Dialog
Leser: Ich hätte gerne den Griller „Cancun“, was muss ich machen?
Mitarbeiter: Ich schau mal im Computer nach, ob wir ihn lagernd haben – Der
Mitarbeiter schaut nach – Wunderbar, wir haben ein Stück hier. Ojeh, das ist
unser Ausstellungsstück, das darf ich ihnen nicht verkaufen.
Leser: Hat vielleicht eine andere Filiale diesen Griller lagernd?
Mitarbeiter: Gute Idee, ich schau im Computer nach. – Es schaut – Ah, die
Filiale in Niederösterreich hat drei Stück, soll ich anrufen?
Leser: Ja, bitte, ich brauche den Griller, da ich meine Terrasse umbaue.
Mitarbeiter ruft an, mit dem Ergebnis, dass bereits alle drei Griller
reserviert sind.
Leser: Pech, kann ich den Griller bei ihnen bestellen, wenn sie ihn nicht
lagernd haben?
Mitarbeiter: Prinzipiell ja, nur muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass
wir diese Griller aus Italien beziehen und die Lieferung erst ab einer Summe
von 3.000 Euro gratis ist. Sie müssten für den Transport noch 70 Euro
zahlen.
Leser: Sie haben den Griller um 329 Euro ausgepreist. Ich gehe daher davon
aus, dass ich ihn daher um 329 Euro von ihnen kaufen kann.
Mitarbeiter: Ja, aber der Transport kommt noch dazu.
Leser: Das ist aber ganz sicher nicht mein Problem, wie sie ihren Transport
organisieren.
Mitarbeiter: Ich habe da meine Vorgaben, ich muss ihnen die 70 Euro
verrechnen.
Leser: Ich fasse zusammen: Ich kann mir bei ihnen den Griller „Cancun“, den
sie mit 329 Euro ausgepreist haben ansehen, aber ich kann ihn nicht um 329
Euro kaufen und sie haben ihn auch nicht lagernd. Das ist eine interessante
Geschäftsidee. Warum stellen sie diesen Griller aus, wenn man ihn nicht
kaufen kann?
Mitarbeiter: Das weiß ich auch nicht, dafür bin ich nicht zuständig.
Unser Leser betont ausdrücklich, dass der Mitarbeiter ausgesprochen freundlich und
bemüht war und für diese erstaunlichen Geschäftspraktiken der Bauhausgruppenicht verantwortlich ist.
Wovon leben die?
Es stellt sich jedoch schon die Frage, was sich die Manager der Gruppe dabei ge-dacht haben. In Erinnerung des Zitates von Erste-Bank-Manager Treichl, wonach die
Politiker faul und dumm seien, fragt sich unser Leser zu Recht, wie sich das mit
Managern verhält. Ein Produkt prominent vor dem Eingang eines Geschäftes zu platz-
ieren, das dann nicht gekauft werden kann, ist wohl auch nicht rasend schlau.
Jedenfalls hat unser Leser seinen Griller „Cancun“ dann beim Baumax gefunden und
das auch noch um mehr als 100 Euro billiger. Wir hoffen, dass Bauhaus nicht in die
Verlegenheit kommen muss, die angebotenen Produkte auch noch verkaufen zu müssen. Die Frage ist nur: Wovon leben die?
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2011-05-22Und ewig lockt das Weib
Werbestrategien
Werbung soll auffallen. Also was liegt näher, das bewerbende Produkt in Verbindung miteinem schönen Körper zu bringen. Wer schaut sich schon einen Eislutscher auf einem
Werbeplakat an? Wenn dieser jedoch von einer schönen Frau im Bikini in der Hand gehalten
wird, sind die Hingucker garantiert.
Zahnlose Institution ÖWR
Welchen wirklichen Zweck der Österreichischen Werberat zu erfüllen hat, ist uns ohnehinnicht ganz klar. Allerdings könnte man annehmen, dass verschiedene Emanzengruppen einen Vertrag mit dieser Institution haben, um dieser eine Existenzberechtigung zu geben.
Neuer Kodex
Das es aber wenigstens so aussieht als wäre der ÖWR wichtig, hat dieser nun einen neuenKodex gegen Sexismus in sein Programm aufgenommen. Man will den Werbemachern, spe- ziell bei sexistischer und frauendiskriminierender Werbung, die Grenzen aufzeigen.
Was ist Sexismus?
Laut Wikipedia versteht man unter Sexismus die Diskriminierung oder Unterdrückung vonMenschen allein aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Das bedeutet die Ausbeutung,
Vernichtung, Beherrschung und Verfolgung einer Person, auf Grund deren Geschlechtes.
Die Sicht der Emanzen
Das sehen Kampfemanzen naturgemäß anders. Sie verbinden Sexismus ausschliesslich
mit dem weiblichen Geschlecht. Die Darstellung eines fast nackten Mannes in einer Deo-werbung lässt sie kalt, während ein Werbe-Banner einer Baumax-Werbung, auf dem eine
Frau in einem roten, engen Shirt und enger Hose abgebildet ist, als sexistisch gilt.
Für dieses Baumax-Werbung gab es auch eine Zitrone von den Standard-Emanzen auf
„diestandard.at“. Diese Zitronenverteilerinen sind ohnehin sehr erstaunlich. Einerseits
Geschlecht die Köpfe blutig schlagen.
Boxen ja, Kuscheln nein
Anderseits verteilen sie für ein Werbeplakat des steirischen Tourismusverbandes eineZitrone. Auf diesem sind auf einem Boot und auf einem Badesteg Pärchen zu sehen, die
sich vor der Kulisse einer schönen Landschaft aneinander kuscheln.
Das werten die Standard-Kampfemanzen als Sexismus, denn sie ziehen daraus den Schluss,
dass die Damen nicht alleine stehen, bzw. sitzen können und sich daher am männlichen
Part anlehnen müssen. Sie sehen darin eine Werbung für das unterwürfige Verhalten von
Frauen.
Heisser Stahl und nackte Haut
Hoffentlich besuchen diese Damen keine Auto- oder Motorradmesse, denn der Anblick derModels würde sie vor Schreck erstarren lassen. Auch die Sichtung eines Pirelli-Kalenders
würde bei ihnen einen Schreikrampf auslösen.
Neidkomplex?
Wir haben uns etliche Fotos von bekannten Emanzen angesehen. Da wir niemanden belei-
digen wollen, unterlassen wir es Namen zu nennen. Es heisst zwar, dass die Schönheit im
Auge des Betrachters liegen soll, aber nach Durchsicht der Fotos haben wir festgestellt, dassdie meisten dieser Emanzen nicht mit Attraktivität gesegnet sind.
Da stellt sich für uns natürlich die Frage, ob das ganze Geschrei um Sexismus und Aus-
beutung der Frauen, nicht aus einem Neidkomplex entsteht, denn von diesen Damenwürde es mit Sicherheit keine in die Werbung schaffen um auf einem Plakat erstrahlen
zu können.
Stauni
2009-10-03