Polnische Schneeschaufler in Wien
Die Ostöffnung dürfte tatsächlich zu einer Verdrängung am österreichischen Arbeitsmarkt
führen. Dies ist kein Hirngespinst der Freiheitlichen sondern traurige Realität, welche wir auch
beweisen können. Folgende Fotos wurden am 23.02.2013 im 21. Wiener Gemeindebezirk, in
der Siemensstraße geschossen.
Beide Schneeschaufler stammen aus Polen. Ob diese nun Arbeiter oder Vertragspartner der
Firma ATTENSAM sind, konnte aus sprachlichen Gründen nicht geklärt werden. Die beiden
Schneeschaufler bestätigten jedoch, dass sie aus Polen anreisten. Ebenfalls wurde von
ihnen bejaht, dass sie mit dem VW-Bus (Foto), mit polnischem Kennzeichen unterwegs sind.
Bedenkt man nun Treibstoff- und Unterbringungskosten fragen wir uns, wie viel Entgelt die
beiden Polen tatsächlich für ihre Arbeit erhalten? Da die Firma ATTENSAM kein Wohlfahrts-
unternehmen ist, muss es sich für diese trotzdem rechnen. Dasselbe gilt auch für die beiden
Polen, die ja nicht aus Jux und Tollerei nach Österreich gekommen sind.
Auf Grund dieser Tatsachen nehmen wir an, dass ein Österreicher nicht um jenes Entgelt
Schnee schaufeln würde, welches an die beiden polnischen Schneeschaufler bezahlt wird
bzw. überbleibt, nachdem Treibstoff- und Unterbringungskosten abgezogen wurden. Aller-
dings zahlt es sich für Arbeitskräfte aus den ehemaligen Ostblockländern aus in Österreich
zu arbeiten.
Denn verglichen mit den Löhnen in der Slowakei, Tschechien, Polen und Ungarn, sind öster-
reichische Gehälter enorm hoch, auch wenn sich diese im unteren Lohnniveau bewegen. Und
damit steht für uns fest, dass tatsächlich bereits eine Verdrängung am österreichischen
Arbeitsmarkt begonnen hat.
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2013-02-25
Unabhängig
Wir sind ein Parteiunabhängiges Online-Magazin und nehmen uns daher kein Blatt vor dem
Mund. Wir kritisieren alle Parteien ohne Rücksicht auf Couleur, wenn wir der Meinung sind,
dass Kritik angebracht ist.
Die Freiheitlichen kommen bei uns nicht immer gut weg, da uns die aggressive Stimmungs-
mache einiger FPÖ-Politiker sauer aufstoßt.
Das man jedoch nicht alle in einen Topf werfen kann, beweist uns jetzt die Haltung des FPÖ
Vizeparteiobmann Norbert Hofer. Er ist auf unsere Beiträge bezüglich der Sexinserate in einer
kleinformatigen Tageszeitung aufmerksam geworden.
Allerdings hat er noch etwas viel erstaunlicheres entdeckt und zwar eine Beschwerde aus
dem Gleichbehandlungsbericht.
Leihopa unerwünscht
Ein kinderliebender, rüstiger Senior will in seinem Ruhestand nicht untätig herumsitzen und
entschloss sich aus diesem Grund, als Leihopa zu fungieren.
Da der Mangel an Kinderbetreuung ohnehin sehr groß ist, ist dies ein lobenswertes Vorhaben.
Er wollte in einer Tageszeitung ein dementsprechendes Inserat schalten, indem er seine
„Leihopadienste“ zur Verfügung stellt.
Das Inserat wurde von der Tageszeitung mit der Begründung: „Es könnte sich ja um je-
manden handeln, der Kinder missbraucht“, schlichtweg abgelehnt.
Skandal 1
Völlig berechtigt hat der FPÖ Vizeparteiobmann Norbert Hofer für Derartiges kein Verständnis.
Wir orten hier zwei Skandale in einem. Bietet ein Mann Kinderbetreuungsdienste an, wird er
sofort mit Pädophilen auf eine Stufe gestellt.
Hätte eine Frau dieses Inserat schalten wollen, wäre niemand bei dieser Zeitung auf die Idee
gekommen, dass es sich um einen eventuellen Kindesmissbrauch handeln könnte.
Wir sind nicht unbedingt Verfechter der Geschlechtsneutralität, aber so kann es auch nicht
funktionieren. Wenn jedoch so etwas kommentarlos hingenommen wird, bedeutet dies eine
Diffamierung eines ganzen Berufsstandes, nämlich der Männer die in der Kinderbetreuung
tätig sind.
Wir fragen uns wo hier die GRÜNEN sind, die ja auf die Geschlechtsneutralität sehr großen
Wert legen. Und diesmal ist unsere Frage weder sarkastisch noch satirisch gemeint.
Skandal 2
Es nimmt zwar niemand Anstoß daran, dass in Tageszeitungen Sexinserate mit perversen
Texten geschaltet werden und dazu noch teils vulgäre Fotos von den Seiten prangen, aber
bei einem Leihopa ortet man sofort einen eventuellen Kindesmissbrauch.
Offensichtlich geht Geschäftemacherei vor Kindeswohl, den wie viel Leihopas werden schon
ein Inserat schalten, gemessen an der Zahl der gewerblichen Prostitutionsanzeigen.
Da spielt auch die Formulierung der Texte nur eine untergeordnete Rolle.
Welche Tageszeitung ?
Wir waren natürlich sehr neugierig welche Zeitung eine derartige Vorverurteilung vornimmt
und haben bei der Pressestelle der FPÖ nachgefragt.
Per E-Mail wurde uns mitgeteilt, dass es derzeit leider nicht bekannt ist, um welche Zeitung
es sich handelt. Die Beschwerde stammt aus dem Gleichbehandlungsbericht ohne konkreten
Hinweis auf das Medium. Die FPÖ wird daher eine parlamentarische Anfrage starten, um eine
Antwort zu bekommen.
Wir bedanken uns vorerst bei Herrn Norbert Hofer, sowie bei der FPÖ-Mitarbeiterin Frau Heike
Nepras und werden an dieser Sache dranbleiben.
Wie wir etwas Neues erfahren, werden wir sofort davon berichten.
Stauni
2009-04-22