Tageseltern unter Druck

Eine neue Studie im Auftrag der AK offenbart Belastungen, mit denen Tageseltern konfrontiert sind

Tageseltern sind ein wichtiger Faktor, wenn es um Kinderbetreuung geht: Rund 2.000 Kinder werden in der Steiermark von Tageseltern betreut. Doch die beruflichen Rahmenbedingungen sind schwierig, die Zahl der Tageseltern geht stetig zurück. Eine neue Studie im Auftrag der AK beleuchtet Belastungen und Herausforderungen, mit denen Tageseltern konfrontiert sind.

Für die Studie, die vom Grazer Forschungsinstitut “Interdisziplinäre Gesellschaft für Sozialtechnologie und Forschung – IGSF” durchgeführt wurde, wurden 422 Tageseltern kontaktiert, 300 davon nahmen an der Befragung teil. Die größte Belastung stellt für die Befragten die finanzielle Unsicherheit dar: Ihr Einkommen ist direkt an die Zahl der betreuten Kinder gekoppelt, es gibt kein fixes Gehalt und viele notwendige Ausgaben – von Verpflegung über Bastelmaterialien bis hin zu Sicherheitsattesten – müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Fast 60 Prozent der Tageseltern geben an, dass die Verpflegungspauschale nicht ausreicht, mehr als 85 Prozent erhalten keine vollständige Erstattung für Bastel- und Spielmaterialien. Auch die Überbrückungshilfe wird kritisiert, da sie zu gering, zu kurz und nicht für alle zugänglich ist. Zudem fehlt es an sozialer Absicherung: Mehr als 90 Prozent der Tageseltern erhalten keine Bezahlung, wenn Kinder zu spät abgeholt werden, es gibt keine garantierte Fortzahlung im Krankheitsfall oder während des Urlaubs. Vertretungsregelungen sind unzureichend, wodurch viele Tageseltern bei Ausfällen finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. In Summe leisten Tageseltern jährlich unbezahlte Mehrarbeit im Wert von 638.000 Euro.

Bürokratie

Gleichzeitig nimmt die bürokratische Belastung stetig zu: 60 Prozent der Tageseltern empfinden die Anforderungen der Fachaufsicht heute als strenger als noch vor fünf Jahren. Auch die Belastung im Berufsalltag hat zugenommen: 57 Prozent der Befragten sagen, dass der Beruf heute schwerer ist als vor fünf Jahren, und beinahe die Hälfte kann sich nicht vorstellen, diesen Beruf bis zur Pension auszuüben. Viele Tageseltern fühlen sich in ihrer Arbeit von der Gesellschaft nicht ausreichend wertgeschätzt und haben das Gefühl, dass ihr Beitrag zur Kinderbetreuung unterschätzt wird.

Appell

“Tageseltern spielen eine enorm wichtige Rolle in der Kinderbetreuung und leisten wertvolle Arbeit”, sagt AK-Präsident Josef Pesserl.

Gemeinsam mit AK-Vorstandsmitglied Beatrix Eiletz, AK-Sozialbereichsleiterin Bernadette Pöcheim und Karin Fechter (Betriebsratsvorsitzende Tagesmütter Graz-Steiermark) appelliert Pesserl an die Politik, für eine bessere finanzielle Absicherung und bessere Arbeitsbedingungen für Tageseltern zu sorgen.

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Förderstopp für den „Omadienst“


Das Ende einer familienfreundlichen Einrichtung


Wie der Katholische Familienverband der Erzdiözese Wien (KFVW) heute mitteilt,  stellt
die  Stadt  Wien  (MA10)  die Förderungen für den sogenannte „Omadienst“ ein.   Dieser
wurde jährlich mit rund 20.000,- Euro gefördert. Die letzte Erhöhung war im Jahre 2011.
Der  „Omadienst“  (Gründung 1973),  dem  jetzt  ein  Ende  droht,  schließt  Lücken  in der
Kinderbetreuung,  die  weder  eine Tagesmutter noch ein Kindergarten/Hort erfüllt und für
die es kein adäquates Angebot in Wien gibt. Die bisherige Förderung diente dem perso-
nalintensiven Einsatz und dem Erhalt der notwendige Infrastruktur (Büro, EDV).
Erstaunlich finden wir, dass die Stadt Wien zwar bereitwillig Millionen an sogenannte Inte-
grationsvereine   ungeprüft   ausschüttet,   aber  einer  Institution  wie   dem   „Omadienst“
jedoch  das  Geld mehr oder weniger kommentarlos gestrichen wird.   Wir empfinden das
als  Skandal,  vor allem in  Anbetracht der Tatsache,  wofür sonst ohne mit der Wimper zu
zucken Geld verschwendet wird.
Viele  Wiener  Familien  haben  die  Leih-Omas  nur  zu  gerne in Anspruch genommen,  um
Lücken in der Betreuung zu schließen.  Zudem haben zahlreiche Kinder enge Beziehungen
zu ihren Leih-Omas aufgebaut, die ihnen nun genommen werden.   Hier ist über viele Jahre
eine Win-Win-Situation entstanden,  die sich nun in Luft auflöst.
Es  ist  erstaunlich,  wie  hoch  das  Desinteresse  der politisch verantwortlichen Stadträtin
Frauenberger an den Wiener Familien sein muss.   Nach dem Förderskandal der Islam-
Kindergärten  und  der   absoluten  Unwilligkeit,   die  Situation  rund  um  die  Alt-Wiener
Kindergärten  zu  lösen,  kommt  nun  auch  noch  der  Förderstopp  für  den  Omadienst.
Da  muss  die  Frage  gestattet  sein,  ob die Wiener  SPÖ-Stadträtin mit ihrem Job nicht
komplett überfordert ist.
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2016-08-29

Rassistisches Wahlwerbeplakat der Grünen


Mehr belämmert als die Anderen

Man  stelle  sich vor,  dass auf nachfolgendem Sujet nicht das Logo der Grünen sondern das
der  FPÖ prangen würde.   In diesem  Fall bedarf keiner besonderen Vorstellungskraft,  dass
dann der Teufel los wäre.
Screen: facebook.com (Die Grünen Österreichs)
„Wer putzt bei Dir?“ fragen  die  Grünen.   Nun,  bei  Otto Normalbürger sicher keine Putzfrau,
denn dies wird schon aus finanziellen Gründen nicht möglich sein.  Also bleiben nur finanziell
besser gestellte Personen übrig.  Unter diese fallen natürlich auch Politiker(innen).
Die  Grünen  geben  in einem Facebook-Kommentar zu,  dass Ausbeutung von Menschen mit
Migrationshintergrund  in  Niedriglohnjobs  oder  ohne  sozialversicherungsrechtliche Absicher-
ung in Haushaltsdiensten (Reinigung,  Kinderbetreuung,  Pflege,  Bau) eine breite gesellschaft-
liche Realität ist und es diese in Österreich und in vielen Teilen der Welt gibt.
Folgen wir nun der Aussage des Plakates, dann putzen bei den Grünen farbige Migrantinnen.
Möglicherweise liegt das an den Kosten, denn die Arbeitskraft diese Leute ist bekannterweise
billig, wie dies die Grünen selbst einräumen.
Mit diesem  Sujet haben die Grünen einen weiteren Schritt zu ihrer Entlarvung getätigt.  Dieses
Wahlwerbeplakat ist rassistisch, beleidigend und diskriminierend.   Sollen damit Rassisten als
potentielle Wähler für die Grünen angeworben werden?
Erstaunlich  finden  wir,  dass sich bis dato keine  Gutmenschen-Organisationen wie   SOS-Mit-
mensch kritisch zu Wort gemeldet haben. Alexander Pollak ist doch sonst nicht so zimperlich,
wenn es um Anzeigeerstattungen bei rassistischen Äußerungen geht.   Auch von  M-Media ist
kein Bild und kein Ton in dieser peinlichen Angelegenheit zu vernehmen.
Die Grünen meinen in einem weiteren Wahlwerbeplakat:
Screen: facebook.com (Die Grünen Österreichs)
Da müssen wir den Grünen widersprechen.  Mit dem Wahlwerbeplakat    „WER PUTZT BEI
DIR“  haben diese für uns unter  Beweis gestellt,  dass sie  „MEHR BELÄMMERT SIND ALS
DIE ANDEREN“.
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2013-08-20

Leihopa unerwünscht

 

Unabhängig

Wir sind ein Parteiunabhängiges Online-Magazin und nehmen uns daher kein Blatt vor dem
Mund. Wir kritisieren alle Parteien ohne Rücksicht auf Couleur, wenn wir der Meinung sind,
dass Kritik angebracht ist.
Die Freiheitlichen kommen bei uns nicht immer gut weg, da uns die aggressive Stimmungs-
mache einiger FPÖ-Politiker sauer aufstoßt. 
Das man jedoch nicht alle in einen Topf werfen kann, beweist uns jetzt die Haltung des FPÖ
Vizeparteiobmann Norbert Hofer. Er ist auf unsere Beiträge bezüglich der Sexinserate in einer
kleinformatigen Tageszeitung aufmerksam geworden.
Allerdings  hat er noch etwas viel erstaunlicheres entdeckt und zwar eine Beschwerde  aus
dem Gleichbehandlungsbericht.

Leihopa unerwünscht

Ein kinderliebender, rüstiger Senior will in seinem Ruhestand nicht untätig herumsitzen und
entschloss sich aus diesem Grund, als Leihopa zu fungieren.
Da der Mangel an Kinderbetreuung ohnehin sehr groß ist, ist dies ein lobenswertes Vorhaben.
Er wollte in einer Tageszeitung ein dementsprechendes Inserat schalten, indem er seine
„Leihopadienste“ zur Verfügung stellt.
  
Das Inserat wurde von der Tageszeitung mit der Begründung: „Es könnte sich ja um je-
manden handeln, der Kinder missbraucht“,  schlichtweg abgelehnt.

Skandal 1

Völlig berechtigt hat der FPÖ Vizeparteiobmann Norbert Hofer für Derartiges kein Verständnis.
Wir orten hier zwei Skandale in einem. Bietet ein Mann Kinderbetreuungsdienste an, wird er
sofort mit Pädophilen auf eine Stufe gestellt.
   
Hätte eine Frau dieses Inserat schalten wollen, wäre niemand bei dieser Zeitung auf die Idee
gekommen, dass es sich um einen eventuellen Kindesmissbrauch handeln könnte.
Wir sind nicht unbedingt Verfechter der Geschlechtsneutralität, aber so kann es auch nicht
funktionieren. Wenn jedoch so etwas kommentarlos hingenommen wird, bedeutet dies eine
Diffamierung eines ganzen Berufsstandes, nämlich der Männer die in der Kinderbetreuung
tätig sind.
Wir fragen uns wo hier die GRÜNEN sind, die ja auf die Geschlechtsneutralität sehr großen   
Wert legen. Und diesmal ist unsere Frage weder sarkastisch noch satirisch gemeint.

Skandal 2

Es nimmt zwar niemand Anstoß daran, dass in Tageszeitungen Sexinserate mit perversen
Texten geschaltet werden und dazu noch teils vulgäre Fotos von den Seiten prangen, aber
bei einem Leihopa ortet man sofort einen eventuellen Kindesmissbrauch.
Offensichtlich geht Geschäftemacherei vor Kindeswohl, den wie viel Leihopas werden schon
ein Inserat schalten, gemessen an der Zahl der gewerblichen Prostitutionsanzeigen.
Da spielt auch die Formulierung der Texte nur eine untergeordnete Rolle.

Welche Tageszeitung ?

Wir waren natürlich sehr neugierig welche Zeitung eine derartige Vorverurteilung vornimmt
und haben bei der Pressestelle der FPÖ nachgefragt.
Per E-Mail wurde uns mitgeteilt,  dass es derzeit leider nicht bekannt ist, um welche Zeitung
es sich handelt. Die Beschwerde stammt aus dem Gleichbehandlungsbericht ohne konkreten
Hinweis auf das Medium. Die FPÖ wird daher eine parlamentarische Anfrage starten, um eine
Antwort zu bekommen.
Wir bedanken uns vorerst bei Herrn Norbert Hofer, sowie bei der FPÖ-Mitarbeiterin Frau Heike
Nepras und werden an dieser Sache dranbleiben.
Wie wir etwas Neues erfahren, werden wir sofort davon berichten.
Stauni
  
2009-04-22 
  

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