Rapid Wien versus Slovan Bratislava – Randale statt friedliche Fußballfans


Slowakische Fußballfans randalierten in der U-Bahn und auf den Straßen

 

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Fotos: E. Weber © 2018

 

Gestern gegen 19:00 Uhr, musste der Verkehr der U4 zwischen Längenfeldgasse & Hütteldorf eingestellt werden, weil randalierende slowakische Fußballfans zunächst den Zug demolierten und als daraufhin der Zug in der Station Schönbrunn angehalten wurde und die Fans aus dem Zug „geworfen“ wurden ging es auf den Gleisen und in der Station weiter, worauf der U Bahnbetrieb zum Teil eingestellt werden musste.

 

Es dauerte geraume Zeit bis die Polizei die Lage unter Kontrolle hatte und die Fußballfans außerhalb der Station sammeln konnte. Danach begleitete die Polizei mit einem Großaufgebot die gewaltbereiten Slowaken in Richtung Hütteldorfer Stadion, doch man kam nur bis zur Ameisbrücke. Die Randalierer schmissen am Weg in der Linzerstraße Mistkübel um, warfen mit Müll und Getränkedosen sowie Flaschen um sich, worauf sich die Polizei entschloss dem Treiben ein Ende zu machen und die Gruppe von rund 200 – 300 slowakischen Fußballfans zwischen zwei Gassen in Höhe Ameisbrücke / Ameisgasse anzuhalten.

 

Weiters wurde beschlossen, dass das Fußballmatch für die Randalierer gelaufen sei und man hielt sie die 90 Spielminuten an dem Ort fest, wobei die WEGA dies mit starker Präsenz eindrücklich gewährleistete und die Slowaken unter Kontrolle hielt. Im Hintergrund waren auch zahlreiche Polizeihunde und andere Spezialkräfte in Bereitschaft, was wohl die slowakischen Fußballrowdys einiges an Respekt einflößte und sie relativ ruhig die Spielzeit abwarteten.

 

Erst danach ging es in Polizeibegleitung in Richtung U4 Station Schönbrunn zurück und das recht zügig um deeskalierend zu wirken. Doch das ging teilweise schief, denn so manches Grüppchen wollte in Seitengassen ausbrechen, da dies jedoch nicht gelang machte man seinem Unmut mittel Steinwürfen, Flaschenwürfen sowie vollen offenen Getränkedosen welche man auf die Polizei, Journalisten und Schaulustige warf.

 

Die Polizei räumte daraufhin im Vorfeld die Straße, damit es keine Verletzten gab und setzte mit erhöhtem Tempo den Marsch Richtung U-Bahn fort. In der Nähe der Station Schönbrunn, welche wieder sicherheitshalber geschlossen wurde, hielt man wieder an und wartete auf mehrere Transferbusse aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, welche teilweise sogar Polizeieigentum waren. Mit diesen Bussen verbrachten man dann die slowakischen Fußballfans zurück nach Oberlaa, wo deren Reisebusse und Autos abgestellt waren.

 

Dem Vernehmen nach hat die Polizei ab Mitternacht die vollständige Abreise aller slowakischen Fußballfans in Richtung Preßburg gewährleistet, in dem sie wohl auch den Bus- Konvoi bis zur Grenze eskortierte. Was blieb waren einige beschädigte Schaufensterscheiben, Müll auf der Straße und viele Verkehrsbehinderungen für den Auto- und Öffiverkehr bis nach Mitternacht.

 

Es waren nach Angaben eines Einsatzleiters rund 1000 Beamte aus Wien, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark sowie Oberösterreich im Einsatz, wobei es mindestens einen verletzten Beamten gab, welcher wohl mit einem Schwächeanfall von Sanitätern behandelt werden musste.  Über eventuelle Festnahmen und die genaue Schadenssumme war bis Redaktionsschluss noch nichts bekannt.

 

E. Weber

Mitwirkung: M. Sebek

2018-08-17


Nur mehr zwei Sanitäter auf einem Rettungswagen der MA70


LESERBRIEF

Wie  schon in einem Leserbrief von mir angekündigt und auch von den Medien übernom-
men wurde,  wird die Wiener Rettung großteils auf zwei  Sanitäter umgestellt.   In weiterer
Folge  werden  aber nicht mehr Rettungswagen in den Dienst gestellt – welche dann sicher
von Nöten wären,  um die Versorgung weiter zu gewährleisten.  Aber auch unsere Geräte
müssen geholt oder mitgenommen werden, das normalerweise der dritte Sanitäter macht.
Es  wurde  leider  auch nicht darauf geachtet,  dass so manche  Gerätschaften die wir zur
Patientenbergung benötigen, (Spineboard, Rettungssessel, Schaufel-trage, usw.) nur zu
dritt,  oder auch ab einem gewissen Gewicht des Patienten (Trage),  nur zu viert bedient
werden dürfen (ich erkläre anschließend warum).
Bei Schaufel-Trage und Spineboard, so verlangt es der Hersteller aus Sicherheitsgründen
um  die  Stabilität  zu  gewährleisten,  werden  drei  Sanitäter  benötigt,  die wir dann aber
nicht mehr haben.
Auch beim  Rettungssessel ist ein  dritter Mann vorgeschrieben,  um ihn beim Abwärts-
fahren  zu  sichern.   Unsere  Trage  ist  für  230 kg  ausgelegt.   Doch ab einem 130 kg
Patienten + 24 kg Trage  ist  es  nicht  mehr  möglich  einen Patienten fachgerecht und
sicher zu tragen.  In diesem Fall käme ein Bergetuch zum Einsatz, wofür wir wiederum
einen dritten Sanitäter brauchen würden.
Ein kleines Beispiel: Ihre Mutter klagt über Schmerzen im Oberbauch und es geht ihr all-
gemein nicht so gut,  darum rufen Sie die Rettung. Anhand Ihrer Angaben und Diagnose
(Bauchschmerzen),  kommt  eine  Zwei-Mann-Besatzung.  Diese  untersucht  Ihre Mutter
( EKG usw.) und stellt fest, dass es ein MCI (Infarkt) ist.  Jetzt beginnen die Probleme zu
laufen.  Ihre Mutter muss dringend in ein Spital, das aber noch warten muss.  Ein zweiter
Rettungswagen muss erst zufahren,  um die schon anwesenden Sanitäter, bei der Berg-
ung Ihrer Mutter, zu unterstützen (Ein enges Stiegenhaus).
Es vergeht wertvolle Zeit die auf Kosten des unterversorgten Gewebes am Herzen verloren
geht.  Nicht schon schlimm genug,  dass Ihre Mutter in Zukunft viel weniger Belastung aus-
halten  wird  und  dadurch  ein eingeschränktes Leben führen wird,  das auch Sie betrifft in
weiterer Folge.   Es werden dadurch auch Mehrkosten verursacht (zweiter Rettungswagen,
längerer  Spanien-Aufenthalt,  weitere Reha-Massnahmen usw.),  die  die  Wegnahme  des
dritten Sanitäters aufgrund der Kosten und Umstellung nicht rechtfertigen.
Wien ist die zweitgrößte  deutschsprachige  Stadt  Europas und hat nur ein Drittel der Menge
an  Rettungsfahrzeugen  von  Berlin (98 RTW)  und einen hohen Versorgungsstandard.  Bei
uns wird keine Feuerwehr (wie in Deutschland üblich) zur Unterstützung für das Bergen von
PatientInnen  bereit  gestellt.   Das  war bisher nur durch den dritten,  vollwertigen Sanitäter
möglich.
Leider  kommt  uns  der nun,  durch  die  Umstellung auf 12,5 Std.- Betrieb  und Einsparungen,
langsam, aber schleichend abhanden. Bei jeder Bergung ist es wichtig ausgebildete Sanitäter
zu  haben,  die eine Schulung  für die zu verwendeten  Geräte haben,  um Zeit zu sparen und
Schaden  zu  vermeiden.   Wichtig  ist es auch,  weitere Rettungsfahrzeuge anzuschaffen und
auch diese zu Besetzen, denn Wien wächst weiter und wird nicht kleiner.

Es  ist  für  Sie  wichtig,  dass  ein  qualifiziertes Team zu Ihnen kommt,  um Ihnen die bestmög-
liche Versorgung zu geben und Sie schnellstmöglich in ein Spital zu bringen, um den Schaden
für  Sie  so  gering  zu halten  wie möglich.   Leider wird es in Zukunft anders ablaufen und auch
Sie einmal betreffen, sollte sich nichts ändern.
Darum ist der dritte Mann für Sie so wichtig – jetzt und in Zukunft!
Liebe Grüße vom
Hausverstand eines
kleinen Sanitäters
2014-12-26

Drei-Mann-Besatzung in Rettungswägen muss bleiben


Zweierbesatzung kann massive Gefahr für Patienten bedeuten

Der auf .ERSTAUNLICH. veröffentlichte Leserbrief des. „Hausverstandes eines kleinen
Sanitäters“ .hat nun den Weg bis in die Politik gefunden. So warnte die FPÖ-Gemeinde-
rätin Angela  Schütz  im  Zuge  der  heutigen  Budgetdebatte,  vor der  Abschaffung der
Dreierbesatzungen in Rettungstransportwägen.
„In der letzten Dienstrechtsnovelle wurde neben dem neuen Rettungsschema auch die
schrittweise  Reduktion der  Mannschaft,  die im  Rettungswagen mitfährt,  von drei auf
zwei  Mann  beschlossen.   Dies  stellt  nicht  nur ein  Risiko für sämtliche Patienten dar
sondern behindert auch die Sanitäter massiv bei ihrer Arbeit“, so Angela Schütz.
Derzeit  gibt  es  bei der Wiener Berufsrettung eine Dienstanweisung,  welche für eine
Zwei-Mann-Besatzung ein Problem darstellen könnte.   Sanitäter dürfen nämlich nicht
alleine bei einem Patienten oder in dessen Wohnung bleiben.   Auf der anderen Seite
sind sie aber voll für den Patienten verantwortlich.
Das bedeutet im Klartext,  wenn etwas vergessen oder der  Einsatzcode nicht korrekt
angegeben  wurde,  stellt sich die Frage,  wer die Gerätschaften aus dem Auto holen
soll.   Im Problemfall müsste ein zweiter Wagen zum  Einsatzort bestellt werden und
das kann natürlich dauern.
Noch ist Wien in Sachen Reanimation im Spitzenfeld.   Dies kann sich aber mit einer
Zweierbesatzung – bei welchen kein weiterer Sanitäter das Telefon bedienen, Geräte
holen oder andere Tätigkeiten durchführen – kann schnell ändern. Es besteht durch-
aus  die  berechtigte Befürchtung,  dass zu einer Verschlechterung der Patientenver-
sorgung und -betreuung kommen kann.
„Um  dies  zu verhindern,  bringt die FPÖ einen Antrag ein,  welcher sich für die Bei-
behaltung  von  Dreierbesatzungen in den Rettungstransportwägen ausspricht“,  so
Angela Schütz.
*****
2014-11-25

Die Zukunft Wien: Nur mehr zwei Sanitäter im Rettungsdienst


L E S E R B R I E F

Ich bin der Hausverstand eines kleinen Sanitäters, der von so manchen Karrieresuchenden
in der Stadt Wien, leider sehr unterdrückt wird!
Zu  diesen Thema  gibt  es  ja  schon vieles und es wird auch immer dazu gesagt ,seitens der
MA70  und  Stadtregierung dass sich nichts verschlechtern wird !?  Nun sag ich mal, es ist ein
schön  geredetes  Theaterstück  der  Finanz -,  der  Gesundheitstaträtin  bis hin in die oberen
Etagen  der  Wiener Rettung ( Chef,  Stellvertreter,  Leitung  de r MA70 ).   Sie haben alle den
Auftrag zu sparen um jeden Preis, was sie auch unbedingt durchziehen wollen und müssen.
Das haben sie geschafft.   Doch ich es wirklich so? Nein ist es nicht. Sondern nur eine Ver-
schlechterung,  finanziell  wie wirtschaftlich,  von  den  Folgen  die auf die Bürger gar nicht
zu reden.
Bis  jetzt  waren  es  drei  Sanitäter  und  nicht  ein  Fahrer  und  2 Sanitäter ( Pressesprecher
Wiener Rettung )!   Es waren alle am Bord ausgebildet und vollwertige Sanitäter .   Der Dritte
an  Bord ( Fahrer ) wurde sehr wohl für  Tätigkeit beim und um den Patienten herangezogen,
sei es bei einer Reanimation, oder um Geräte zu holen / nach zu bringen, wenn sich der Zu-
stand  der  Patienten verschlechtert.   Um in manchen Fällen die Angehörigen zu beruhigen,
sodass  die  Sanitäter  arbeiten,  bergen,  usw.  können.  Aber  natürlich  auch  um den RTW
(Rettungswagen,  3 Sanitäter zur Zeit noch)  zu  kümmern und  alles was damit zusammen-
hängt ( Verkehr, das keiner den RTW zuparkt, usw )
Ab jetzt wird es anders!
In  Zukunft  werde n nur  noch zwei Sanitäter zu Ihnen kommen,  außer Sie sind eine öffent-
liche Person, dann würden es auch mehr Fahrzeuge sein die kommen ( Zeitungsbilder und
Artikeln ),  so  wie  oft  in  der Vergangenheit.  ( Helmut Zilk ,  Caspar Einem ,  oder  unseren
verstorbenen Bundespräsidenten Thomas Klestil, die Liste ist lang ! )
Da  Sie  aber nur ein  „Durchschnittsbürger“  sind,  wird  es  heißen Bitte warten !!!!!!!!!!!!  Nun,
warum wird das so sein ? Das ist einfach erklärt: Schauen Sie selbst auf die Seite der MA70.
1) 62  Einsatzfahrzeuge  (davon 13 NEF,  zwei  NAW,  37 RTW,  zwei  KTW  (Bettenintensiv-
transporter  und  Neugeborenen-Intensivtransporter)  sowie  acht  Spezialeinsatzfahrzeuge
des K-Zuges)
2) Vier für Wien“ stehen den  Wienerinnen und Wienern darüber hinaus 245 Einsatzfahr-
zeuge zur Verfügung ( aber nur KTWs ( Krankentransportwagen ) die in den Hauptzeiten
7.00 bis 16.00 Uhr  Spitals-oder Heimtransporte  machen,  mit ihrer Oma  z.B. und in der
Nacht auf ein Minimum reduziert wird !)
3) NEFs.  Leider  sind  nicht  alle  NFF ( Kleiner  Wagen mit Arzt und einen Sanitäter ) zur Zeit
besetzt da wie bekand ein Ärztemangel bei der Wiener Rettung besteht und auch die Posten
nur schlebend wenn überhaupt nachbesetzt werden.  Zwei NAW ( Notarztwagen ein Arzt und
drei Sanitätern )  wahrscheinlich  sind damit  die   „Vier für Wien“ gemeint.   Und der Rest sind
nur Spezialfahrzeuge die in das normale Rettungsgeschehen nicht eingreifen.
Es gibt für Wien 37 RTW der MA70 (der Rest sind NEF , NAW , KTW und Sonderfahrzeuge),
wie  schon  beschrieben fahren die RTWs zu Dritt ( zur Zeit noch ),  in Zukunft zum größten
Teil zu zweit. Also wird es in Zukunft nötig sein, wenn ihr Angehöriger liegend oder sitzend
ins Spital gebracht wird, ein weiteres Fahrzeug zu ordern ( um zu bergen / tragen, helfen ),
da es ja sonst nicht durchführbar ist und wäre,  denn ein Sanitäter alleine kann keine Trage
zum  ihren  Angehörigen bringen ( zu Zweit ist es oft nicht möglich zu bergen usw.), da der
der  zweite Sanitäter beim Patienten bleiben muss,  sonst wäre es grob fahrlässig wenn in
dieser  Zeit  sich der Zustand Ihres Angehörigen verschlechtern würde.   Somit brauche ich
schon zwei RTWs mit dann schon vier Mann / Frau Besatzung!?!
Spätestens jetzt stellt sich die Frage der Sparsamkeit die man erreichen will?
Noch dazu binde ich ein weiteres Rettungsmittel ein, welches anderer Orts über längere Zeit
gebraucht  würde ( Anfahrtsweg  und  der  Aufenthalt am Bestimmungsort).   Damit sind von
den  37 RTWs  der  MA70  nur  noch  zwei  Drittel  vorhanden wenn überhaupt —- Auch gut
eingespart aber am falschen Platz!
Es wird gesagt, das drei Mann/Frau RTWs Innerstädtisch vorhanden sein müssen. Gleich mal
vorweg: Gibt es dann in den Randbezirken dann keine Notfälle mehr?  Oder nimmt man die
weiteren Anfahrtswege über 12 Minuten in Kauf?
Ja und Nein es wird sicher eine Rettungswagen kommen.  Doch eher nur mit zwei Sanitätern
und ein weiterer RTW müsste zufahren welcher auch immer von den zwei Modellen (äußerst
sparsam?! )
Wie werden die drei Mann/Frau Besatzungen aussehen?
Wie  schon  angedacht  mit Zivildienern?   Wenn man mal so durchrechnet, dass man pro RTW,
vier  Zivildiener  braucht  um  das  Fahrzeug 24 Std.  in  Dienst zu stellen oder 4 x Schichtdienst
12,5 Stunden, werden die befreundeten Organisationen (Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund,
Johanniter-Unfall-Hilfe,  Malteser Hospitaldienst )  nicht  erfreut  sein  wenn ihnen die Zivildiener
abhanden  kommen  und  noch  dazu  in  dem  einen  Monat  ihrer  Ausbildung,  wird  es sicher
schwerer  Fahrzeuge  zu  besetzen.   Da  wir  gegenüber anderen Städten in der EU jetzt schon
unterversorgt  sind ( Einwohnerzahl  durch  RTWs  gerechnet ),  kann es nur schlimmer werden
für uns, die Bewohner der schönen Stadt Wien.
Diese  Neuerungen  wurden  gut durchdacht  ( *Google Recherche zwei Mann / Frau RTWs in
der restlichen Städten  der  EU ).   Anscheinend  von  Leuten die einen höherwertigen Posten
anstreben!  Wie  macht  man  das?   Man  spart  um  jeden  Preis und vergisst das man durch
Einsparungen am falschen Platz die nachstehenden Kosten im Kauf nimmt!   Die Stadt Wien
rühmt sich gerne als sozial mit einen großen Auffangnetz für alle Schichten welcher Herkunft
und Art auch immer, doch das Netz hat Löcher!
Und  so fallen still und heimlich die Sozialleistungen in den leeren Raum.   In der heutigen Zeit
ist es hinderlich und zu teuer, das Gesundheitswesen umzugestalten (da es Geld kostet), wenn
man  was  werden  will  in der Politik.   Liebe Mitbürger, jetzt liegt es an Ihnen etwas zu ändern,
denn  Sie  haben  die  Macht in der Stadt Wien.   Sie sind das Volk denen die Politiker zuhören
müssen!  Ich habe auch ein Schreiben an den Bürgermeister Michael Häupl geschickt.
Liebe Grüße vom
Hausverstand eines
kleinen Sanitäters
Anmerkung der Redaktion: Der Brief an Michael Häupl kann unter diesem LINK aufgerufen
werden.
*****
2014-07-15

FPÖ am Vierfachmord schuld?


Öllinger versucht aus Vierfachmord politisches Kapital zu schlagen

Uns ist allen noch der schreckliche Amoklauf in Niederösterreich in Erinnerung, der mit einem
vierfachen  Mord endete.   Nun  stellte  sich heraus,  das ein Polizist den mutmaßlichen Mörder
mit Munition beliefert hatte.  Es handelte sich dabei um Munition, die beim Scheibenschießen
Verwendung  findet.   Die  Tageszeitung ÖSTERREICH berichtete gestern darüber und stellte
auch nachfolgendes Interview mit dem betroffenen Polizisten auf ihrer Webseite online.
Obwohl Öllinger auf ÖSTERREICH verlinkt hat, dürfte er das Interview offenbar nicht gelesen
haben.   Da  uns  bekannt  ist,  dass  der  Grünpolitiker  ein  eifriger  ERSTAUNLICH-Leser ist,
bringen wir dieses nachfolgend in der Hoffnung,  dass Öllinger darüber stolpert.
Screen: österreich.at
So  schrecklich  diese  Morde  auch  waren  und  sind,  so  primitiv  ist  die Vorgangsweise des
Nationalratsabgeordneten Karl Öllinger (Grüne), der auf seiner Facebook-Seite versucht, aus
diesem traurigen Vorfall politisches Kapital zu schlagen.
Screen: facebook.com (Account: Karl Öllinger)
Sarkastisch merkt er an: „Wie kann es sein, dass wir erst jetzt davon erfahren, dass ein Polizist
und  FPÖ-Kandidat  dem  Vierfach-Mörder  Huber Munition geliefert hat?“ ERSTAUNLICH übt
auch  öfters  Kritik  am  Verhalten  von Polizeibeamten,  aber Recht muss Recht bleiben.  Was
kann der Munitionslieferant  – über den wir übrigens auch schon kritisch geschrieben haben –
für  den Amoklauf?   Sind nun alle Waffengeschäftsinhaber,  bei denen Huber jemals Munition
gekauft  hat,  Schuld  an  der  Ermordung  von  vier  unschuldigen   Menschen?   Und  was hat
die  FPÖ  und/oder  die  Polizei  damit  zu tun.   Wir sind uns absolut sicher,  wenn der Beamte
ein Grüner gewesen wäre, würde dieser Umstand nicht auf Öllingers Facebook-Seite stehen.
Süffisant ergänzt Öllinger sein Kommentar noch mit: „Eh nicht die Muntion, mit der drei seiner
Kollegen  und  ein  Sanitäter  umgebracht  wurden,  beteuert der Lieferant!“ Eigentlich traurig
wie  ein  Grünpolitiker  versucht,  auf  Grund  der  Ermordung  von  vier Menschen,  politisches
Kleingeld zu wechseln.
Erstaunlich  ist  auch  die  Anmerkung:  „Ich fürchte,  da ist noch lange nicht alles auf dem Tisch!“
Was  soll diesbezüglich noch nicht auf dem Tisch liegen?  Ein Erkenntnis, dass die FPÖ an dem
Vierfachmord schuld ist? Denn zu diesem kommen augenscheinlich schon User(innen) auf Karl
Öllingers Facebook-Seite. (Siehe obigen Screenshot).
*****
2013-09-27

Darabos schaltet das Bundesheer aus


Bundesheerzerstörung ist Chefsache

Die Bundesheergewerkschaft verwehrt sich gegen die Behauptung von Minister Norbert

Darabos, das ÖBH schlecht zu reden,  stellt Manfred Haidinger,  Präsident der Bundes-

heergewerkschaft gegenüber Darabos fest. Es ist nicht die Gewerkschaft und auch nicht

die Personalvertretung,  die das Bundesheer schlecht redet,  es ist Minister Darabos der
das Bundesheer ausschaltet.

 

Es ist Darabos, der mit dem neuen Budget – Personalplan das Bundesheer zu einem Ver-

waltungsapparat umbaut, indem er die Soldatenzahlen um über 1000 Mann zurückfährt

und die Zivilbediensteten um über 850 erhöht.

 

Es ist Darabos, der die Budgetmittel für Munition um mehr als 4,6 Millionen Euro, ver-
mindert.

 

Es ist Darabos, der die Budgetmittel für Kraftstoffe für Kfz um 2,3 Millionen Euro redu-

ziert.

 

Es ist Darabos, der die Budgetmittel für Pioniergerät um 2,3 Millionen Euro zurückfährt.

 

Es ist Darabos, der die Budgetmittel für Sanitätsgerät um 1,3 Millionen Euro senkt.

 

Es ist Darabos, der die Budgetmittel für die Instandhaltung von Gebäuden um über 5 Mil-

lionen Euro abbaut.

 

Es ist Darabos, der die Budgetmittel für ABC Gerät um über 200.000 Euro senkt.

 

Es ist Darabos, der die Budgetmittel für Fernmeldemittel um über 31 Millionen Euro redu-

ziert.

 

Es ist Darabos, der das Heer nicht professionalisieren sondern handlungsunfähig machen

will.

 

Wie sonst ist es zu verstehen, fragt Haidinger, wenn dem Bundesheer die

 

– Fähigkeit der Selbstversorgung durch das Zentralküchensystem entzogen wird,


– die Fähigkeit der Sanitätseigenversorgung durch Streichung von Sanitätszügen bei den

Verbänden genommen wird,
 

– die Fähigkeit des militärischen Einsatzes durch Streichung von Munitionskäufen verhind-

ert wird,


– die Fähigkeit des Katastrophenschutzes durch fehlenden Treibstoff, Pioniergerät und

ABC-Gerät verloren geht

 

Es ist Darabos, der es zulässt, dass auf den Rücken des „einfachen Soldaten“ der General-

stab weiterhin in seinen Glashäusern sitzen kann und neue Generalstabsoffiziere ohne Be-

darf ausbildet.

 

Es ist Darabos, der es zulässt, dass auf den Rücken des „einfachen Soldaten“ die Offiziers-

ausbildung weiterhin ohne Bedarf betrieben wird.

 

Es ist Darabos, der es zulässt, dass im UO Bereich, jener Bereich, bei dem das ÖBH den

einzigen Personalbedarf hat, ein Abbau von über 800 Arbeitsplätzen im neuen Personal-

plan vorgesehen wird.

 

Da jammert Darabos darüber, dass das Bundesheer zu viele Häuptlinge und zu wenig Indi-

aner hat und verstärkt dieses Missverhältnis durch den neuen Personalplan noch.  „Es ist

nicht die Gewerkschaft, die das Bundesheer schlecht redet, es ist Minister Darabos, der das

Bundesheer schlecht macht“, so Haidinger abschließend.

 

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2011-10-30
 

Ist „erstaunlich.at“ verfassungswidrig?


Leserbrief

Von Frau Barbara Gladysch erhielten wir bezüglich des gestrigen Beitrags nachfolgen-

den Leserbrief, den wir im Originalwortlaut wiedergeben:

 

Geehrter Herr Erich Reder!

Ich schreibe aus Deutschland. Österreich kenne ich.  Ich spreche deutsch.  Ich bin in
Österreich ein Ausländer. Obwohl ich deutsch spreche, lese und verstehe! Ich will für
Österreich gern eine Deutsche, Ausländerin sein!

 

Ich will  nicht  zu  Ihnen gehören!  Ich zähle mich ab heute zu den  „Ausländer raus“
Beschimpften,  denn ich schätze z.B.  die Arbeit von  Frau Bock  in  Wien sehr!  Ihr
Pamphlet, das ich nicht „erstaunlich“, sondern “empörend und menschenverachtend“
finde, kann offenbar nicht öffentlich gedruckt werden, da es sonst vom Verfassungs-
schutz verboten würde.

 

Jedenfalls würde das in Deutschland passieren.  Aber das Internet  ist ja eine wunder-
bare Schmuddelecke für allerlei Schweinereien. Da ich versuche, mich in den Methoden
der „Feindesliebe“ zu üben, (die ja christliche Wurzeln haben, so wie ja in Ihrem Artikel

„Österreich muss Österreich bleiben“ zum Ausdruck kommt, dass Österreich christliche

Wurzeln  hat  (nur: wo sind Ihre christlichen Blüten,  Herr Reder?),  weil ich Sie zwar
nicht wert schätze oder achte,  will ich versuchen,  Sie als armen  Menschen nicht zu
verachten.

Barbara Gladysch

 

Stellungnahme

Erst mal freut es uns, dass www.erstaunlich.at eine derartige Reichweite hat und so-
gar in deutschen Asylantenkreisen gelesen wird. Aber genug des Selbstlobes, wollen
wir nun zu den Fakten schreiten.

 

Frau Gladysch scheint den Begriff Ausländer mit integrationsunwilligen oder  in Öster-
reich  illegal  aufhältigen  Personen  zu  verwechseln.  Daher  geht  die  polemische
Anmerkung „Ausländer raus“  ins Leere.

 

Beginnen wir wie in der Schule mit dem kleinen Einmaleins, um der Dame die Grund-
regeln des guten Benehmens zu erklären. Wenn ein nur halbwegs gebildeter Mensch
z.B.  seinem Nachbarn einen Besuch abstattet, so wird er die dortige Hausordnung
akzeptieren und sich dementsprechend gut benehmen. Anschauungsbeispiel:  Man
wird sich die Schuhe im Flur ausziehen, beim Essen nicht grunzen, keine Darmwinde
von sich geben usw.

 

Ein Staat  ist nichts  anderes als  eine große  Familiengemeinschaft,  in der  ebenfalls
Hausordnungen  Bestand haben.  Diese werden  im allgemeinen  Gesetze oder Vor-
schriften genannt.  Nun kann  von jedermann(frau)  erwartet werden,  sich an diese
zu halten.  Das heißt  im Klartext,  dass Ausländer die nach Österreich kommen diese
Gesetze nicht zu verletzen und auch die Gebräuche ihres Gastlandes zu respektieren
haben. Soviel zum kritisierten Beitrag „Österreich muss Österreich bleiben“.

 

Nun zu Frau Ute Bock, deren Arbeit von Frau Gladysch sehr geschätzt wird. Auch wir
finden es erfreulich, wenn sich Menschen für andere Menschen einsetzen. Allerdings
muss dabei die Kirche im Dorf  gelassen werden und dies hat  Frau Bock in dem von
uns verfassten Beitrag „Ute Bock schießt einen Bock“ nicht getan.

 

Dreizehn (13!)  Tschetschenen werden von  Mitarbeitern einer öffentlichen Einricht-
ung, in diesem Fall des Wiener Rettungsdienstes, angetroffen. Keiner dieser Personen
kann sich ausweisen, geschweige denn ist krankenversichert.  Die Sanitäter erfüllten
zuerst ihre medizinische Pflicht und versorgten die erkrankte/verletzte Person ärztlich.

 

In Österreich  besteht für  Ausländer  gesetzlich Ausweispflicht.  Daher  haben  die
Tschetschenen  gegen  ein Gesetz verstoßen.  Allein das berechtigte  den Sanitäter
dazu die Polizei zu rufen,  um die Identität der Person abzuklären.  Immerhin sind
durch den Rettungseinsatz  Kosten entstanden,  die von  irgendjemand getragen
werden müssen.

 

Das allein dürfte es allerdings nicht gewesen sein, dass den Sanitäter dazu veranlasste
die Polizei zu rufen. Die Tatsache, dass sich dreizehn (13!) Personen, von denen sich
kein einziger ausweisen konnte in einer einzigen Wohnung angetroffen wurden, lös-
ten  bei  dem  Mann berechtigte  Bedenken  aus.  Immerhin  könnte  es sich ja um
Schlepper-Opfer oder um Kriminelle handeln.

 

Die Handlungsweise des Sanitäters war völlig gerechtfertigt.  Dass nun Frau Bock des-
halb diesen Mann und in Folge  das Wiener Rettungswesen diskreditierte,  veranlasste
uns den besagten  Beitrag  zu verfassen.  Kuriosum am  Rande der Geschichte:  Die
betreffende Wohnung gehört dem Verein der Ute Bock.

 

Zur erstaunlichen Feststellung von Frau Gladysch, dass www.erstaunlich.at gegen die
Verfassung verstößt, können wir nur den Kopf schütteln. Dieses Online-Magazin ist ein
in Österreich registriertes Internet-Medium mit Wort- und Bildmarkenschutz. Die Dame

darf sich auch sicher sein, dass auf www.erstaunlich.at von den zuständigen Behörden
mitgelesen wird.

 

Allein die Tatsache,  dass wir nicht die  Meinung der linken Gutmenschen teilen,  ver-
stößt  nicht gegen  die Verfassung.  Aber wir laden Frau Gladysch herzlichst dazu ein,
uns die verfassungswidrigen Passagen zu nennen. Wir werden diese dann umgehend
entfernen.  Allerdings wird  die Suche  nach diesen  betreffenden Texten vergeblich
sein, da keine vorhanden sind.

 

Zum Abschluss möchten wir der Frau Gladysch  noch eine alte Volksweisheit mit auf
den Weg geben: „Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erst
verdienen“.

 

*****

2011-08-11
 

Ute Bock schießt einen Bock


Keine Verdachtsmomente?

Ältere Personen haben öfters eine eingeschränkte Sicht der Dinge. Im Volksmund wird

dies Altersstarrsinn genannt. Diesem dürfte Frau Ute Bock zum Opfer gefallen sein. Das

schließen wir daraus, da sie dem  Wiener Rettungswesen wörtlich  folgenden Vorwurf

macht:  „Jetzt sind wir soweit,  dass sich die Menschen nicht einmal mehr trauen,  die

Rettung zu rufen. Eine Schande ist das!“

 

Was war passiert?  Am vergangenen  Donnerstag wurde ein  Sanitäter-Team via Not-
ruf  wegen eines medizinischen Notfalls,  in eine Wohnung im  3. Wiener Gemeinde-
bezirk gerufen.  Am Einsatzort  angekommen,  sahen sich die  Sanitäter mit dreizehn
(13!) tschetschenischen  Personen in einer einzigen Wohnung konfrontiert, die alle-
samt keine  gültigen Ausweispapiere hatten.  Von einer  Krankenversicherung ganz
zu schweigen.

 

Die medizinische Versorgung des Erkrankten wurde trotzdem durchgeführt. Weil aber

einem Sanitäter diese ganze Situation verdächtig vorkam, rief dieser die Polizei. Wir

finden dieser Mann hat richtig gehandelt. Es hätte sich  bei den Personen immerhin
um Schlepper-Opfer oder um Kriminelle handeln können. Denn dreizehn  (13!)  aus-
weislose  Tschetschenen in einer einzigen  Wohnung  entsprechen wohl  nicht der
Normalität und rufen berechtigter Weise Bedenken hervor.

 

Ute Bock diskreditiert Sanitäter

Auf Grund der angegeben Personenzahl rückte die Polizei mit zwei Vans und einem
Funkwagen an.  Auch das bekrittelt  Ute Bock.  Hätte man bei  13 Tschetschenen
einen Rayonsposten zwecks Identitätsklärung vorbeischicken sollen? Aber die nette
alte Dame  setzt noch  einen drauf und meint:  „Die Formalitäten bis zur Abklärung
dauerten für die Beamten der Polizeiinspektion und die völlig verstörten Bewohner-
(innen) rund drei Stunden.“

 

Mit  dem  muss  gerechnet werden,  wenn  man  sich in einem fremden Land ohne
gültige  Ausweispapiere  aufhält.  In Tschetschenien  wären Fremde  wohl mehr als
„völlig verstört“,  wenn sie ohne gültige  Ausweispapiere  von der dortigen Polizei
angetroffen werden.

 

Für den anrufenden Sanitäter hat Frau Bock natürlich auch noch einige nette Worte
übrig und meint:  „Wir sind  soweit gekommen,  dass ein diensthabender  Sanitäter
nichts besseres zu tun hat als Fremde, die nichts verbrochen haben außer krank zu
sein, als verdächtig einzustufen!  Kein Ausweis und keine  Versicherung sind nicht
verdächtig, bitte, sondern eine Tatsache!“

 

Die obige Aussage beweist  die eingeschränkte Sicht der Ute Bock. Dreizehn (13!)
Ausländer  (in diesem Fall Tschetschenen)  ohne gültige Ausweispapiere, allesamt in
einer einzigen Wohnung aufhältig, würden ihr nicht verdächtig  vorkommen. Da kann
man nur  froh sein,  dass Personen wie  Ute Bock  nicht für die Sicherheit unseres
Landes zuständig sind.

 

Wo war der Verantwortliche des Vereins?

Aber das Beste haben wir uns für den Schluss aufgehoben.  Die betreffende Wohn-
ung in der die dreizehn Tschetschenen angetroffen wurden, wird vom Verein der Ute
Bock betreut. Da ergibt sich die berechtigte Frage, warum nicht ein(e) Mitarbeiter(in)
dieses Vereins vor Ort anwesend war?

 

Wir sind uns sicher, dass die in der Wohnung anwesenden Personen die Telefonnum-
mer eines Verantwortlichen des Vereins hatten. Es kommt uns schon erstaunlich vor,
dass die Tschetschenen nicht diesem Verantwortlichen die Erkrankung einer Person
meldeten und  von sich  aus direkt die Rettung gerufen haben.

 

Anstatt sich selbst bei der Nase zu nehmen, diskreditiert Bock lieber einen pflichtbe-
wussten Sanitäter und in Folge das Wiener Rettungswesen. Mit ihren erstaunlichen
Aussagen  zu  diesem Vorkommnis,  hat  Ute Bock  wohl einen kräftigen Bock ge-
schossen.

 

*****

2011-08-10
 

Es lebe der kleine Unterschied

 

Der Fall Wague

Am 15.Juli 2003 gab es im Wiener Stadtpark eine Eskalation. Auf den Grund warum der
farbige Physiker Seibane Wague angeblich randalierte, wollen wir nicht näher eingehen,
da er mit dem eigentlichen Sinn dieses Beitrages wenig zu tun hat.

Erwähnenswert ist nur, dass auch in diesem Fall die Aussagen der einschreitenden Polizei-

beamten, von denen anderer Zeuge höchst unterschiedlich waren.

Fakt ist, dass an dem Vorfall neun Personen (Polizisten und Sanitäter) beteiligt waren, um

Seibane Wague zu „bändigen“. Der Mann wurde am Boden fixiert, um ihn zu fesseln.

Beamtshandelter stirbt

Eine Videoaufnahme die von einer Privatperson angefertigt wurde belegt, dass ein Sanitäter
mit beiden Beinen und ein Polizist mit einem Bein auf dem farbigen Physiker standen, währ-
end ein anderer Polizeibeamter ihn in kniender Position fesselte.

Seibane Wague überlebte diese „Amtshandlung“ nicht und verstarb noch vor Ort. Anwesende

Passanten sprachen von übermäßiger Gewaltanwendung gegenüber dem Farbigen.

Mildesturteile und viele Freisprüche

Im November 2005 gab es dann erstaunlich milde Urteile und jede Menge Freisprüche für die
Beteiligten im Fall Seibane Wague. Ein Polizist und der Notarzt erhielten wegen „fahrlässiger
Tötung“, alibihalber je sieben Monate bedingt.

Keine Schulung aber schulungskonform

Alle anderen Polizeibeamten und Sanitäter erhielten Freisprüche. Interessant war auch die
Begründung dieser Freisprüche. Unter anderem, weil es keine entsprechenden Schulungen
gegeben hätte und sich die BeamtInnen „schulungskonform“ verhalten hatten.

Warum wärmen wir auf ?

Nun werden etliche sagen, was interessiert uns diese alte Geschichte, die bereits Schnee von
gestern ist. Dieser Meinung sind wir nicht, denn der Tod eines Menschen kann nicht so einfach
vom Tisch gewischt werden und zudem hat sich ein interessanter Parallelfall ereignet.

Erstaunliche Gemeinsamkeiten

Am 21.Oktober 2007 bekommt ein angeblich betrunkener Student im Eingangsbereich einer
Disco in Salzburg, Zoff mit drei Türstehern. Der junge Mann will unbedingt in den Tanztempel
und die Disco-Ordnungshüter wollen das verhindern.

Es kam wie es kommen musste zur Eskalation. Die Türsteher rangen den Studenten nieder

und „fixierten“ ihn in Bauchlage am Boden. Der Salzburger überlebte diese Attacke nicht
und verstarb sechs Wochen später an Multiorganversagen.

Wie im Fall Seibane Wague gab es auch hier verschiedene Zeugenaussagen. Während die

Türsteher auf ihren anstrengenden und gefährlichen Beruf verwiesen und nur jene Gewalt
angewendet haben wollen die unbedingt notwendig war, sprachen andere Discobesucher
von übermässiger Gewaltanwendung.

Die Urteile

Jetzt fielen die Urteile im sogenannten „Salzburger Türsteherprozess“.
Der erstangeklagte Sicherheitsmann wurde wegen „schwerer Körperverletzung mit Todes
-folge“ zu drei Jahren Haft verurteilt, eines davon unbedingt. Die beiden Nebenakteure er-
hielten wegen „fahrlässiger Tötung“, fünf bzw. acht Monate bedingte Haft.

Auch diese Urteile sind zu mild

Es mag dahin gestellt sein ob diese Urteile gerecht sind, denn immerhin hatte die Tat den
Tod eines Menschen zur Folge. Jedoch gegen die verhängten „Strafen“ im Wague-Prozess
sind diese erstaunlich „hart“.

Während im Wiener Prozess die Haupttäter mit lächerlichen 7(!) Monate bedingt davonge-

kommen sind und die Nebenakteure alle freigesprochen wurden, muss zumindest in Salz-
burg ein Verantwortlicher für ein Jahr hinter Gitter.

Warum derartige Unterschiede ?

An was kann es wohl gelegen sein, dass im Fall Wague die Urteile derart milde ausgefallen
sind ?  Doch nicht etwa weil die Beteiligten allesamt Beamte waren und es sich beim Opfer
„nur“ um einen Farbigen gehandelt hat ?
  
Stauni
  
2009-08-27
   

Inhalts-Ende

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