Früher waren es Sparbücher, Schmuck oder Immobilien, heute hinterlässt fast jeder Mensch auch digitale Spuren. Dazu zählen E-Mail-Konten, Profile in sozialen Netzwerken, Daten in der Cloud und auf dem Smartphone und nicht zuletzt beträchtliche Kryptowerte. Gerade in Österreich verfügen bereits mehr als 300.000 Menschen über Kryptovermögenswerte wie Bitcoin oder Ethereum. Für Erben und Angehörige kann dies zu einer enormen Herausforderung werden, denn ohne rechtzeitige Vorsorge könnte der digitale Nachlass im schlimmsten Fall verloren gehen.
„Jeder Mensch hinterlässt digitale Spuren, aber die wenigsten machen sich Gedanken darüber, was damit nach ihrem Ableben geschieht“, betont Markus Gumilar, Notarsubstitut in Vorarlberg. Besonders bei Kryptowährungen ist Vorsorge entscheidend, denn ohne die entsprechenden Schlüssel ist ein Zugriff auf diese Werte in der Regel nicht mehr möglich. Während Schmuck, Bargeld oder Möbel sofort ins Auge fallen, bleibt der digitale Nachlass unsichtbar. Hinweise auf Krypto-Assets können sich auf versteckten Datenträgern, in Hardware-Wallets oder sogar in unscheinbaren Notizen verbergen. Wenn keine Vorkehrungen getroffen werden, können selbst beträchtliche Vermögenswerte de facto unwiederbringlich verloren gehen.
Auch Online-Profile bei Sozialen Netzwerken zählen rechtlich zum Nachlass. Doch die Praxis ist kompliziert: Anbieter wie Facebook oder Instagram sehen in ihren Nutzungsbedingungen unterschiedliche Regelungen für den Todesfall vor. Manche Konten werden automatisch in einen Gedenkzustand versetzt, andere können von Angehörigen gelöscht oder verwaltet werden – oft aber nur, wenn der Verstorbene bereits zu Lebzeiten entsprechende Einstellungen getroffen hat. Noch komplexer wird es bei E-Mail-Diensten oder Cloud-Speichern, wo Anbieter teils restriktive Zugangsregeln haben. Es ist daher entscheidend, hinsichtlich des digitalen Vermögens ebenso wie hinsichtlich des analogen Vermögens vorzusorgen. Es ist jedenfalls zu empfehlen, auch diesbezüglich Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen.
Während in Deutschland der Bundesgerichtshof bereits 2018 entschieden hat, dass ein Profil bei einem sozialen Netzwerk grundsätzlich vererbbar ist, fehlt es in Österreich bislang an einer höchstgerichtlichen Klärung. In der Praxis orientiert man sich hierzulande am deutschen Vorbild. Dennoch ist die Rechtslage in vielen Detailfragen uneinheitlich, insbesondere wenn internationale Plattformen oder Anbieter mit Sitz außerhalb der EU betroffen sind. Das führt nicht selten zu erheblichen Unsicherheiten für Angehörige.
Die Erfahrung zeigt, dass es ohne klare Vorsorgeregelungen zu Streit, Unsicherheit und oftmals auch zum Verlust digitaler Werte kommen kann. Eine geordnete Dokumentation von Zugangsdaten, die Einbindung des digitalen Nachlasses in ein Testament sowie die Errichtung einer Vorsorgevollmacht für den Fall des Verlusts der Entscheidungsfähigkeit können hier entscheidende Klarheit schaffen. Wichtig ist dabei, dass sensible Daten wie Passwörter nicht im Testament selbst aufscheinen, da dieses für mehrere Parteien im Zuge des Verlassenschaftsverfahrens einsehbar ist. Empfehlenswert sind stattdessen separate, sicher verwahrte Listen oder digitale Lösungen, die bei einer Vertrauensperson oder einem Notariat hinterlegt werden.
Das österreichische Notariat berät bei allen Fragen rund um den digitalen Nachlass. Es geht dabei nicht nur um die rechtliche Absicherung von Kryptowährungen, sondern ebenso um den Zugang zu Online-Profilen, Cloud-Speichern oder digitalen Vertragsverhältnissen. „Ohne Vorsorge kann digitales Vermögen verloren sein – mit rechtzeitiger Planung lassen sich jedoch Streitigkeiten vermeiden und Werte für die nächste Generation sichern“, so Markus Gumilar.
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Ab 2026 wird es möglich sein, im Weltall bei einem romantischen Dinner zu zweit um die Hand seiner Liebsten anzuhalten. In einer von einem Stratosphärenballon getragenen Raumkapsel genießen die Verliebten ein außergewöhnliches Menü – kreiert von einem französischen Sternekoch und serviert von einem KI-Roboter.
Die Pariser Agentur ApoteoSurprise, spezialisiert auf spektakuläre Heiratsanträge, schreibt Geschichte: Ab 2026 bietet sie ein einmaliges Erlebnis – einen Antrag bei einem Dinner im Weltall, 35 Kilometer über der Erde.
Am Raumfahrtzentrum empfängt ein erfahrener Pilot das Paar und begleitet es in eine hochmoderne, kugelförmige Raumkapsel. Diese ist nach höchsten Sicherheitsstandards gebaut und mit modernster Technik ausgestattet. Die Kapsel bietet höchsten Komfort sowie eine atemberaubende 360°-Panoramasicht auf unseren Planeten. In der Mitte des Innenraums ist ein elegant gedeckter Tisch – inspiriert von den besten Pariser Gourmetrestaurants.
Empfangen werden die Gäste von StellarEmbrace, einem eigens entwickelten Roboter mit künstlicher Intelligenz, der in Kooperation mit einem britischen Start-up entstanden ist. StellarEmbrace erkennt die Gefühle der Partner, spricht die Dame mit ihrem Vornamen an, überreicht ihr einen Rosenstrauß und kündigt das exklusive Dinner unter den Sternen an.
Die Druckkabine, getragen von einem Helium-Stratosphärenballon, steigt rund zwei Stunden sanft empor. In 35 Kilometern Höhe, oberhalb von 99 % der Erdatmosphäre, eröffnen sich einzigartige Blicke auf die Erdkrümmung, den blauen Schimmer der Atmosphäre und die tiefe Schwärze des Weltraums. Ein Moment, der das Bewusstsein verändert: der legendäre Overview Effect, den bisher nur wenige hundert Astronauten erleben durften.
Während das Paar schwebt, serviert StellarEmbrace ein exklusives Fünf-Gänge-Gourmetmenü mit Wein- und Champagnerbegleitung – kreiert von einem französischen Chefkoch mit zwei Michelin-Sternen. Begleitet wird das Erlebnis von einer sorgfältig ausgewählten Playlist mit Klassikern wie „Space Oddity“ (David Bowie), „Across the Universe“ (The Beatles) oder „Walking on the Moon“ (The Police).
Kurz vor dem Dessert unterbricht der Roboter charmant das Dinner: Der Bräutigam habe etwas Wichtiges vergessen. Eine geheimnisvoll leuchtende Truhe wird gebracht. Nur ein geheimer Code kann sie öffnen. Als dem Mann der Code wieder einfällt, öffnet sich die Truhe – und darin liegt ein luxuriöses Ringetui. Der große Moment ist gekommen: Ein Heiratsantrag – schwerelos und zeitlos, mitten im Weltall.
Nach dem emotionalen Höhepunkt beginnt der sanfte Rückflug. Zwei Stunden später landet die Kapsel sicher auf der Erde. Dort wartet die letzte Überraschung: Der Roboter hat jede Sekunde des Abenteuers aufgenommen – von der Ankunft bis zum Antrag.
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„Es ist ein unfassbarer Skandal, dass die Öffentlichkeit keinen vollen Einblick in den Prüfbericht rund um die sogenannte SM-Affäre im Außenministerium erhält“, erklärte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz in einer ersten Reaktion auf den Bericht, wonach der damalige ÖVP-Außenminister Alexander Schallenberg persönlich die Abberufung des EU-Botschafters verhindert haben soll. „Diese Erkenntnisse gehören nicht in die Schublade, sondern in die Hände der Bürger. Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wer Verantwortung trägt – auch für die möglicherweise millionenschweren Schäden, die durch den letzten Cyberangriff auf das Außenministerium entstanden sind. Es wurde aber offenbar verabsäumt, genau diese Verantwortung zu klären und Regressansprüche zu prüfen. Wenn sich bestätigt, dass hier durch gezielte Vertuschung finanzielle Wiedergutmachung verhindert wurde, dann sprechen wir von mehr als nur einem handfesten Polit-Skandal!“, so Schnedlitz weiter.
Besonders brisant sei laut dem FPÖ-Generalsekretär, dass scheinbar erstmals Belege aufgetaucht seien, wonach im Umfeld des ehemaligen ÖVP-Ministers Schallenberg während der Dienstzeit pornografische Aktivitäten mutmaßlich zumindest geduldet wurden. „Damit wäre die rote Linie endgültig überschritten. Hier geht es nicht mehr um parteipolitische Peinlichkeiten, sondern um moralische und dienstrechtliche Abgründe im Epizentrum der Volkspartei“, betonte Schnedlitz.
Für die FPÖ steht fest: „Jetzt kann niemand mehr so tun, als wäre nichts gewesen. Die Zeiten des Wegschauens und Schönredens sind vorbei. Noch immer seien Millionen-Kosten für die Abwehr eines Cyberangriffs vorhanden, aber die Verantwortung ungeklärt. Obwohl offenbar jener Mail-Account identifiziert wurde, mit dem der Virus verschickt wurde. Wer deckt hier wen und warum? Wenn ein ehemaliger Außenminister Skandale vertuschen will, wenn Millionenschäden ignoriert werden und wenn im ÖVP-Freundeskreis der moralische Kompass völlig verloren gegangen ist, dann muss es lückenlose Aufklärung geben. Auch ÖVP-Obmann und Kanzler Stocker muss sich endlich dazu äußern!“, forderte Schnedlitz.
Abschließend stellte der freiheitliche Generalsekretär klar: „Die Menschen in diesem Land haben die Nase voll von dieser Clique der Verantwortungslosen. Wer glaubt, er könne Skandale decken, Skandale unter den Teppich kehren und das eigene Umfeld vor Konsequenzen schützen, irrt gewaltig. Die FPÖ wird nicht ruhen, bis die volle Wahrheit auf dem Tisch liegt – und bis die Verantwortlichen endlich die Konsequenzen tragen.“ Schnedlitz fordert nachdrücklich sämtliche Behörden und die zuständigen Minister auf, die hoffentlich längst eingeleiteten Schritte endlich offenzulegen. Sollte hier bewusst weggeschaut werden, könne das laut FPÖ nicht ohne Konsequenzen bleiben.
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