Chicago 1930-Zustände im Stuwerviertel sind inakzeptabel
Ein Schusswechsel mit Verletztem, 30 WEGA-Beamte im Einsatz und ein demolierter Gastgarten,
sind die traurige Bilanz der gestrigen Nacht im Leopoldstädter Stuwerviertel. Trotz dieser
Chicago 1930-Zustände üben sich SPÖ-Bezirksvorsteher Hora und der rote Wiener Polizeipräsi-
dent als Beschwichtigungshofräte statt für die Sicherheit der Bevölkerung im 2. Bezirk zu sorgen.
Die illegale Straßenprostitution wird dabei ebenso routiniert ignoriert wie die Sorgen der An-
rainer. Was die beiden Herren für ihre fürstlichen Gehälter genau machen, ist den Betroffenen
einigermaßen schleierhaft. Hier müsste von Seiten der SPÖ endlich hart durchgegriffen statt
permanent schöngefärbt werden.
Foto: © E. Weber
Möglicherweise betrachtet SPÖ-Bezirksvorsteher Hora seinen satt dotierten Posten als politisches
Ausgedinge oder aber als lockeren Ferialjob. Die seit langem zu Tage tretenden Probleme bleiben
jedenfalls unbearbeitet und vermiesen rund 100.000 Menschen im 2. Bezirk das Leben.
Die illegale Straßenprostitution im Stuwerviertel, Alkohol- und Gewaltorgien am Praterstern, der
gefährliche Radweg vor dem Bundesblindeninstitut, die linken Fetzenzelte am Augartenspitz,
der systematische Parkplatzklau sowie die unklaren Verkehrslösungen für das Nordbahnhof-
gelände werden von Hora gekonnt ignoriert, so dass sich die Bevölkerung – ein Treppenwitz der
Bezirksgeschichte – sogar schon den überaus glücklosen Bezirksvorsteher Kubik zurückwünschen.
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2013-07-24
Kleine Erinnerungshilfen

Wahlplakat Wien 1991

Wahlplakat Wien 1996
Erinnnern Sie sich noch an diese Wahlwerbeplakate der FPÖ zu den Wien-Wahlen in den
Jahren 1991 und 1996? Diese wurden von der politischen Konkurrenz müde belächelt und
als Panikmache abgetan. Manche realitätsfremde Gutmenschen sahen in diesen Sujets sogar
Ausländerfeindlichkeit.
Wurde die Vorahnung bestätigt?
Nun schreiben wir das Jahr 2010 und es stehen wieder Wiener Landtags- und Gemeinderats-
wahlen vor der Türe. Hat sich die düstere Zukunftsprognose der FPÖ von anno dazumal be-
stätigt? Wir sagen Nein, denn diese wurde sogar bei weitem übertroffen.
Wien hat Chicago längst den Rang abgelaufen. Dank sperrangelweit geöffneter Grenzen zu
den ehemaligen Ländern des Ostblocks, erlebt die Bundeshauptstadt eine Welle der Kriminali-
tät die selbst Al Capone vor Neid erblassen lassen würde.
Der ganz normale Wahnsinn
Neben den ganz alltäglichen Einbrüchen und Raubüberfällen, gibt es auch Verbrechen a la
Chicago 1930. Drei Tschetschenen richteten einen abtrünnigen Landsmann im 21. Wiener Ge-
meindebezirk Floridsdorf, auf offener Strasse hin.
Ein iranischer „Geschäftsmann“ erschießt während einer „Geschäftsbesprechung“ in der Wie-
ner Innenstadt einen seiner Partner. Die anderen Teilnehmer haben Glück dass der Täter ein
schlechter Schütze ist und werden „nur“ schwer verletzt.
Ein rumänischer Zuhälter fackelt in Wien Favoriten auf offener Strasse eine Prostituierte ab, da
diese sich weigerte weiterhin Schutzgeld zu bezahlen. Das waren nur einige, der zahlreichen
spektakulären Verbrechen, welche sich innerhalb des letzten Jahres abspielten. Von den „ganz
normalen“ Einbrüchen und Raubüberfällen welche tagtäglich verübt werden, ganz zu schwei-
gen.
Jüngster Fall a la Chicago 1930, ergeignete sich wieder in Wien Floridsdorf. Ein 20-jähriger
Mann wurde am vergangenen Wochenende, „stilgerecht“ aus einem fahrenden Auto heraus
erschossen. Die Überwachungsanlage einer Recyclingfirma nahm die Bluttat auf. Die Polizei
ermittelt zur Zeit noch an diesem Verbrechen, welches eindeutig an die 30iger Jahre in Chi-
cago erinnert.
Feinschmecker des Jahres
Während sich Wiens Bürgermeister Michael Häupl in den letzten Jahren offenbar mit ander-
en Dingen, als die der Sicherheit für Wien beschäftigt hatte, geht es in der Bundeshaupt-
stadt drunter und drüber.
Naja, zumindest ist er wenigsten Feinschmecker des Jahres geworden. Ob dieser Titel der
Sicherheit einer Stadt dienlich ist, kann mit Sicherheit verneint werden. Unbestätigten Mel-
dungen nach, hängen in Chicago bereits Plakate auf denen zu lesen ist „Chicago darf
nicht Wien werden“.
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2010-08-24
Angsthase Gudenus
Herr Gudenus von der FPÖ scheint ein sehr ängstlicher Mensch zu sein. In mindestens
jeder zweiten Aussendung von ihm, fordert er mehr Polizei um das „Verbrechen“ endlich
einzudämmen.
Fürchtet er sich vor seinem eigenen Schatten ?
In einer APA – Aussendung von gestern, wirft er dem Wiener Bürgermeister Häupl vor,
in der Kriminalitätsentwicklung derart untätig zu sein, dass es bereits unerträglich ist.
Ununterbrochen versuchen seine Gefolgsleute die Schuld auf andere zu schieben, um das
„Nichtstun“ der Roten Stadtregierung in Sicherheitsangelegenheiten zu vertuschen.
Im Sumpf des Verbrechens
Die Kriminalität in Wien eskaliere derartig, dass unsere Bundeshauptstadt bereits in einem
schiefen Licht dastehe, so Gudenus.
Morde und andere kriminellen Auswüchse haben ein noch nie da gewesenes Ausmaß ange-
nommen, sodass in der Bevölkerung kaum noch Sicherheitsgefühl vorhanden ist.
All dem zum Trotz sperren sich die Verantwortlichen, etwas gegen den Personalnotstand
bei der Polizei zu unternehmen, empört sich der FPÖ Politiker weiter.
Die FPÖ fordere daher eine eigene Magistratsdienststelle, sowie einen eigenen Sicherheits-
stadtrat für Wien, um auf die ausufernde Kriminalität offensiv zu reagieren.
Weiters fordert Gudenus die Rathaussozialisten auf, eine Personalaufstockung von
mindestens 1500 Polizisten in Wien durchzuführen.
Mehr Kriminalität
Es kann nicht in Abrede gestellt werden, dass seit der Öffnung der Ostgrenzen die
Kriminalität gestiegen ist, ab was Herr Gudenus hier abzieht ist reine Polemik.
Er will der Wiener Bevölkerung glaubhaft machen, dass sie in „Chicago 1930 “ leben.
Durch die Konzentration von Menschen gibt es in großen Städten, naturgemäß immer
mehr Kriminalität als in der Provinz.
Wien ist trotzdem noch sicher
Allerdings scheint der FPÖ-Mann vergessen zu haben, dass Wien noch immer einer der
sichersten Metropolen der Welt ist.
Glaubt er wirklich, dass durch die Aufstockung der Polizei nur ein einziger Mord, Bankraub
oder sonstiges Verbrechen verhindert werden kann ?
Straftäter haben nämlich die Eigenschaft, ihre kriminellen Taten nicht unbedingt vor den
Augen des Gesetzes zu verüben.
Minority Report
Herr Gudenus sollte sich lieber ins Jahr 2054 versetzen lassen, den dort ist es, zumindest in
dem Science Fiction Film „Minority Report“ möglich, Verbrechen zu erkennen bevor sie
noch getätigt werden und die zukünftigen Täter dingfest zu machen.
Speziell für die FPÖ wäre es wahrscheinlich ohnehin wünschenswert, die Gedanken anderer
lesen zu können. Dann könnte Herr Strache den Leuten schön nach dem Mund reden und
bräuchte nicht immer akrobatische Wendehalsmanöver durchführen.
Herrn Gudenus dürfte folgendes nicht bewusst sein. Umso schwächer ein System ist, desto
mehr Zweifel hat es am eigenen Selbstbewusstsein und um dieses zu kompensieren, ruft
man lauthals um mehr Polizei.
Bei Herrn Häupl dürfte es sich offensichtlich um einen starken und selbstbewussten Mann
handeln.
Stauni
2009-04-21