GASTAUTOREN – BEITRAG
Ein Artikel in der aktuellen Ausgabe der Bezirksblätter Gänserndorf titelt „Tourismus und
Natur in einem Boot!“ Demnach soll die March in Zukunft schiffbar gemacht werden! Doch
lesen sie zunächst den kompletten Artikel:
Während die Fischer für den Schutz und für den Erhalt der Ruhe in den Marchauen eintreten,
läuft auf bilateraler Ebene ein Projekt mit dem Namen „MreNa“! Dieses Projekt ist Teil des
„Programms zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Slowakei – Österreich“. Die Abkürz-
ung „MreNa“ steht für Machbarkeitsstudie „Freizeitschifffahrt an der March“!!
Mehr zum Nachlesen: Hier klicken! Sollte die Studie zum Ergebnis kommen das die Schiff-
fahrt auf der March erlaubt wird, dann ist es endgültig vorbei mit der Ruhe bei den Fischer-
hütten und überhaupt in der ganzen Marchau!
Jedenfalls sieht man wieder einmal wie der Hase läuft! Bei uns am Schutzdamm dürfen nicht
einmal die Radfahrer überall fahren, aber auf der March sollen Motorboote herumrasen! Wie
es dann zugeht, dazu ist nur ein Blick auf den Bata-Kanal in Tschechien erforderlich! Schaut
euch genau die Bilder auf der offiziellen Homepage an: Hier klicken! Mehr Informationen
über den Bata-Kanal auf Wikipedia: Hier klicken!
Freunde und eines ist auch klar, eine Renaturierung der March gemeinsam mit Motorboot-
verkehr kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen! Auch dürfte manchen klar geworden
sein, warum manche Altarme nicht angebunden werden können! Notwendige Steinwürfe
für die Anbindung- bis in die Mitte der March – würden ja die Motorboote massiv behindern!
Und noch einen Aspekt dürfen wir nicht aus den Augen lassen: Die Machbarkeitsstudie kostet
zwar € 318.226,- aber bei positivem Ergebnis und entsprechender Gesetzesänderung auf
beiden Seiten der March heißt es schon Leinen los für die Freizeitschiffe! Eine Renaturierung
kostet Millionen und zusätzlich mit sehr viel Arbeit verbunden! So gesehen dürften die Motor-
boote die Nase vorne haben, die Natur und Fische wieder einmal das Nachsehen!
Kurt Hofer
2014-02-26
Vergessene Dörfer
Während sich die großen Tageszeitungen und Online Magazine nur mit den sensations-
trächtigen Überflutungen in Städten beschäftigen, sind wir auf einem Nebenschauplatz
des Kampfes Natur gegen Mensch tätig geworden.
Diese Menschen sind genauso betroffen, wie jene in den Städten entlang der Donau.
Nur interessiert es die Großmedien nicht, da es keine Mehrauflagen oder erhöhte
Zugriffszahlen bringt.
Großalarm
Heute, knapp vor 7 Uhr ertönten die Feuerwehrsirenen in Rohrau und den umliegenden
Dörfern. Großalarm in Hollern, den die Leitha hatte einen Wasserstandspegel von zirka 4,5
Meter erreicht und begann das kleine idyllische Dorf „Hollern“ unter ihren Wassermassen
zu begraben.
Natur schlug zu
Normalerweise hat die Leitha einen Wasserstandspegel von einem halben Meter,
erzählt Rudolf Gelb, Kommandant der freiwilligen Feuerwehr von Hollern.
Seit 2 Tagen war die Lage wegen der anhaltenden Niederschläge bereits angespannt.
Heute früh hat die Natur dann brachial zugeschlagen.
Bereits einmal Opfer
Bürgermeister Herbert Speckl und BR Abg. Fritz Hensler wissen zu erzählen, dass Hollern
bereits 1991 von einem großem Hochwasser betroffen war.
Damals erfuhr die Bevölkerung großzügige Unterstützung vom Land Niederösterreich und
der Caritas.
Es wurde auch ein Schutzdamm errichtet, der heute umgerechnet zirka 2 Millionen Euro
gekostet hatte. Allerdings nützen auch die besten und höchsten Dämme nichts, wenn die Natur
wirklich ihre Muskeln spielen lässt. Diese leidvolle Erfahrung mußte nun die Bevölkerung von
Hollern zur Kenntnis nehmen.
Wurde heute Opfer der Naturgewalt Wasser Nur mehr mit dem Geländewagen erreichbar
Wohnhäuser, Felder, Wiesen, Gärten und Kinderspielplätze waren unter Wasser
Zirka 100 Tonnen Sand wurden angeliefert Dieser wurde dann in Säcke abgefüllt
Transport zu den Helfern an der Front Es wurde abgedichtet was das Zeug hielt
Bgmst. Speckl u. BR Abg. Hensler vor Ort Im Dauerstress Feuerwehrkdt. R. Gelb
Zusammenhalt
Am Katastrophenort waren die freiwilligen Feuerwehren von Rohrau, Pachfurth, Gerhaus,
Schönabrunn und natürlich Hollern, sowie zahlreiche Personen aus der Zivilbevölkerung tätig.
BR Abg. Fritz Hensler spielte schon mit dem Gedanken, das Bundesheer anzufordern.
Bis zur Mittagszeit hatte jedoch die Feuerwehr die Naturgewalt Wasser soweit im Griff,
dass sich dieser Schritt erübrigte.
Idealisten
Es ist immer wieder erstaunlich, dass es doch noch Menschen gibt, die ohne Erwartung
von Gegenleistung in ihrer Freizeit freiwillig und unter Einsatz ihres Lebens, anderen
Menschen helfen. Hut ab vor den Männern und Frauen der freiwilligen Feuerwehren.
Finanzierung
Die freiwilligen Feuerwehren erhalten nur geringe Mittel von Bund und Land.
Sie finanzieren sich zum Teil auch selbst, indem sie Feuerwehrfeste veranstalten.
Hier wäre die Bundesregierung gefordert, ausreichende Bugdetmitteln zu investestieren und
nicht in so unnötige Prestigeobjekte wie Abfangjäger, die in Österreich ohnehin kein Mensch
braucht.
Stauni
2009-06-27