Vom Besäufnis bis zur Drohung mit Kettensäge
„Man merkt wieder einmal, dass Freitag ist und den Kollegen von den Freiheitlichen aufgrund von Themennot offenbar nur „Praterstern“ einfällt. Politisch „hochaktiv“ sieht jedenfalls anders aus“. So äußerte sich heute der Leopoldstädter Bezirksvorsteher, Karlheinz Hora, in Richtung des Leopoldstädter FPÖ-Bezirksparteiobmanns LAbg. Wolfgang Seidl. Dieser wagt es doch tatsächlich, kontinuierlich die Missstände am Praterstern aufzuzeigen und zu kritisieren. Abgesehen davon, dass es bezüglich SPÖ-Skandalen und deren Misswirtschaft keine Themen- not gibt, versucht Hora das Desaster am Praterstern schönzureden. Es finde ohnehin eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei statt und die Probleme haben sich auch schon halbiert, weiß der SPÖ-Bezirksvorsteher zu berichten und versucht offenbar krampfhaft zu vermitteln, dass ohnehin alles in Ordnung sei. Die Wahrheit sieht natürlich ganz anders aus. Viele „gefallene Existenzen“ aus aller Herren Länder – Alkoholiker, Drogenabhängige und Obdachlose, schnorren sich von rüpelhaft bis zu brutal durch die Gegend. Und werden gerade nicht Passanten belästigt, werden Alkohol und Drogen konsumiert bis der Arzt kommt. Auch kommt es täglich zu Gewaltexzessen und zu Raufereien. Vor noch gar nicht so langer Zeit, hatte ein Täter dort sogar Passanten mit einen Kettensäge bedroht. Nachfolgende Bilder dokumentieren den Alltag am Praterstern.

Offenbar scheint die Realität an Hora – der schon als Verkehrs- und Planungssprecher der Wiener SPÖ kein Highlight war – vorbeizuziehen. Anstatt Zusatztoiletten für die Radau- brüder am Praterstern zu fordern, wie er es kürzlich tat, sollte Hora lieber einen Container ordern und sein Büro in diesem einrichten. Vermutlich würde ihm ein Tag „live“ am Praterstern von seinem Elfenbeinturm herunterholen. Wenn Hora – aus welchen Gründen auch immer – nicht in der Lage ist, die Lage am Praterstern im Sinne der Mehrheitsbevölkerung zu entschärfen, dann soll er zurücktreten und bei der SPÖ um einen anderen Versorgungsposten ansuchen. Dies wird sicher mög- lich sein, wie dies erst vor einigen Tagen mit Josef Cap astrein unter Beweis gestellt wurde. ***** 2013-11-08